{"id":1092702,"date":"2026-06-14T01:43:15","date_gmt":"2026-06-14T01:43:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092702\/"},"modified":"2026-06-14T01:43:15","modified_gmt":"2026-06-14T01:43:15","slug":"chronische-schmerzen-forscher-entschluesseln-hirnschaltkreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1092702\/","title":{"rendered":"Chronische Schmerzen: Forscher entschl\u00fcsseln Hirnschaltkreise"},"content":{"rendered":"<p>Neue Studien entschl\u00fcsseln die neuronalen Mechanismen, w\u00e4hrend innovative Medikamente und spezialisierte Angebote das therapeutische Spektrum erweitern.<\/p>\n<p>Schlafende Schmerzrezeptoren entdeckt<\/p>\n<p>Forscher der University of Texas at Dallas und der RWTH Aachen haben sogenannte schlafende Nozizeptoren als zentrale Akteure bei neuropathischen Schmerzen identifiziert. Die am 12. Juni in Cell ver\u00f6ffentlichte Studie zeigt: Der Oncostatin-M-Rezeptor und Somatostatin dienen als molekulare Marker.<\/p>\n<p>Anzeige: Forscher haben einen separaten Hirnschaltkreis f\u00fcr chronische Schmerzen entdeckt \u2013 und erste Ans\u00e4tze, ihn gezielt zu deaktivieren. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Ratgeber, wie diese Erkenntnisse neue Therapien erm\u00f6glichen und welche Alternativen zu Opioiden es gibt. <strong><a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/chronische-schmerzen-hirnschaltkreise-entschluesselt-neue-4714?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_971063:Topic_alternative_medicine_tcm:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=4714\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Eine zweite Studie in Nature beschreibt einen separaten Hirnschaltkreis f\u00fcr chronische Schmerzsignale. Dieser verbindet das R\u00fcckenmark \u00fcber Thalamus und Kortex mit dem Hirnstamm \u2013 unabh\u00e4ngig von der akuten Schmerzverarbeitung. Erste Experimente deuten darauf hin: Die gezielte Deaktivierung bestimmter Zellen lindert chronische Beschwerden, ohne die wichtige akute Schmerzreaktion zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Schlaf und Schmerz: Eine verh\u00e4ngnisvolle Verbindung<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Porto belegt seit dem 11. Juni einen bidirektionalen Zusammenhang zwischen Schlafst\u00f6rungen und Schmerzempfinden. Die verbindende Komponente: Neuroinflammation.<\/p>\n<p>Forscher der UW-Madison nutzen Optogenetik, um durch spezifische Tiefschlaf-Muster den Schlafdruck zu senken. Das Ziel: bessere kognitive Leistungsf\u00e4higkeit bei Schmerzpatienten.<\/p>\n<p>Cannabis-Extrakt als Opioid-Alternative<\/p>\n<p>Das M\u00fcnchner Unternehmen Vertanical hat f\u00fcr Exilby\u00ae, einen Cannabis-Vollspektrum-Extrakt, die Zulassung in Deutschland erhalten. Das Medikament behandelt chronische Kreuzschmerzen und neuropathische Beschwerden.<\/p>\n<p>Phase-3-Studien mit \u00fcber 1.200 Patienten, dokumentiert in Nature Medicine, belegen eine signifikante Schmerzreduktion \u00fcber zw\u00f6lf Monate. Die Ergebnisse zeigen gute Vertr\u00e4glichkeit und kein Abh\u00e4ngigkeitspotenzial. Die Markteinf\u00fchrung in Deutschland und \u00d6sterreich ist f\u00fcr September 2026 geplant.<\/p>\n<p>Hintergrund: J\u00e4hrlich gibt es rund 20 Millionen Opioidverschreibungen in Deutschland. Der neue Wirkstoff zielt darauf ab, diese Risiken zu reduzieren.<\/p>\n<p>Neue Versorgungsstrukturen entstehen<\/p>\n<p>Die Klinik am Hainberg er\u00f6ffnet zum 1. Juli eine Psychosomatische Institutsambulanz. Chef\u00e4rztin Dr. Kathrin Zittlau richtet sich an Patienten mit chronischen Schmerzen, Traumata oder Depressionen.<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t Regensburg leitet Dr. Andreas Rei\u00dfmann eine klinische Studie zur repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS). Die Untersuchung pr\u00fcft, ob eine einw\u00f6chige Intensivtherapie herk\u00f6mmliche, mehrw\u00f6chige Behandlungszyklen bei therapieresistenten Depressionen ersetzen kann. Ergebnisse werden bis Ende 2026 erwartet.<\/p>\n<p>Kinderrheuma: Fr\u00fchzeitig handeln<\/p>\n<p>In Deutschland leben bis zu 25.000 Kinder und Jugendliche mit rheumatischen Erkrankungen. Rund 15.000 sind von einer Juvenilen Idiopathischen Arthritis betroffen. Fachleute betonen: Eine konsequente und fr\u00fchzeitige Therapie ist entscheidend, um dauerhafte Gelenksch\u00e4den zu vermeiden.<\/p>\n<p>Die Rheuma Kinderklinik in Garmisch-Partenkirchen (seit 1952) hat eine Fundraising-Kampagne \u00fcber 20 Millionen Euro gestartet. Neben klassischen rheumatischen Krankheitsbildern r\u00fccken postvirale Syndrome wie Post-COVID und das Chronische Fatigue-Syndrom (ME\/CFS) in den Fokus.<\/p>\n<p>Digitale \u00dcberwachung gegen Borreliose<\/p>\n<p>Borreliose bleibt die h\u00e4ufigste bakterielle Zeckenkrankheit in Deutschland. Da keine Impfung verf\u00fcgbar ist und die Infektionsraten regional bis zu 35 Prozent erreichen, bleibt die klinische Diagnose essenziell. Die Wanderr\u00f6te tritt bei 50 bis 70 Prozent der Betroffenen auf. Eine Chronifizierung wird ab einer Krankheitsdauer von sechs Monaten definiert.<\/p>\n<p>Die Schweiz setzt auf digitale L\u00f6sungen: Das Programm NASURE (National Surveillance and Response) b\u00fcndelt zwischen 2026 und 2034 Gesundheitsdaten aus Laboren, Spit\u00e4lern und Praxen. Mit einem Budget von \u00fcber 50 Millionen Franken soll das System den automatisierten Datenaustausch erm\u00f6glichen und Reaktionszeiten im \u00f6ffentlichen Gesundheitswesen verk\u00fcrzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Studien entschl\u00fcsseln die neuronalen Mechanismen, w\u00e4hrend innovative Medikamente und spezialisierte Angebote das therapeutische Spektrum erweitern. 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