{"id":1092563,"date":"2026-06-14T00:10:18","date_gmt":"2026-06-14T00:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092563\/"},"modified":"2026-06-14T00:10:18","modified_gmt":"2026-06-14T00:10:18","slug":"loesung-fuer-einsteins-gleichungen-gravastern-als-alternative-zu-schwarzem-loch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092563\/","title":{"rendered":"L\u00f6sung f\u00fcr Einsteins Gleichungen: Gravastern als Alternative zu Schwarzem Loch"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Solution-to-Einstein-s-equations-Gravastar-as-an-alternative-to-black-holes-11330065.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Wenn ein Stern am Ende seines Lebens kollabiert, muss das nicht in ein Schwarzes Loch m\u00fcnden, sondern kann auch zu einem extrem kompakten, sogenannten Gravastern f\u00fchren. F\u00fcr diese Theorie haben zwei theoretische Physiker der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt nun erstmals eine L\u00f6sung der Gleichungen der Allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie gefunden. Solche Objekte haben f\u00fcr die Physik den Vorteil, dass sie sich leichter vorstellen lassen als die Schwarzen L\u00f6cher. Gleichzeitig klingt das Szenario nicht weniger fantastisch: Im Innern eines Gravasterns w\u00fcrde demnach ein Mini-Urknall entstehen, der dem am Anfang unseres Universums gleicht. Dessen Ausdehnung w\u00fcrde ebenfalls von Dunkler Energie angetrieben, im Gravastern aber durch die Gravitation gebremst und in ein Gleichgewicht gedr\u00fcckt, sagen die beiden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Kein Ereignishorizont, kein Versagen der Physik<\/p>\n<p>Das Konzept der Gravasterne wurde vor 25 Jahren von Pawel Mazur und Emil Mottola als alternative L\u00f6sung der Einstein&#8217;schen Feldgleichungen vorgeschlagen, die ohne Schwarze L\u00f6cher auskommt. Solche Objekte enthielten keine Singularit\u00e4t und h\u00e4tten auch keinen Ereignishorizont (dementsprechend w\u00fcrden sie auch keine Hawking-Strahlung aussenden). Nach au\u00dfen hin unterschieden sie sich nicht <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Schwarze-Loecher-gibt-es-sie-wirklich-und-wie-koennen-wir-das-wissen-5001010.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von Schwarzen L\u00f6chern<\/a>, trotzdem t\u00e4te sich die Physik deutlich leichter damit, erkl\u00e4ren Daniel Jampolski und Luciano Rezzolla aus Frankfurt. Bislang fehlte aber eine dynamische L\u00f6sung f\u00fcr jene Gleichungen Albert Einsteins, aus denen die Existenz von Schwarzen L\u00f6chern einst abgeleitet wurde. Die hatte Jampolski in seiner von Rezzolla betreuten Masterarbeit erarbeitet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.uni-frankfurt.de\/de\/newsroom\/meldungen\/pressemitteilungen\/2026\/urknall-im-innern-eines-sterns-wie-ein-gravastern-entsteht\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Was die Frankfurter Forscher jetzt vorschlagen<\/a>, klingt nicht weniger fantastisch als unsere Vorstellung von Schwarzen L\u00f6chern: Im Innern eines zu einem Gravastern kollabierenden Sterns k\u00f6nnte als Folge ein Mini-Urknall stattfinden, \u201eaus dem ein neues Universum entsteht\u201c. Genau wie unser eigenes dehnt es sich angetrieben von Dunkler Energie aus, erkl\u00e4ren die beiden. Diese Ausdehnung w\u00fcrde dem Kollaps entgegenwirken und ihn stoppen. Am Ende w\u00fcrde ein Gleichgewicht erreicht, \u201edas zu einem stabilen Gravastern f\u00fchrt\u201c. Auch wenn sich diese Objekte \u00e4u\u00dferlich nicht von dem unterscheiden w\u00fcrden, was wir als Schwarze L\u00f6cher kennen, w\u00fcrde ihr Innenleben sich komplett unterscheiden. <a href=\"https:\/\/journals.aps.org\/prd\/abstract\/10.1103\/c6lw-nx7k\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Ihre Arbeit<\/a> stellen die beiden im Fachmagazin Physical Review D vor.<\/p>\n<p>Rezzolla versichert anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung aber, dass Schwarze L\u00f6cher auch f\u00fcr ihn weiter \u201eals die naheliegendste und eleganteste Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Ende eines gravitativen Kollapses\u201c gelten. Nach Alternativen zu suchen, \u201ebedeutet nicht, an ihnen zu zweifeln\u201c. Doch in der Forschung und vor allem der theoretischen Physik sei ein unvoreingenommener Blick auf das Unbekannte unerl\u00e4sslich: \u201eEtablierte Lehrmeinungen und unkonventionelle Ideen verdienen gleicherma\u00dfen Aufmerksamkeit.\u201c Die Geschichte habe uns schon \u201emehr als einmal gezeigt, dass aus unkonventionellen Ideen irgendwann etablierte Lehrmeinungen werden\u201c. Laut den Forschern funktioniert ihre L\u00f6sung auch nur f\u00fcr kollabierende Sterne bis zu einer bestimmten Masse, dar\u00fcber sei die Entstehung eines Schwarzen Lochs \u201eunvermeidlich\u201c.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1092564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[3251,29,597,30,231775,593,595,46819,190,189,194,191,193,192],"class_list":["post-1092563","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-astronomie","tag-deutschland","tag-forschung","tag-germany","tag-gravastern","tag-kosmologie","tag-physik","tag-schwarze-loecher","tag-science","tag-science-technology","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116745563656610927","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1092563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1092563"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1092563\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1092564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1092563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1092563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1092563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}