{"id":1093367,"date":"2026-06-14T08:42:16","date_gmt":"2026-06-14T08:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1093367\/"},"modified":"2026-06-14T08:42:16","modified_gmt":"2026-06-14T08:42:16","slug":"no-go-fuer-mehr-awareness-und-sicherheit-beim-feiern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1093367\/","title":{"rendered":"NO-GO!: f\u00fcr mehr Awareness und Sicherheit beim Feiern"},"content":{"rendered":"<p>Was kann ich tun, wenn ich beim Feiern gegen meinen Willen angemacht oder angefasst werde, oder sonstiges \u00fcbergriffiges Verhalten erlebe? Das Projekt NO-GO! setzt sich f\u00fcr bessere und sichtbarere Awareness-Strukturen in der Dresdner Clubszene ein.\n<\/p>\n<p>Die Hauptverantwortliche f\u00fcr das Projekt ist Lisa Ronja. Sie geht daf\u00fcr auf Einrichtungen zu und macht Vorschl\u00e4ge f\u00fcr bessere Sicherheit und Pr\u00e4vention von Bel\u00e4stigung und Gewalt beim Feiern. Auch f\u00fcr Betroffene von \u00fcbergriffigem Verhalten bietet NO-GO! eine Anlauf- und Vermittlungsstelle.<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-238752\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DSC08596-3.jpg\" alt=\"Tags\u00fcber ist es hier ruhig. Aber nachts tummeln sich vor dem Au\u00dfenbereich der Clubs an der Katharinenstra\u00dfe viele Partyg\u00e4ste, die von einem guten Awareness-Konzept profitieren k\u00f6nnten. Foto: Sebastian Diehl\" width=\"2400\" height=\"1350\"  \/>Tags\u00fcber ist es hier ruhig. Aber nachts tummeln sich vor dem Au\u00dfenbereich der Clubs an der Katharinenstra\u00dfe viele Partyg\u00e4ste, die von einem guten Awareness-Konzept profitieren k\u00f6nnten. Foto: Sebastian Diehl\n<\/p>\n<p>Anlaufstelle f\u00fcr Betroffene<\/p>\n<p>\u201eViele Leute scheuen sich, eine Opferberatung zu kontaktieren\u201c, sagt Lisa Ronja. Dabei sei es wichtig, dass Betroffene sich Hilfe holen. Seit 2019 gibt es das Projekt NO-GO!, das genau daf\u00fcr eine Anlaufstelle bieten will. Hier k\u00f6nnen sich Leute melden, die beim Feiern Situationen erlebt haben, in denen sie sich unsicher, unwohl, bedroht oder anderweitig bel\u00e4stigt gef\u00fchlt haben \u2013 alles anonym.\n<\/p>\n<p>NO-GO! leitet sie dann weiter: an das Awareness-Kollektiv Dresden, den RAA Sachsen (Regionale Arbeitsstellen und Angebote f\u00fcr Bildung, Beratung und Demokratie) oder an die Polizei. Erreichbar ist NO-GO! telefonisch oder per Mail. Wer dann antwortet, ist Lisa Ronja. Sie ist \u00fcberwiegend alleine f\u00fcr das Awareness-Projekt verantwortlich. Ab Juli soll sie Unterst\u00fctzung von einer zweiten Person bekommen, die dann auch Awareness-Workshops geben wird.<\/p>\n<p>Bei NO-GO! werden aber nicht nur Anliegen gesammelt und weitergeleitet. Mit konkreten Ma\u00dfnahmen konnte die Awareness-Situation an manchen Orten bereits verbessert werden \u2013 zum Beispiel mit Lichtinstallationen vor Clubs und einem Awareness-Team, das auch vor der Clubt\u00fcr pr\u00e4sent ist.\n<\/p>\n<p>Was ist Awareness?<\/p>\n<p>Aber was ist eigentlich Awareness? \u201eAchtsamkeit im Umgang miteinander\u201c, meint Lisa. \u00dcbersetzt bedeutet Awareness in etwa \u201eBewusstsein\u201c oder \u201eSensibilisierung\u201c. Im Kontext von Feier-, Festival- und Clubkultur bezeichnet Awareness Konzepte und Ma\u00dfnahmen, die darauf abzielen, einen m\u00f6glichst sicheren, respektvollen und diskriminierungsarmen Raum f\u00fcr Beteiligte zu schaffen. So gibt es zum Beispiel im Club \u201eobjekt klein a\u201c speziell geschulte Awareness-Teams, die w\u00e4hrend der Veranstaltungen ansprechbar sind.\n<\/p>\n<p>NO-GO-Report 2026<\/p>\n<p>Als Grundlage f\u00fcr die \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge dient der NO-GO!-Report 2026. Anfang des Jahres wurden in einer qualitativen Umfrage Daten von circa 80 Personen gesammelt und ausgewertet. Antworten wurden etwa gleicherma\u00dfen von Frauen und M\u00e4nnern gegeben, sowohl von selbst erlebten als auch von beobachteten Situationen. Wiederkehrende Muster in den Antworten waren unerw\u00fcnschtes Anfassen, aufdringliches, sexualisiertes Ansprechen, sexistische Kommentare sowie alkoholisierungsbedingte Enthemmung \u2013 vorrangig in den Tanz- und Bar-Bereichen von Clubs und Bars. Die Umfrage kommt zu dem Schluss, dass Grenz\u00fcberschreitungen strukturell pr\u00e4sent seien, T\u00e4ter gr\u00f6\u00dftenteils m\u00e4nnlich und alkoholisiert. Au\u00dferdem seien Handlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Betroffene nicht klar und Awareness-Strukturen nicht ausreichend sichtbar.\n<\/p>\n<p>Die Umfrage ist noch nicht abgeschlossen. NO-GO! sammelt weiter anonyme Umfragen und wertet sie aus. Die Daten best\u00e4tigen die Notwendigkeit f\u00fcr das Projekt und sind hilfreich f\u00fcr zuk\u00fcnftige Unterst\u00fctzung und Finanzierung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-238747\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DSC08620-1.jpg\" alt=\"An der Ecke Kamenzer Stra\u00dfe und Sch\u00f6nfelder Stra\u00dfe prangt ein Sticker von NO-GO. Unter dem QR-Code findet man die Umfrage. Foto: Sebastian Diehl\" width=\"2400\" height=\"1350\"\/>An der Ecke Kamenzer Stra\u00dfe und Sch\u00f6nfelder Stra\u00dfe prangt ein Sticker von NO-GO. Unter dem QR-Code findet man die Umfrage. Foto: Sebastian Diehl<br \/>\nUrsprung in der Party-Szene<\/p>\n<p>Hervorgegangen ist NO-GO! aus dem Tolerave e. V. und hat seinen Ursprung daher in der Club-Szene selbst. Das ist praktisch, da Beteiligte nah an den N\u00f6ten und Bed\u00fcrfnissen von Szene, Betroffenen und Veranstalter*innen sind. Seit 2025 ist das Projekt unabh\u00e4ngig von dem Verein und organisatorisch an das Awareness-Institut und die Awareness Anlaufstelle Ost angebunden. Somit wird NO-GO! auch nicht mehr \u00fcber die Gelder vom Tolerave finanziert, sondern f\u00fcr 2026 \u00fcber F\u00f6rderung durch den Stadtbezirksbeirat Neustadt in H\u00f6he von 4.490 Euro (<a href=\"https:\/\/www.neustadt-ticker.de\/236291\/aktuell\/aus-der-sitzung-des-stadtbezirksbeirates\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neustadt-Gefl\u00fcster vom 17. M\u00e4rz 2026<\/a>).\n<\/p>\n<p>NO-GO!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was kann ich tun, wenn ich beim Feiern gegen meinen Willen angemacht oder angefasst werde, oder sonstiges \u00fcbergriffiges&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1093368,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[24398,17820,3364,29,2386,30,231874,231875,2450,859,3931,10325],"class_list":["post-1093367","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-awareness","tag-clubs","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-germany","tag-no-go","tag-nogo","tag-party","tag-sachsen","tag-sicherheit","tag-uebergriff"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116747578106486406","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1093367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1093367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1093367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1093368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1093367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1093367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1093367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}