{"id":1098016,"date":"2026-06-16T07:40:20","date_gmt":"2026-06-16T07:40:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1098016\/"},"modified":"2026-06-16T07:40:20","modified_gmt":"2026-06-16T07:40:20","slug":"haltestellenausbau-duesseldorf-politiker-empoert-ueber-verzoegerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1098016\/","title":{"rendered":"Haltestellenausbau D\u00fcsseldorf: Politiker emp\u00f6rt \u00fcber Verz\u00f6gerung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Frei nach dem Motto \u201eEigenlob stinkt nicht\u201c unterrichtet das Amt f\u00fcr Verkehrsmanagement die Mitglieder aller zehn Bezirksvertretungen aktuell \u00fcber den Stand des barrierefreien Ausbaus der Stadtbahn- und Stra\u00dfenbahnhaltestellen in der Landeshauptstadt. Dieser schreite kontinuierlich voran, hei\u00dft es in einer Informationsvorlage f\u00fcr die Politik: Im Hochflur-Stadtbahnnetz verf\u00fcgten etwa zwei Drittel aller Steige schon \u00fcber einen stufenlosen Einstieg, im Niederflur- und Stra\u00dfenbahnnetz die H\u00e4lfte aller Halte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der barrierefreie Ausbau von Haltestellen in NRW ist gesetzlich im Personenbef\u00f6rderungsgesetz verankert. Eigentlich sah die gesetzliche Vorgabe vor, dass alle Haltepunkte seit dem 1. Januar 2022 vollst\u00e4ndig barrierefrei sein sollten, damit mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Menschen einfacher mit Bus und Bahn unterwegs sein k\u00f6nnen. Doch landesweit h\u00e4ngt man zur\u00fcck, auch in D\u00fcsseldorf. Aktuell befindet sich der Um- und Ausbau von rund 40 Stadt- und Stra\u00dfenbahnhaltestellen gleichzeitig in Bearbeitung, wodurch, so die Verwaltung in ihrer Vorlage, \u201eeine effiziente Projektabwicklung deutlich erschwert wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deshalb wird nun vonseiten der Stadt umgesteuert: \u201eUm den barrierefreien Haltestellenausbau fokussiert weiter voranzutreiben, haben Verwaltung und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rheinbahn\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rheinbahn<\/a> ein neues Umsetzungsprogramm Schiene f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre erarbeitet\u201c, hei\u00dft es in der Informationsvorlage f\u00fcr die Politik: Dieses wurde \u201evor dem Hintergrund vorhandener Priorit\u00e4ten, personeller und finanzieller Ressourcen sowie des Fortschritts bereits laufender Planungen erstellt.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr den Stadtbezirk 9 bedeutet der vor\u00fcbergehende Planungsstopp, dass auf die Haltestellen entlang der Linien U72 und U76 Umbauten erst f\u00fcr nach dem Jahr 2030 in Aussicht gestellt sind. Betroffen sind diese vier Halte: Holthausen (Kamper Acker), Opladener Stra\u00dfe, Ickerswarder Stra\u00dfe und Elbruchstra\u00dfe. Dabei war man f\u00fcr den Hochbahnsteig am Kamper Acker schon seit einigen Jahren in der Entwurfsplanung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Nahverkehrsplan 2017 hatte dieser Halt die Priorit\u00e4tsstufe drei f\u00fcr den Halteabschnitt der U76 bekommen. Wegen der Kl\u00e4rung der Tragf\u00e4higkeit des dortigen Regenr\u00fcckhaltebeckens habe es dort einen langen Planungsstopp gegeben, hei\u00dft es in der Dokumentation zur Informationsvorlage. Zus\u00e4tzlich ist \u2013 wie bei den drei anderen von der Verschiebung betroffenen Haltestellen \u2013 zu lesen: \u201eDie Fortsetzung der Planung erfolgt in Abh\u00e4ngigkeit einer politischen Entscheidung zur Zukunft des Mischbetriebs in D\u00fcsseldorf.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf Anfrage unserer Redaktion erl\u00e4uterte ein Stadtsprecher, was darunter zu verstehen ist: \u201eDer barrierefreie Ausbau auf Streckenabschnitten, die sowohl von Hochflur- als auch Niederflurbahnen befahren werden, ist aufgrund der unterschiedlichen Bahnsteigh\u00f6hen st\u00e4dtebaulich herausfordernd. Aus diesem Grund erarbeitet die Stadtverwaltung verschiedene L\u00f6sungsans\u00e4tze, die unter anderem sowohl eine Trennung der Systeme als auch eine Beibehaltung des Mischbetriebs vorsehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie das aussehen k\u00f6nnte, dar\u00fcber soll dann auch bei der Aufstellung eines neuen Nahverkehrsplanes mit Experten und der Politik diskutiert werden. \u201eGem\u00e4\u00df Beteiligungskonzept zur Neuaufstellung des D\u00fcsseldorfer Nahverkehrsplans sollen unter anderem Gespr\u00e4che mit Politik und B\u00fcrgern in den Bezirken vor Ort stattfinden. Die Zukunft der Mischbetriebsstrecken wird somit parallel zu den laufenden Untersuchungen auch Thema sein\u201c, teilte der Stadtsprecher weiter mit.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) 9 waren quer durch alle Fraktionen entsetzt \u00fcber die deutliche zeitliche Verschiebung. \u201eIch bin fassungslos\u201c, sagte etwa die zweite stellvertretende Bezirksb\u00fcrgermeisterin Christine Majewski (Gr\u00fcne). Ulrich Hampe, Sprecher der CDU-Fraktion, verwies auf die einst von Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/stephan-keller\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stephan Keller<\/a> gegebene Zusage, dass der barrierefreie Umbau der Haltestelle Benrather Schlossallee 2029 h\u00e4tte erfolgen sollen. Auf der neuen Liste taucht dieser Halt schon gar nicht mehr auf: \u201eWir sollten den OB beim Wort nehmen\u201c, so Hampe. Und auch die nun geplante Fertigstellung der Haltestellen entlang der K\u00f6lner Landstra\u00dfe ab 2040 lie\u00df ihn fassungslos zur\u00fcck. Der eine oder andere BV-Politiker unkte sogar, dass er diesen Termin wohl nicht mehr erleben werde.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ines H\u00fcmmerich, BV-Mitglied f\u00fcr die CDU, die auch im Seniorenrat sitzt, verwies darauf, dass die Barrierefreiheit im \u00d6PNV ein Thema in fast jeder Sitzung des Seniorenrates sei. Andrea Wimschneider (Gr\u00fcne) \u00e4rgerte sich in der Sitzung, dass der Stadtbezirk 9 fast 100.000 Bewohner habe, aber mit keinem einzigen Projekt mit Fertigstellung bis 2030 auftauche.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie sich die Landeshauptstadt in den kommenden Jahren beim \u00d6PNV aufstellen will, wird im neu aufzustellenden Nahverkehrsplan hinterlegt, bei dem man im Zeitverzug ist. Auf Anfrage teilte der Stadtsprecher dazu mit, dass die Stadt die Arbeiten nun offiziell mit dem Kick-Off Ende M\u00e4rz begonnen habe. F\u00fcr den Erarbeitungsprozess wird eine Dauer von etwa drei Jahren veranschlagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frei nach dem Motto \u201eEigenlob stinkt nicht\u201c unterrichtet das Amt f\u00fcr Verkehrsmanagement die Mitglieder aller zehn Bezirksvertretungen aktuell&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1098017,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[12181,3364,29,3405,30,1209,12179,24899],"class_list":["post-1098016","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-andrea","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen","tag-roehrig","tag-stadtbezirk"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1098016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1098016"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1098016\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1098017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1098016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1098016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1098016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}