{"id":1092533,"date":"2026-06-13T23:53:28","date_gmt":"2026-06-13T23:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092533\/"},"modified":"2026-06-13T23:53:28","modified_gmt":"2026-06-13T23:53:28","slug":"gefaehrliche-bakterien-darum-soll-man-gartenvoegel-im-sommer-niemals-fuettern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092533\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrliche Bakterien: Darum soll man Gartenv\u00f6gel im Sommer niemals f\u00fcttern"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Naturschutzbund (Nabu) in Hamburg r\u00e4t von der sommerlichen Vogelf\u00fctterung ab. Noch vor wenigen Jahren rieten Natursch\u00fctzer zur ganzj\u00e4hrigen Vogelf\u00fctterung und begr\u00fcndeten das mit einem zur\u00fcckgehenden nat\u00fcrlichen Nahrungsangebot. Doch inzwischen stehe fest, dass die Sommerf\u00fctterung die Ausbreitung von Krankheiten und damit den Tod von V\u00f6geln beg\u00fcnstigen kann, sagt Marco Sommerfeld, Referent f\u00fcr Vogelschutz beim Nabu Hamburg.<\/p>\n<p>\u201eWir haben in den vergangenen Jahren zunehmend Vogelkrankheiten in G\u00e4rten und speziell an Futterstellen festgestellt\u201c, sagt Sommerfeld. Trichomoniasis-Parasiten etwa h\u00e4tten \u00fcber zehn Jahre hinweg ein Gr\u00fcnfinkensterben hervorgerufen. Bei Blaumeisen habe ein Bakterium zum Tod gef\u00fchrt. Sommerfeld erl\u00e4utert: \u201eIst ein Vogel infiziert und kommen an einer Futterstelle viele V\u00f6gel zusammen, k\u00f6nnen sich die Parasiten, Bakterien und damit die Krankheiten schnell weiterverbreiten\u00a0\u2013 und zwar vor allem im Sommer, im Winter ist das eher nicht der Fall\u201c. Daher rate der Nabu Hamburg inzwischen von einer Vogelf\u00fctterung im Sommer ab.<\/p>\n<p>Reduzierte Fruchtbarkeit<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt lasse sich mit einer Vogelf\u00fctterung au\u00dferhalb des Winters mehr falsch als richtig machen. \u201eF\u00fcttert man fettreiches Futter im Fr\u00fchjahr, reduziert sich nach aktuellem Anschein die Fruchtbarkeit der V\u00f6gel: Ihre Eier werden taub und es schl\u00fcpft kein Nachwuchs daraus, das ist dramatisch\u201c, sagt Sommerfeld. Hinzu komme, dass Menschen oft Sonnenblumenk\u00f6rner oder Erdnussbruch verf\u00fctterten &#8211; Jungv\u00f6gel w\u00fcrden das jedoch nicht vertragen. \u201eIhre M\u00e4gen k\u00f6nnen dieses Futter noch nicht verwerten, weshalb viele junge V\u00f6gel, die so etwas fressen, sterben. Wer wolle, k\u00f6nne Wasser f\u00fcr die V\u00f6gel bereitstellen\u201c, sagt Sommerfeld. Wichtig sei aber, die Wasserstelle t\u00e4glich zu reinigen, da sich Krankheitserreger und Parasiten sonst schnell vermehren und \u00fcbertragen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Heimische Str\u00e4ucher<\/p>\n<p>Sommerfeld r\u00e4t zudem dazu, G\u00e4rten naturnah zu gestalten. Er empfiehlt heimische Str\u00e4ucher wie Schlehe, Eingriffeligen und Zweigriffeligen Wei\u00dfdorn, Haselnuss, Holunder oder Berberitze. Auch ein Laub-, Reisig- und Komposthaufen seien gut. V\u00f6gel k\u00f6nnten an diesen Orten immer Insekten finden.<\/p>\n<p>Auch Nistk\u00e4sten seien empfehlenswert. \u201eIn der Regel empfiehlt sich ein H\u00f6hlenbr\u00fcterkasten mit einem runden Loch\u201c, sagt Sommerfeld. \u201eW\u00e4hrend man f\u00fcr die Blaumeise ein 26-Millimeter-Loch w\u00e4hlt, nimmt man f\u00fcr Haussperling und Kohlmeise eher 32 bis 35 Millimeter.\u201c Wer in einer Region wohnt, wo Stare leben, sollte Nistk\u00e4sten mit 45-Millimeter-Loch aufh\u00e4ngen, sagt der Nabu-Experte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Naturschutzbund (Nabu) in Hamburg r\u00e4t von der sommerlichen Vogelf\u00fctterung ab. 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