{"id":109713,"date":"2025-05-14T10:44:09","date_gmt":"2025-05-14T10:44:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109713\/"},"modified":"2025-05-14T10:44:09","modified_gmt":"2025-05-14T10:44:09","slug":"wiederaufbau-der-hamburger-bornplatzsynagoge-der-traum-bekommt-konturen-es-ist-ein-sehr-emotionaler-tag-fuer-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109713\/","title":{"rendered":"Wiederaufbau der Hamburger Bornplatzsynagoge: \u201eDer Traum bekommt Konturen. Es ist ein sehr emotionaler Tag f\u00fcr uns.\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge im Grindelviertel geht in eine entscheidende Phase. Heute werden der Fach-Jury die ersten 25 Entw\u00fcrfe vorgelegt. Entschieden wird, welche knapp ein Dutzend Entw\u00fcrfe es in die n\u00e4chste Runde schaffen. Der Gewinner soll im September feststehen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es war eine Premiere in zweifacher Hinsicht. Noch nie fand eine Landespressekonferenz auf Einladung der J\u00fcdischen Gemeinde Hamburg statt. Und noch nie sa\u00df man in einer solchen Zusammenkunft im Gebetsraum einer Synagoge. Was es mit dem Termin auf sich habe, blieb im Vorfeld vage. Klar war: Der Besuch von Pressevertretern unterschiedlicher Redaktionen in der Synagoge Hohe Weide bildet den Auftakt der insgesamt vierteiligen Reihe \u201eSpeed Dating mit dem Judentum\u201c, mit dem die J\u00fcdische Gemeinde unterschiedliche Akteure der Stadt im Laufe des Jahres zu sich einladen wird. <\/p>\n<p>Warum man ausgerechnet diesen Tag ausw\u00e4hlt hatte, wurde jedoch schnell deutlich: Heute und morgen erh\u00e4lt die Jury des Architekturwettbewerbs zum Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge Einblick in die ersten 25 Entw\u00fcrfe. Zum Gremium z\u00e4hlen auch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article247694262\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article247694262&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitglieder der Gemeinde<\/a>, darunter Daniel Sheffer, Unternehmer sowie Gr\u00fcnder und Sprecher der Stiftung Bornplatzsynagoge. Im Wechsel mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article205411789\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article205411789&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rabbiner Shlomo Bistritzky<\/a> beantwortete er Fragen rund um j\u00fcdisches Leben in der Stadt, wobei der laufende Architekturwettbewerb das Hauptthema war. \u201eDer Traum bekommt Konturen. Es ist ein sehr emotionaler Tag f\u00fcr uns\u201c, sagte Sheffer. Die Freude sei gro\u00df und zugegebenerma\u00dfen sei ihm auch ein wenig mulmig zumute. \u201eDieser Ort, der ehemalige Bornplatz, ist so hochemotional f\u00fcr uns Juden, nicht nur in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hamburg-staedtereise\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Hamburg finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hamburg-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Hamburg finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Hamburg finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburg<\/a>. Es wird der Ort sein, an dem wir beten und an dem unsere Vorfahren gebetet haben.\u201c <\/p>\n<p>Keine Rekonstruktion, bitte<\/p>\n<p>Es liege in der Natur eines solchen Prozesses, dass auch Ideen aufkommen, die wir an diesem Ort nicht sehen\u201c, so Sheffer, der sich gew\u00fcnscht h\u00e4tte, dass der Anteil an Juden, die der Jury angeh\u00f6ren, gr\u00f6\u00dfer ist als jetzt. Von den insgesamt 27 Jurymitgliedern sind sechs j\u00fcdischen Glaubens. Doch letztlich \u00fcberwiege die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article240878763\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article240878763&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neugier<\/a> auf das, was andere sich an diesem Ort vorstellen k\u00f6nnen. In vielerlei Hinsicht soll die neue Synagoge deutlich machen, dass die Gemeinde neue Wegen gehen will. \u201eDas Geb\u00e4ude soll keine Rekonstruktion sein, sondern ein zu Hause f\u00fcr alle Juden. Es soll ein Ort sein, an dem orthodoxe, aber auch liberale Juden beten, nicht unter einem Dach, aber T\u00fcr an T\u00fcr. Und: Wir wollen keinen Zaun.\u201c Anders als bei der Synagoge in der Hohen Weide und der Joseph Carlebach Grundschule im Grindelhof hat man ein Sicherheitskonzept vor Augen, das die Rolle der neuen Synagoge als Ort der Begegnung unterstreicht.<\/p>\n<p>Viele fragen sich, wie sich der Kuppelbau einf\u00fcgt in die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article205678747\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article205678747&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">L\u00fccke<\/a>, die das im Pflaster des Platzes eingelassene Mosaik-Mahnmal, das an den einstigen Grundriss der Synagoge angelehnt ist, f\u00fcr ihn freihielt. \u201eDaher w\u00e4re es stimmig, das Mahnmal in dem neuen Bau zu integrieren\u201c, so Sheffer. Neben dem Synagogenbau soll der Komplex auch ein weiteres Geb\u00e4ude umfassen, in dem es einen Gebetsraum f\u00fcr liberale Juden sowie R\u00e4ume f\u00fcr Begegnung und Austausch geben soll. <\/p>\n<p>Das j\u00fcdische Gebetshaus im Grindelviertel war einst das gr\u00f6\u00dfte seiner Art in Norddeutschland. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde es zerst\u00f6rt, auf Gehei\u00df der NSDAP-Gauleitung musste es die Gemeinde ein Jahr sp\u00e4ter auf eigene Kosten abrei\u00dfen. Eben hier, auf dem leeren Platz, soll die alte Synagoge wieder aufgebaut werden. Der neobarocke Bau von einst pr\u00e4gte einst das Stadtbild. Aus der Bebauung ragte die markante Kuppel in \u00fcber 40 Meter H\u00f6he hervor und war damit pr\u00e4gender Teil der Silhouette Hamburgs. In der J\u00fcdischen Gemeinde in Hamburg und in der Stadt war vor sechs Jahren der konkrete Wunsch entstanden, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article222226784\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article222226784&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese Synagoge wiederaufzubauen<\/a>. F\u00fcr dieses Vorhaben haben Senat und B\u00fcrgerschaft sowie der Bund ihre Unterst\u00fctzung erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Um die Realisierung des Vorhabens vorzubereiten, wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Untersuchungen zur Kl\u00e4rung der Rahmenbedingungen f\u00fcr den Wiederaufbau der Synagoge durchgef\u00fchrt. So wurde mit der von dem Bund finanzierten Machbarkeitsstudie gekl\u00e4rt, welche st\u00e4dtebauliche Struktur der k\u00fcnftigen Planung zugrunde gelegt wird. Ebenso wurde das Raumprogramm erarbeitet, auf dem der jetzt laufende Architekturwettbewerb fu\u00dft. Zuletzt wurden im Januar 2024 die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article248568284\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article248568284&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchungen des Arch\u00e4ologischen Museums Hamburg<\/a> auf dem Joseph-Carlebach-Platz abgeschlossen, die bedeutende historische Zeugnisse des zerst\u00f6rten Bethauses hervorgebrachten. Diese, auch das ist ein Wunsch der J\u00fcdischen Gemeinde, sollen in dem neuen Bau einen Platz finden. \u201eDie arch\u00e4ologischen Funde haben uns noch einmal deutlich vor Augen gef\u00fchrt, welch bedeutendes St\u00fcck Hamburg wir nach der Zerst\u00f6rung jetzt wieder entstehen lassen k\u00f6nnen\u201c, so Daniel Sheffer von der Stiftung Bornplatzsynagoge. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge im Grindelviertel geht in eine entscheidende Phase. 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