{"id":1096338,"date":"2026-06-15T14:42:18","date_gmt":"2026-06-15T14:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1096338\/"},"modified":"2026-06-15T14:42:18","modified_gmt":"2026-06-15T14:42:18","slug":"iran-deal-nach-107-tagen-donald-trump-triumphiert-aber-es-gibt-einen-haken-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1096338\/","title":{"rendered":"Iran-Deal nach 107 Tagen: Donald Trump triumphiert, aber es gibt einen Haken | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Washington\/Teheran\u2013 <b>Jetzt also doch! Noch gestern feierte US-Pr\u00e4sident Donald Trump die geplante \u201emautfreie \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus\u201c. Doch nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurde im letzten Moment doch noch eine Klausel in das Abkommen hinzugef\u00fcgt, die Geb\u00fchren f\u00fcr die Nutzung der Meerenge erlaubt.<\/b><\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Teheran hatte erst vor wenigen Wochen eine neue Hormus-Maut-Beh\u00f6rde geschaffen und dann wieder abgeschafft. Nach den Pl\u00e4nen der Mullah-Beh\u00f6rde sollten Schiffe f\u00fcr die Passage der Stra\u00dfe von Hormus bis zu <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland-und-internationales\/strasse-von-hormus-iran-fordert-zwei-millionen-dollar-maut-pro-durchfahrt-69c4f849fa06d6fca9f44fe2\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zwei Millionen Dollar Maut zahlen<\/a>. Ob das tats\u00e4chlich Teil des Abkommens ist, bleibt bislang unklar. Der vollst\u00e4ndige Text des Abkommens wurde noch nicht ver\u00f6ffentlicht. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Trotz des brutalen Vorgehens stehen weiterhin einige Iraner hinter den Mullahs\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/7146e407775cf676445bec1340d10b7e,ed7dd177.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Trotz des brutalen Vorgehens stehen weiterhin einige Iraner hinter den Mullahs<\/p>\n<p>Foto: ABEDIN TAHERKENAREH\/EPA<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Erst am Freitag \u2013 dem geplanten Tag der Unterzeichnung in Genf (Schweiz) \u2013 d\u00fcrfte sich zeigen, welche konkreten Vereinbarungen das Abkommen enth\u00e4lt und wie der Rahmen f\u00fcr eine weitere 60-t\u00e4gige Verhandlungsrunde aussieht. Fest steht aber: Alle bislang bekannten Details stammen aus Verlautbarungen des Mullah-Regimes und Berichten der regimetreuen Nachrichtenagentur Mehr News Agency. Von den USA wurde bislang nichts best\u00e4tigt. BILD beantwortet die wichtigsten Fragen:<\/p>\n<p>Warum kommt das Abkommen gerade jetzt?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Eine Schl\u00fcsselrolle spielte Katar. Das Emirat vermittelte gemeinsam mit Pakistan zwischen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/washington\/nachrichten-news-fotos-videos-20348392.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Washington<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/teheran\/nachrichten-news-fotos-videos-17368288.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Teheran<\/a> und soll auch in den kommenden Tagen weitere indirekte Gespr\u00e4che in Doha organisieren. DENN: Es hat gute Verbindungen zu beiden L\u00e4ndern. Hinzu kam Trumps Wunsch, die Einigung m\u00f6glichst an seinem 80. Geburtstag bekanntzugeben. Verk\u00fcndet wurde sie um 0.45 Uhr Teheraner Zeit \u2013 im Iran war der Geburtstag damit bereits vorbei, in Washington noch nicht.<\/p>\n<p>Wird jetzt endlich das Benzin billiger? <\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Die M\u00e4rkte reagierten sofort: Nach Bekanntgabe der Einigung fielen die \u00d6lpreise. Das macht auch g\u00fcnstigeren Sprit wahrscheinlicher. Doch bis die Entspannung an den Tankstellen ankommt, k\u00f6nnten noch Monate vergehen. Der ADAC beobachtet bislang keine Weitergabe der gesunkenen \u00d6lpreise \u201eim angemessenen Umfang\u201c an die Autofahrer. Auch Geopolitik-Experte Prof. Klemens Fischer (62) sagt zu BILD: \u201eWer annehmen sollte, dass der Spritpreis an der Zapfs\u00e4ule vor Ende September oder Anfang Oktober g\u00fcnstiger werden sollte, verrechnet sich.\u201c<\/p>\n<p><b>Klemens Fischer <\/b>ist Professor f\u00fcr Geopolitik und ehemaliger EU-Diplomat aus \u00d6sterreich. Seine Dissertation verfasste er \u00fcber V\u00f6lkerrecht. Er lehrt seit 2008 an der Universit\u00e4t K\u00f6ln und ist seit 2016 Honorarprofessor. Von 1993 bis 2023 war er Angeh\u00f6riger der \u00f6sterreichischen EU-Botschaft in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Wann fahren wieder Schiffe durch die Meerenge?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Eigentlich sollte die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus erst nach der geplanten Unterzeichnung am Freitag beginnen. Bis Minen ger\u00e4umt und Sicherheitsfragen gekl\u00e4rt sind, k\u00f6nnten aber noch bis zu 30 Tage vergehen, hei\u00dft es aus Teheran. Am Montag passierten jedoch bereits zwei Schiffe (LNG-Tanker \u201eDisha\u201c und Frachter \u201eKaiser\u201c) durch die Meerenge. Trump teilte auf Truth Social mit, die Reedereien w\u00fcrden eine s\u00fcdliche Route durch die Meerenge nutzen, welche \u201ev\u00f6llig sicher\u201c sei. Unklar ist, ob die Muallhs k\u00fcnftig \u2013 wie behauptet \u2013 Geb\u00fchren verlangen d\u00fcrfen, oder ob die beiden Schiffe f\u00fcr ihre Durchfahrt zahlen mussten. Experte Fischer h\u00e4lt eine Maut aber grunds\u00e4tzlich f\u00fcr denkbar. <\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">DENN: \u201eDer Iran wird auf eine Maut dr\u00e4ngen und sagen, dass die Stra\u00dfe von Hormus zum gr\u00f6\u00dften Teil sein Hoheitsgew\u00e4sser ist\u201c, so der Experte. Wahrscheinlicher sei aber eine internationale L\u00f6sung gemeinsam mit Oman \u2013 so wie es nun aus Teheran verk\u00fcndet wurde. Wie eine Mullah-Maut am Ende aussehen k\u00f6nnte? Denkbar ist laut Fischer \u201eeine Art internationale Agentur, wie auch am Panama- oder am Suezkanal\u201c.<\/p>\n<p>Wie geht es den Menschen im Iran?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Anfang des Jahres versprach Trump dem iranischen Volk: \u201eHilfe ist auf dem Weg!\u201c Doch von dem vollmundigen Versprechen ist wenig \u00fcbrig geblieben. Zwar t\u00f6teten die <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/usa\/thema-usa-alle-infos-80032950.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> bei ihren Luftangriffen Ober-Mullah Ali Chamenei (\u202086) und zahlreiche Spitzenfunktion\u00e4re des Regimes. Doch die F\u00fchrung wurde schnell ersetzt. Beobachter berichten sogar, dass die Repressionen gegen das iranische Volk w\u00e4hrend des <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/ereignisse\/kriege\/news-fotos-videos-17003492.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krieges<\/a> noch zugenommen haben.<\/p>\n<p>Hat Trump seine Kriegsziele erreicht?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Experten bezweifeln das. Trump wollte die iranische Marine zerschlagen, das Raketen- und Atomprogramm stoppen und das Regime st\u00fcrzen. Keines dieser Ziele scheint bislang erreicht. Das Regime ist weiter an der Macht, \u00fcber das Atomprogramm wird erst noch verhandelt und das Raketenarsenal gilt als (zumindest in Teilen) intakt. US-Experte Thomas J\u00e4ger (65) urteilt: Erreichte US-Kriegsziele \u201enull\u201c, iranische: \u201etausend\u201c.<\/p>\n<p><b>Prof. Thomas J\u00e4ger<\/b> ist Professor f\u00fcr internationale Politik und Au\u00dfenpolitik an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt in der Analyse der amerikanischen Au\u00dfenpolitik.<\/p>\n<p>Mehr zum ThemaH\u00e4lt der Frieden \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Die gr\u00f6\u00dfte Unsicherheit liegt derzeit zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Zwar soll die Waffenruhe auch diese Front umfassen. Doch <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/israel\/thema-israel-alle-infos-80028948.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> war an den Verhandlungen nicht beteiligt und bombardierte noch kurz vor der Einigung erneut Ziele in <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/beirut\/nachrichten-news-fotos-videos-17375550.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beirut<\/a>. <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/leute\/donald-trump\/thema-donald-trump-alle-infos-80018378.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> kritisierte Premier Benjamin Netanjahu (76) daraufhin scharf. Tatsache ist: Aus israelischer Sicht bleiben mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm sowie der Hisbollah im Libanon zentrale Bedrohungen bestehen. Die Folge: Erste Kabinettsmitglieder haben bereits Widerstand signalisiert. <\/p>\n<p>Frieden oder nur Feuerpause?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-5086\">Genau das werden die n\u00e4chsten 60 Tage zeigen. Erst dann wird verhandelt, was wirklich z\u00e4hlt: Atomprogramm, Uranbest\u00e4nde und Sanktionen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Washington\/Teheran\u2013 Jetzt also doch! 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