{"id":1097650,"date":"2026-06-16T04:08:15","date_gmt":"2026-06-16T04:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1097650\/"},"modified":"2026-06-16T04:08:15","modified_gmt":"2026-06-16T04:08:15","slug":"angeblicher-mitarbeiter-des-augsburger-ordnungsamtes-droht-tier-zu-beschlagnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1097650\/","title":{"rendered":"Angeblicher Mitarbeiter des Augsburger Ordnungsamtes droht, Tier zu beschlagnahmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es war das 17. Mal seit 2010, dass der Angeklagte mit der Justiz zu tun hatte. Seit Jugendzeit manisch depressiv, gab es immer wieder Phasen, in denen der gelernte Drucker, inzwischen Fr\u00fchrentner, austickte, straff\u00e4llig wurde, vor allem, wenn Drogen oder Alkohol im Spiel waren. F\u00fcr sechs Delikte aus dem Jahr 2024 wurde der gest\u00e4ndige 44-J\u00e4hrige <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/prozess-in-augsburg-wegen-streit-um-muellentsorgung-mann-geht-mit-messer-auf-mitbewohner-los-114424483\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">jetzt vor dem Amtsgericht Augsburg zu einer Freiheitsstrafe<\/a> von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, die zur Bew\u00e4hrung ausgesetzt wurde. Ein <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/auf-der-suche-nach-stress-junge-maenner-greifen-in-der-augsburger-altstadt-mehrere-passanten-an-114173528\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Teil der Verhandlung<\/a>: eine Drohung gegen\u00fcber einer Tierhalterin.\n  <\/p>\n<p>            Als die Frau davonlaufen will, droht der Angeklagte ihr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine Anwohnerin geht im M\u00e4rz 2024 in der Sch\u00f6pplerstra\u00dfe in Oberhausen mit ihrem Hund Gassi. Der \u201emarkiert\u201c einen Baum, da st\u00fcrzt sich der Angeklagte auf sie. Vom Ordnungsdienst sei er und m\u00fcsse von der Frau 30 Euro verlangen, weil ihr Hund an den Baum gepieselt habe. Die Frau will einen Ausweis des Mannes sehen, der zeigt ihr seine Gesundheitskarte. Sie bleibt skeptisch. N\u00e4chste Ansage des Angeklagten: 60 Euro f\u00fcr das Pieseln des Hundes. Als die Frau davonlaufen will, droht der Angeklagte ihr, den Hund zu beschlagnahmen und sie selbst an einen Pfosten zu fesseln. Die Polizei hilft der Hundehalterin.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Polizeibeamte m\u00fcssen auch eingreifen, als der Mann im Februar 2024 in einem Bus der Stadtwerke zur Mittagszeit zwei Frauen bel\u00e4stigt. Zun\u00e4chst setzt er sich neben eine 15-j\u00e4hrige Sch\u00fclerin, r\u00fcckt ihr immer n\u00e4her. Nicht lange, da habe er fast auf ihr draufgelegen, so die junge Frau als Zeugin. Und er habe sie mit den H\u00e4nden am Oberschenkel ber\u00fchrt. Nach bangen Minuten gelingt es der Jugendlichen, aus der Blockade des Mannes zu entkommen. Der setzt sich einige Sitze weiter zu einer jungen Frau, beginnt, diese zu bedr\u00e4ngen, ihr durch das Haar zu fahren. Als die Polizei eintrifft, ist der Mann zwar verschwunden, die Beamten erkennen ihn aber anhand von Zeugenbeschreibungen.\n  <\/p>\n<p>            Prozess in Augsburg: Bew\u00e4hrungsstrafe nach etlichen Delikten<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In zwei weiteren F\u00e4llen sind es Polizeibeamtinnen selbst, die Opfer des 44-J\u00e4hrigen werden. Als er bei Vorkommnissen einmal im Juni und einmal im Oktober 2024 in einer Bar in der Donauw\u00f6rther Stra\u00dfe kontrolliert werden soll, verliert er jede Beherrschung. \u00dcberzieht die eingesetzten Polizeibeamten mit \u00fcbelsten Beleidigungen. Drohungen folgen, es braucht mehrere Beamte, um den Tobenden am Boden liegend zu b\u00e4ndigen, zu fesseln und ins Bezirkskrankenhaus zu fahren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor Gericht gibt sich der Mann (Verteidiger Ralf Sch\u00f6nauer) reum\u00fctig. Zwar habe er nicht mehr an alle Vorf\u00e4lle konkrete Erinnerungen, aber er streite nicht ab, dass es so gewesen sein k\u00f6nnte, wenn Zeugen es so sagen.\n  <\/p>\n<p>            Gutachten attestiert dem Angeklagten eine bipolare St\u00f6rung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Gutachten aus dem Bezirkskrankenhaus, das dem Sch\u00f6ffengericht unter Vorsitz von Richter Marius Lidig vorlag, best\u00e4tigt eine \u201ebipolare St\u00f6rung\u201c, die bei dem Mann vorlag, und die urs\u00e4chlich f\u00fcr sein Verhalten gewesen sei. Das Gutachten begr\u00fcndet, dass der Mann zu der Zeit um das Jahr 2024 nur eingeschr\u00e4nkt schuldf\u00e4hig gewesen sei. Rund die H\u00e4lfte der 16 vorangegangenen Verfahren waren wegen Schuldunf\u00e4higkeit eingestellt worden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Diesmal kam es anders. Richter Lindig verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, setzte die Strafe aber zur Bew\u00e4hrung aus. Es machte bei allen Beteiligten Hoffnung, dass sich die Krankheit des Angeklagten, wenn er sich regelm\u00e4\u00dfig seine Medikamente verabreichen lasse, so weit unterdr\u00fccken lasse, dass keine Straftaten mehr passieren. Als Bew\u00e4hrungsauflage bekommt der Mann einen Bew\u00e4hrungshelfer zur Seite gestellt und er muss 180 Stunden gemeinn\u00fctzige Arbeit leisten.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war das 17. 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