{"id":109136,"date":"2025-05-14T05:17:11","date_gmt":"2025-05-14T05:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109136\/"},"modified":"2025-05-14T05:17:11","modified_gmt":"2025-05-14T05:17:11","slug":"schutz-vor-laerm-erste-ruhige-gebiete-in-stuttgart-noch-2025-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109136\/","title":{"rendered":"Schutz vor L\u00e4rm: Erste \u201eruhige Gebiete\u201c in Stuttgart noch 2025"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Schutz vor L\u00e4rm: Erste \u201eruhige Gebiete\u201c in Stuttgart noch 2025\" title=\"Schutz vor L\u00e4rm: Erste \u201eruhige Gebiete\u201c in Stuttgart noch 2025\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/media.media.d1241c1f-06f3-490a-adf0-e39855585ac8.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tParks, W\u00e4lder, Wiesen \u2013 dort soll es in Stuttgart m\u00f6glichst nicht auch noch lauter werden.\u00a0Foto: dpa\/Bernd Wei\u00dfbrod\t\t\t<\/p>\n<p>Jeder zehnte Stuttgarter wohnt so laut, dass es der Gesundheit schaden kann. Die Stadt will darauf mit \u201eruhigen Gebieten\u201c reagieren &#8211; doch bringt das wirklich etwas?<\/p>\n<p>Mehr als jeder zehnte <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>er wohnt Erhebungen zufolge so laut, dass es seiner <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Gesundheit\" title=\"Gesundheit\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheit<\/a> schaden kann. Der Hauptgrund ist der Autoverkehr. Laut <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/EU\" title=\"EU\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU<\/a>-Vorgaben muss die Stadt Stuttgart darauf reagieren. Eine Ma\u00dfnahme sind sogenannte ruhige Gebiete. Die ersten sollen noch in diesem Jahr ausgewiesen werden. Wir erkl\u00e4ren, was das hei\u00dft und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.<\/p>\n<p>Was sind ruhige Gebiete? <\/p>\n<p>Es klingt paradox: Anstatt den vorhandenen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/L%C3%A4rm\" title=\"L\u00e4rm\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">L\u00e4rm<\/a> zu drosseln, zielen ruhige Gebiete darauf ab, dass er \u2013 zumindest dort \u2013 nicht auch noch zunimmt. Es sollen \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Ruhe\" title=\"Ruhe\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ruhe<\/a>-Inseln in der Gro\u00dfstadt sein.<\/p>\n<p>Dass sich St\u00e4dte wie Stuttgart jetzt verst\u00e4rkt mit diesem Konzept besch\u00e4ftigen, hat auch mit einer gewissen Ungeduld in Br\u00fcssel zu tun. Bereits vor Jahren hatte die EU den Mitgliedsstaaten nahegelegt, mit ruhigen Gebiete auf den gesundheitsgef\u00e4hrdenden L\u00e4rm zu reagieren. Geschehen ist offenbar wenig. So jedenfalls ist es Thomas Schene vom Amt f\u00fcr Umweltschutz \u00fcber die Instanzen zugetragen worden. Bundesweit gebe es schon Vorreiter: Zum Beispiel Norderstedt, M\u00fcnchen oder Berlin.<\/p>\n<p>Welche Orte in Stuttgart kommen infrage? <\/p>\n<p>Auch wenn Thomas Schene sagt, \u201ees ist nichts von vornherein ausgeschlossen\u201c, so ergeben sich doch automatisch Grenzen durch den bestehenden L\u00e4rm. Zum Beispiel im Rot- und Schwarzwildpark. \u201eDort ist es eigentlich zu laut f\u00fcr ein ruhiges Gebiet\u201c, sagt er. Wom\u00f6glich m\u00fcsse man sich dort auf eine Kernzone beschr\u00e4nken. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1747199831_114_media.media.6a78602d-2004-4b1b-ae8d-ec064d95536a.original1024.media.jpeg\"\/>     Ein St\u00fcck Natur in der Gro\u00dfstadt: der Rotwildpark in Stuttgart    Foto: Archiv Lichtgut\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Wie St\u00e4dte die ruhigen Gebiete ausgestalten, darin seien sie recht frei. In Stuttgart b\u00f6ten sich verschiedene Kategorien an, erkl\u00e4rt Schene. Zum Beispiel ruhige Landschaftsr\u00e4ume wie Naturschutzgebiete oder Felder; Erholungs- und Freifl\u00e4chen wie Wald oder Wiesen; innerst\u00e4dtische Erholungsfl\u00e4chen wie Parks oder Friedh\u00f6fe. Die Zahl der ruhigen Gebiete sei \u201enach oben hin offen, es ist ein kontinuierliches Thema\u201c. Die ersten Gebiete sollen in der zweiten Jahresh\u00e4lfte ausgewiesen werden. Daf\u00fcr komme man in den Gemeinderat. Klar sei, so Schene: \u201eWir werden mit Gebieten anfangen, die nicht umstritten sind.\u201c<\/p>\n<p>Welche Folgen hat das? <\/p>\n<p>Ein ruhiges Gebiet hat Auswirkungen auf k\u00fcnftige Planungen. Projekte \u2013 wie beispielsweise Stra\u00dfen \u2013 d\u00fcrfen keinen zus\u00e4tzlichen L\u00e4rm verursachen. Allerdings ist der Status auch nicht unantastbar; er lie\u00dfe sich im Zweifelsfall wieder \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wie viel bringt diese Ma\u00dfnahme? <\/p>\n<p>Die EU schreibt nicht vor, wie laut es in einem ruhigen Gebiet maximal sein darf, das \u00fcberl\u00e4sst sie den Mitgliedsstaaten. Weil der Bund hier keinen Grenzwert festgelegt hat, habe man \u201erecht freie Hand\u201c, sagt Schene. Man m\u00fcsse dazu auch sagen: \u201eRuhe ist subjektiv.\u201c Ab wann L\u00e4rm im Mittelungspegel als gesundheitsgef\u00e4hrdend gilt, legt die EU derweil fest: ab 65 Dezibel tags und 55 Dezibel nachts. <\/p>\n<p>Um an der L\u00e4rmkulisse in der Stadt wirklich etwas zu \u00e4ndern, brauche es andere Ma\u00dfnahmen, erkl\u00e4rte Schene <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.massnahmen-gegen-laerm-schaedlicher-laermpegel-so-soll-stuttgart-leiser-werden.e3f5b670-fd62-46c0-86ec-e22fb3a474e2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bereits Ende M\u00e4rz im Ausschuss f\u00fcr Klima und Umwelt<\/a>. Zum Beispiel ein anderes Mobilit\u00e4tsverhalten. Was die Stadt zeitnah plant: auf mehr Strecken <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Tempo_30\" title=\"Tempo 30\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tempo 30<\/a> in der Nacht. In den Hauptverkehrsstra\u00dfen in Hedelfingen, M\u00f6hringen und Zuffenhausen sei eine Umstellung auf Tempo 30 bereits in der Umsetzung. F\u00fcr andere laufen Gutachten.<\/p>\n<p> Wird es durch die E-Mobilit\u00e4t leiser? <\/p>\n<p>Im Vergleich zu Verbrennerautos sind E-Fahrzeuge leiser. Zwar sind sie auch in Stuttgart derzeit noch in der absoluten Unterzahl, aber erwartet das Amt f\u00fcr Umweltschutz, dass die Stadt der Zukunft leiser wird? Die Antriebswende ist laut Thomas Schene \u201eeine sehr positive Entwicklung, auch was den L\u00e4rm betrifft\u201c. Allerdings bremst er zu gro\u00dfe Erwartungen. \u201eDas ist aber nur relevant f\u00fcr ein Tempo bis 40, danach ist das Reifenabriebsger\u00e4usch lauter.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Parks, W\u00e4lder, Wiesen \u2013 dort soll es in Stuttgart m\u00f6glichst nicht auch noch lauter werden.\u00a0Foto: dpa\/Bernd Wei\u00dfbrod Jeder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":109135,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,548,30,141,6659,6660,7185,1441,2463,601],"class_list":{"0":"post-109136","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-germany","13":"tag-gesundheit","14":"tag-laerm","15":"tag-laermschutz","16":"tag-ruhe","17":"tag-stuttgart","18":"tag-tempo-30","19":"tag-verkehr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114504495554082713","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=109136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109136\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/109135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=109136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=109136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}