{"id":1089698,"date":"2026-06-12T19:39:22","date_gmt":"2026-06-12T19:39:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1089698\/"},"modified":"2026-06-12T19:39:22","modified_gmt":"2026-06-12T19:39:22","slug":"deutschland-fehlen-bald-ueber-vier-millionen-arbeitskraefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1089698\/","title":{"rendered":"Deutschland fehlen bald \u00fcber vier Millionen Arbeitskr\u00e4fte"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die L\u00fccke am Arbeitsmarkt zwischen ausscheidenden Babyboomern und jungen, neuen Arbeitskr\u00e4ften wird in den kommenden zehn Jahren deutlich gr\u00f6\u00dfer werden als bislang angenommen. Das geht aus einer noch unver\u00f6ffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Nach den Berechnungen wird die L\u00fccke im Jahr 2036 bei rund 4,3 Millionen Arbeitskr\u00e4ften liegen. Noch vor zwei Jahren hatte das Institut diese Differenz zwischen ausscheidenden und neuen Arbeitskr\u00e4ften noch mit knapp drei Millionen beziffert: Sie ist nach aktuellen Daten also gut 1,3 Millionen gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Prognoseanstieg ist Folge einer aktualisierten Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung des IW, die auf neueren Daten des Statistischen Bundesamts beruht. Demzufolge hat sich der demografische Ausblick f\u00fcr Deutschland verschlechtert. So sinkt nach den neuen Daten der Bev\u00f6lkerungsstand bis 2045 um 2,9 Prozent auf etwa 81,1 Millionen Personen. In der vorherigen Prognose aus dem Jahr 2024 war das IW noch von einem moderaten Wachstum bis 2040 ausgegangen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als einen Grund f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang nennt das Institut die Migrationswende der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a>, die bereits die Ampel-Regierung eingeleitet hatte. \u201eIn Deutschland werden deutlich weniger Menschen leben als zuvor erwartet. Denn durch die eingetr\u00fcbte konjunkturelle Perspektive sowie die Migrationswende der Bundesregierung ist kurz- und mittelfristig mit geringeren Wanderungsgewinnen zu rechnen\u201c, schreibt das Institut.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eBis 2036 werden lediglich 9,8 Millionen Personen das erwerbsf\u00e4hige Alter erreichen\u201c, hei\u00dft es im neuen IW-Bericht. Auf Basis der Bev\u00f6lkerungsprognose entstehe \u201esomit eine L\u00fccke von 4,3 Millionen Personen\u201c. Das Erwerbspersonenpotenzial sinke von 55 Millionen im Jahr 2025 bis 2036 um 6,9 Prozent auf nur noch 51,2 Millionen. \u201eLangfristig geht das Erwerbspersonenpotenzial bis 2045 um 8,3 Prozent auf 50,4 Millionen Personen zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der zweiten H\u00e4lfte der 2020er-Jahre w\u00fcrden die gr\u00f6\u00dften Babyboomer-Kohorten das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen. Aktuell seien noch 14,1 Millionen Babyboomer unterhalb des Renteneintrittsalters, 2030 w\u00fcrden es nur noch 7,6 Millionen Personen sein. \u201eBis 2036 wird die Babyboomer-Generation dann schlie\u00dflich vollst\u00e4ndig das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben.\u201c Als Babyboomer werden die Jahrg\u00e4nge zwischen 1954 und 1969 bezeichnet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eGleichzeitig r\u00fccken aber zu wenige junge Menschen ins erwerbsf\u00e4hige Alter nach, der R\u00fcckgang kann nicht kompensiert werden\u201c, warnt das Institut. Dadurch werde Wohlstand gef\u00e4hrdet und soziale Verteilungsk\u00e4mpfe w\u00fcrden zunehmen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Politik m\u00fcsse daher mehr tun, um das Arbeitskr\u00e4ftepotenzial zu erh\u00f6hen. Die Anwerbung ausl\u00e4ndischer Fachkr\u00e4fte sei \u201eausbauf\u00e4hig\u201c. W\u00e4hrend der gesetzliche Rahmen daf\u00fcr jetzt \u201ead\u00e4quat ist, besteht Verbesserungsbedarf bei Visavergabe, Anerkennung ausl\u00e4ndischer Berufserfahrung und \u00fcberlasteten Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rden\u201c, so das IW. Im Inland gebe es ungenutztes Potenzial vor allem bei Frauen, insbesondere zugewanderten Frauen. Zudem m\u00fcsse die Pro-Kopf-Arbeitszeit gesteigert werden. \u201eW\u00e4hrend Deutschland im internationalen Vergleich bereits eine hohe Erwerbsbeteiligung aufweist, ist daf\u00fcr die Pro-Kopf-Arbeitszeit gering\u201c, so das IW. Arbeiten m\u00fcsse attraktiver werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die L\u00fccke am Arbeitsmarkt zwischen ausscheidenden Babyboomern und jungen, neuen Arbeitskr\u00e4ften wird in den kommenden zehn Jahren deutlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1089699,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[130255,2406,40003,331,3924,332,3922,10473,231322,231320,37301,5398,3364,29,231321,30,13,5198,178620,15146,14,3923,15,3921,23148,21948,12],"class_list":["post-1089698","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-130255","tag-2406","tag-40003","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-arbeitskraefte","tag-arbeitskraeftepotenzial","tag-ausscheidenden","tag-babyboomer","tag-daten","tag-de","tag-deutschland","tag-erwerbspersonenpotenzial","tag-germany","tag-headlines","tag-institut","tag-instituts","tag-luecke","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-personen","tag-potenzial","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116738835590273897","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1089698","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1089698"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1089698\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1089699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1089698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1089698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1089698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}