{"id":1095673,"date":"2026-06-15T08:23:20","date_gmt":"2026-06-15T08:23:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1095673\/"},"modified":"2026-06-15T08:23:20","modified_gmt":"2026-06-15T08:23:20","slug":"sanktionen-eu-will-importe-von-alaska-seelachs-aus-russland-halbieren-lebensmittelpraxis-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1095673\/","title":{"rendered":"Sanktionen &#8211; EU will Importe von Alaska-Seelachs aus Russland halbieren \u2013 Lebensmittelpraxis.de"},"content":{"rendered":"<p>                Beitrag teilen<\/p>\n<p>Die EU-Kommission plant, die Einfuhr von russischem Alaska-Seelachs innerhalb von zwei Jahren um die H\u00e4lfte zu k\u00fcrzen. Deutschland w\u00e4re als gr\u00f6\u00dfter Abnehmer in der EU besonders betroffen. Das Th\u00fcnen-Institut warnt vor steigenden Preisen und Engp\u00e4ssen bei Fischst\u00e4bchen.<\/p>\n<p>\n                                            Montag, 15. Juni 2026, 10:14 Uhr\n                                    <\/p>\n<p>\n                    Theresa Kalmer (mit dpa)                <\/p>\n<p>                      Fischst\u00e4bchen geh\u00f6ren zu den wichtigsten Verarbeitungsprodukten aus Alaska-Seelachs. Geplante EU-Importbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr russische Ware k\u00f6nnten Auswirkungen auf Preise und Verf\u00fcgbarkeit haben.                    <\/p>\n<p>                      Bildquelle: Getty Images\n                            <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union plant im Rahmen ihres 21. Sanktionspakets gegen Russland eine deutliche Reduzierung der Einfuhr von Alaska-Seelachs. Das k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung des Th\u00fcnen-Instituts erhebliche Folgen f\u00fcr die deutsche Fischst\u00e4bchen-Produktion und die Preise im Supermarkt haben.<\/p>\n<p>Sanktionspaket k\u00f6nnte im Juli beschlossen werden<\/p>\n<p>Nach Recherchen der Nachrichtenagentur dpa sieht der Vorschlag der EU-Kommission eine Halbierung der Importmenge von Alaska-Seelachs aus Russland innerhalb von zwei Jahren vor. Unmittelbar nach Inkrafttreten soll die Einfuhr auf den Durchschnittswert der Jahre 2023 bis 2025 begrenzt werden. Nach einem Jahr d\u00fcrften dann nur noch 75 Prozent dieser Menge importiert werden, nach zwei Jahren nur noch 50 Prozent. Ein zun\u00e4chst diskutiertes komplettes Einfuhrverbot habe die EU wegen m\u00f6glicher negativer Folgen f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen und Verbraucher vorerst verworfen. Das Sanktionspaket soll laut Diplomaten sp\u00e4testens im Juli beschlossen werden und neben den Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr Alaska-Seelachs auch ein vollst\u00e4ndiges Importverbot f\u00fcr russischen Kabeljau ab 2028 umfassen.<\/p>\n<p>Deutschland gr\u00f6\u00dfter Abnehmer von Alaska-Seelachsfilet<\/p>\n<p>Deutschland ist laut dem Th\u00fcnen-Institut, das zum Gesch\u00e4ftsbereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums geh\u00f6rt, der gr\u00f6\u00dfte Abnehmer von Alaska-Seelachsfilet aus Russland in der EU. Allein im vergangenen Jahr importierte die Bundesrepublik nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 93.500 Tonnen gefrorene Filets im Wert von rund 228 Millionen Euro. Der Anteil Russlands an den deutschen Alaska-Seelachsfilet-Importen stieg dem Th\u00fcnen-Institut zufolge zwischen 2020 und 2024 von 15 auf 45 Prozent. In Deutschland stehen den Angaben zufolge die gr\u00f6\u00dften Fischst\u00e4bchenfabriken der Welt.<\/p>\n<p>Th\u00fcnen-Institut warnt vor \u201eFischst\u00e4bchenkrise\u201c<\/p>\n<p>Das Th\u00fcnen-Institut warnt in einem Dossier mit dem Titel \u201eDroht eine Fischst\u00e4bchenkrise?\u201c vor erheblichen Auswirkungen auf Angebot, Preise und Arbeitspl\u00e4tze in der deutschen fischverarbeitenden Industrie. Zwar gebe es in der Branche \u00dcberlegungen, die Fehlmenge durch andere Fischarten wie den S\u00fc\u00dfwasserfisch Pangasius aus Aquakultur zu ersetzen. Ein vollst\u00e4ndiger Ausgleich sei jedoch weder nach Menge noch nach Darbietungsform oder Preis m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Neben Russland produzierten nur US-amerikanische Fischereien vergleichbare Mengen an Alaska-Seelachs, diese seien aber durch langfristige Liefervertr\u00e4ge gebunden. Das Institut erwartet zudem, dass der von der EU nicht mehr abgenommene russische Fisch in andere Weltregionen geliefert wird \u2013 etwa nach China. \u201eIn der Summe w\u00fcrde die deutsche Fischindustrie und damit auch die Versorgung des europ\u00e4ischen Marktes mit g\u00fcnstigen Fischprodukten unwiderruflich Schaden nehmen\u201c, hei\u00dft es in dem Dossier.<\/p>\n<p>Iglo und Frosta schweigen bisher<\/p>\n<p>Die in Deutschland ans\u00e4ssigen Hersteller Iglo und Frosta \u00e4u\u00dferten sich laut dpa zun\u00e4chst nicht zu den geplanten Sanktionen. Ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums erkl\u00e4rte, die Bundesregierung unterst\u00fctze Ma\u00dfnahmen, die Russland die wirtschaftliche Basis f\u00fcr seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine entziehen. Das Ministerium pr\u00fcfe derzeit gemeinsam mit Wirtschaftsbeteiligten und der Wissenschaft die m\u00f6glichen Auswirkungen des Kommissionsvorschlags. Die EU hat in der Vergangenheit bereits die Einfuhr von russischem \u00d6l und Gas weitgehend eingeschr\u00e4nkt und Importverbote unter anderem f\u00fcr Zement, Holz, Diamanten und Gold erlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beitrag teilen Die EU-Kommission plant, die Einfuhr von russischem Alaska-Seelachs innerhalb von zwei Jahren um die H\u00e4lfte zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1095674,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,232324,548,942,663,158,3934,3935,13,5381,14,15,307,12,232325],"class_list":["post-1095673","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-alaska-seelachs","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-importe","tag-nachrichten","tag-news","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-thuenen-institut"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116753164418675218","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1095673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1095673"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1095673\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1095674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1095673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1095673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1095673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}