{"id":109512,"date":"2025-05-14T08:53:07","date_gmt":"2025-05-14T08:53:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109512\/"},"modified":"2025-05-14T08:53:07","modified_gmt":"2025-05-14T08:53:07","slug":"schaerfere-kontrollen-unnoetig-irregulaere-grenzuebertritte-in-die-eu-nehmen-massiv-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109512\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4rfere Kontrollen unn\u00f6tig?: Irregul\u00e4re Grenz\u00fcbertritte in die EU nehmen massiv ab"},"content":{"rendered":"<p>                    Sch\u00e4rfere Kontrollen unn\u00f6tig?<br \/>\n                Irregul\u00e4re Grenz\u00fcbertritte in die EU nehmen massiv ab<\/p>\n<p>\t\t\t\t              14.05.2025, 10:33 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Zahl der unerlaubten Einreisen auf den wichtigsten Fluchtrouten geht seit Anfang 2025 zur\u00fcck. Die EU wertet das als Erfolg der gemeinsamen Politik, auch mit den Partnerstaaten. F\u00fcr die neue Grenzpolitik der Bundesregierung k\u00f6nnten diese Zahlen ein Problem darstellen. <\/strong><\/p>\n<p>In der Europ\u00e4ischen Union sind in den ersten vier Monaten des Jahres deutlich weniger irregul\u00e4re Grenz\u00fcbertritte registriert worden als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl sank um knapp 30 Prozent auf rund 47.000, wie aus neuen EU-Daten hervorgeht. Der st\u00e4rkste R\u00fcckgang wurde demnach auf der sogenannten Westbalkanroute verzeichnet, wo nur noch rund 3100 Menschen gez\u00e4hlt wurden &#8211; ein Minus von 58 Prozent.<\/p>\n<p>Aber auch auf allen anderen wichtigen Routen gingen die Zahlen zur\u00fcck. So gab es auf der zentralen Mittelmeerroute von Nordafrika in Richtung Italien einen R\u00fcckgang der irregul\u00e4ren Grenz\u00fcbertritte um drei Prozent auf rund 15.700. Auf der \u00f6stlichen Mittelmeerroute in Richtung Griechenland sanken die Zahlen um 30 Prozent auf rund 12.200. Und in Richtung spanisches Festland kamen \u00fcber das Meer nur noch rund 3500 Menschen (minus 10 Prozent), in Richtung Kanarische Inseln lediglich noch rund 10.400 (minus 34 Prozent).<\/p>\n<p>Der f\u00fcr Migration zust\u00e4ndige EU-Kommissar Magnus Brunner wertet die Entwicklungen als Beleg f\u00fcr den Erfolg der gemeinsamen europ\u00e4ischen Politik. &#8222;Das zeigt, dass unsere Ma\u00dfnahmen greifen, gerade auch das verst\u00e4rkte Engagement mit Partnerl\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU&#8220;, meint der \u00d6sterreicher. Gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten arbeite man daran, die irregul\u00e4re Migration weiter einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Dabei gehe es auch darum, Schleppern das Handwerk zu legen, sagte Brunner. Sch\u00e4tzungen zufolge kassieren diese teils f\u00fcnfstellige Betr\u00e4ge f\u00fcr die Reiseorganisation. Die meisten Menschen kamen zuletzt aus den L\u00e4ndern Bangladesch, Afghanistan und Mali an.<\/p>\n<p>Problem f\u00fcr deutsche Migrationspolitik<\/p>\n<p>Zusammengestellt wurden die aktuellen Daten von der EU-Grenzschutzagentur Frontex mit Sitz in Warschau. Sie hat nach eigenen Angaben derzeit 3200 Beamte entlang der EU-Au\u00dfengrenzen im Einsatz. Sie arbeiten dort mit den nationalen Beh\u00f6rden zusammen und \u00fcberwachen auch Meeresgebiete, in denen immer wieder Migranten in Seenot geraten. Die Internationale Organisation f\u00fcr Migration (IOM) sch\u00e4tzt, dass allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres 555 Menschen auf See ums Leben gekommen sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr die neue deutsche Bundesregierung k\u00f6nnten die j\u00fcngsten EU-Zahlen unterdessen ein Problem darstellen. Grund ist, dass sie die aktuell verst\u00e4rkten Kontrollen an den deutschen Grenzen unter anderem mit unzureichenden Fortschritten in der EU-Migrationspolitik erkl\u00e4rt. Grunds\u00e4tzlich sollen im sogenannten Schengen-Raum eigentlich nur die EU-Au\u00dfengrenzen kontrolliert werden, um innerhalb des Schengen-Raums einen freien Personen- und Warenverkehr ohne l\u00e4stige Kontrollen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sch\u00e4rfere Kontrollen unn\u00f6tig? 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