{"id":1092223,"date":"2026-06-13T20:34:25","date_gmt":"2026-06-13T20:34:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092223\/"},"modified":"2026-06-13T20:34:25","modified_gmt":"2026-06-13T20:34:25","slug":"termin-steht-fest-melanie-mueller-muss-wegen-mutmasslicher-urkundenfaelschung-erneut-vor-gericht-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092223\/","title":{"rendered":"Termin steht fest: Melanie M\u00fcller muss wegen mutma\u00dflicher Urkundenf\u00e4lschung erneut vor Gericht \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Der Ort k\u00f6nnte ihr schon etwas vertraut sein: Bei einem Termin am Leipziger Amtsgericht vor rund zwei Jahren hatte Partys\u00e4ngerin und TV-Darstellerin Melanie M\u00fcller ihren SUV auf einem Behindertenparkplatz vor dem Geb\u00e4ude abgestellt. Der Ausweis hinter der Windschutzscheibe, der sie dazu berechtigt h\u00e4tte, soll laut Staatsanwaltschaft eine F\u00e4lschung sein. Nun steht ein Prozesstermin fest.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hatte die Leipziger Volkszeitung <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/melanie-mueller-prozess-am-11-august-wegen-urkundenfaelschung-in-leipzig-6BZDDOEIFBESBHHI42JMWO4A7E.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u00fcber den neuen Verhandlungstermin berichtet<\/a>. Dieser ist demnach f\u00fcr Dienstag, den 11. August 2026, anberaumt worden. Laut Staatsanwaltschaft soll Melanie M\u00fcller am 15. August 2024 vor dem Leipziger Amtsgericht ihren SUV auf einem ausgewiesenen Parkplatz f\u00fcr schwerbehinderte Menschen abgestellt haben, um einen privaten Termin im Gerichtsgeb\u00e4ude wahrzunehmen. Allerdings wurde die heute 38-J\u00e4hrige w\u00e4hrend des Vorgangs von einem Reporter fotografiert.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/276cfe6fcf1e4e969c3c62808a3c7656.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2026\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2026\/06\/1\"\/><\/p>\n<p>F\u00e4lschungsverdacht bei Ausweis: Kreis Recklinghausen erstattete Anzeige<\/p>\n<p>Ein hinter der SUV-Frontscheibe deponierter Behindertenausweis war dabei vermeintlich auf den Kreis Recklinghausen ausgestellt, der dies aber ausdr\u00fccklich verneinte. Daher erstattete er Anzeige bei der Leipziger Staatsanwaltschaft. Im Dezember 2024 fand dann eine Razzia in M\u00fcllers damaligem Leipziger Privathaus statt, bei der es nach Beh\u00f6rdenangaben um Beweismittel im Zusammenhang mit dem Park-Vorfall ging.<\/p>\n<p>Offenbar wurde man dabei f\u00fcndig, sodass gegen Melanie M\u00fcller ein Strafbefehl in H\u00f6he von 60 Tagess\u00e4tzen erging \u2013 der Vorwurf: Urkundenf\u00e4lschung. Weil M\u00fcller Widerspruch einlegte, soll der Sachverhalt nun in einer Hauptverhandlung beleuchtet werden.<\/p>\n<p>Verurteilt wegen \u201eHitlergru\u00df\u201c und Drogenbesitz<\/p>\n<p>Das Leipziger Landgericht hatte die zweifache Mutter zuletzt Anfang des Jahres in einem Berufungsprozess wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen in Tatmehrheit mit Drogenbesitz <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2026\/01\/landgericht-melanie-mueller-nach-berufungsprozess-um-sogenannten-hitlergruss-zu-3-500-euro-geldstrafe-verurteilt-643779\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">f\u00fcr schuldig befunden<\/a>. Das Urteil: 70 Tagess\u00e4tze \u00e0 50 Euro Geldstrafe. Demnach soll M\u00fcller bei\u00a0einem Auftritt zum Oktoberfest der \u201eRowdys Eastside\u201c in Leipzig in der Nacht zum 18. September 2022 mehrfach den sogenannten Hitlergru\u00df gezeigt sowie illegal Drogen besessen haben.<\/p>\n<p>M\u00fcller hatte die Vorw\u00fcrfe, wie zuvor schon in der ersten Gerichtsinstanz, komplett abgestritten und sich von rechtsextremer Ideologie distanziert.<\/p>\n<p>Ein derartiges Weltbild sei ihr auch nicht zu unterstellen, zumindest aber habe sie sich w\u00e4hrend der aufgeheizten Konzertatmosph\u00e4re in einem Augenblicksversagen zum Heben des rechten Arms hinrei\u00dfen lassen: Mindestens ein Konzertbesucher habe den \u201eHitlergru\u00df\u201c vollf\u00fchrt, w\u00e4hrend die alkoholisierte Angeklagte zu \u201eOst-, Ost-, Ostdeutschland\u201c-Rufen die Masse anheizte. Dabei nahm sie billigend in Kauf, wie ihre Geste zu verstehen ist, sagte die Richterin am Landgericht, Karen Aust.<\/p>\n<p>Kein Schuldeingest\u00e4ndnis: M\u00fcller akzeptiert Geldstrafe<\/p>\n<p>Gleichwohl kam M\u00fcller mit 3.500 Euro Gesamtgeldstrafe deutlich billiger als in der Vorinstanz weg \u2013 schlie\u00dflich hatte ihr das Amtsgericht noch <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2024\/08\/hitlergruss-und-drogenbesitz-melanie-mueller-80-000-euro-geldstrafe-600742\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">80.000 Euro aufgebrummt<\/a>.<\/p>\n<p>Der Unterschied d\u00fcrfte sich auch daraus erkl\u00e4ren, dass M\u00fcller im Berufungsverfahren erstmals \u00f6ffentlich \u00fcber ihre finanziellen Verh\u00e4ltnisse sprach und diese als zerr\u00fcttet beschrieb. Sie nannte allein 150.000 Euro Schulden beim Finanzamt. Dazu seien die Auftrittsbuchungen eingebrochen, zuletzt sei sie auf Eink\u00fcnfte aus einem Teilzeitjob und Hilfe ihrer Eltern angewiesen gewesen.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2026 gab Melanie M\u00fcller bekannt, <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2026\/03\/wendepunkt-melanie-muller-will-verurteilung-wegen-sogenanntem-hitlergruss-doch-nicht-angreifen-650973\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">dass sie die 3.500 Euro Geldstrafe nicht weiter anfechte<\/a>, als schuldig sehe sie sich aber nach wie vor nicht. Die 38-J\u00e4hrige wurde in Oschatz geboren und wuchs \u00fcberwiegend in Grimma auf. 2014 hatte sie die achte Staffel von \u201eIch bin ein Star \u2013 Holt mich hier raus!\u201c (umgangssprachlich: \u201eDschungelcamp\u201c) f\u00fcr sich entschieden. \u00dcberdies stand sie in einer Vielzahl \u00e4hnlich gelagerter TV-Formate vor der Kamera und trat als Schlagers\u00e4ngerin unter anderem auf Mallorca auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Ort k\u00f6nnte ihr schon etwas vertraut sein: Bei einem Termin am Leipziger Amtsgericht vor rund zwei Jahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1092224,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[1601,3364,29,30,71,153058,859],"class_list":["post-1092223","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-amtsgericht","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-leipzig","tag-melanie-mueller","tag-sachsen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116744714188968644","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1092223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1092223"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1092223\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1092224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1092223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1092223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1092223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}