{"id":1098263,"date":"2026-06-16T10:00:22","date_gmt":"2026-06-16T10:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1098263\/"},"modified":"2026-06-16T10:00:22","modified_gmt":"2026-06-16T10:00:22","slug":"basketball-nba-europe-24-milliarden-euro-und-1000-vollzeit-jobs-fuer-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1098263\/","title":{"rendered":"Basketball, NBA Europe: 2,4 Milliarden Euro und 1000 Vollzeit-Jobs f\u00fcr Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>In einem Jahr will die NBA mit ihrem Europa-Ableger in Berlin und M\u00fcnchen an den Start gehen. Die wirtschaftlichen Zahlen sind vielversprechend, doch es werden potente Investoren ben\u00f6tigt. Bis zum Monatsende m\u00fcssen die Gebote platziert werden.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es ist der moderne Klassiker des deutschen Basketballs. Auch in diesem Jahr stehen sich das Star-Ensemble von Bayern M\u00fcnchen und das junge Team von Alba Berlin im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen\u00fcber. Vor Spiel drei der Serie (1:1) am Mittwoch <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.dyn.sport\/aktion\/bild\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.dyn.sport\/aktion\/bild&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">(20.30 Uhr\/Dyn)<\/a> in der Hauptstadt wird immer deutlicher, welche zentrale Rolle beide Standorte auch in den Pl\u00e4nen der NBA f\u00fcr eine eigene Europa-Liga spielen \u2013 und welche enormen Konsequenzen dieser Schritt haben k\u00f6nnte. Im Herbst 2027 soll die NBA Europe an den Start gehen und die neue K\u00f6nigsklasse des Kontinents werden.<\/p>\n<p>Auch wenn andere deutsche Standorte Interesse gezeigt haben, sagte NBA-Europachef George Aivazoglou zuletzt \u00fcber Berlin und M\u00fcnchen: \u201eWir konzentrieren uns auf die beiden St\u00e4dte, die wir als die wichtigsten Chancen identifiziert haben.\u201c Alba selbst bekennt sich klar zum Interesse an der Liga, will sogar eine neue Arena bauen. Die Bayern, die in der Euroleague spielen, geben sich \u00f6ffentlich etwas zur\u00fcckhaltender. Doch wie k\u00f6nnte die geplante Liga den Basketball in Deutschland ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p>NBA Europe mit Einnahmen in Milliardenh\u00f6he?<\/p>\n<p>F\u00fcr einen der festen Startpl\u00e4tze der Liga haben die NBA und der Weltverband Fiba in der ersten Runde hohe Angebote bekommen, im Bereich von 500 Millionen bis 1 Milliarde Dollar (rund 860 Millionen Euro). Die finalen Offerten m\u00fcssen bis Ende des Monats gemacht werden. Alba und die Bayern m\u00fcssten sicher mit Investoren zusammenarbeiten, um diese Summen zu stemmen. <\/p>\n<p>Die Partner NBA und Fiba glauben an gro\u00dfes Wachstum f\u00fcr den Basketball auf dem Kontinent. \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Chance in der Welt des Sports bietet der europ\u00e4ische Basketball. Basketball in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/Euro\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/Euro\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> macht weniger als 0,5 Prozent der 50 Milliarden Dollar schweren Sportindustrie aus\u201c, sagte NBA-Europachef George Aivazoglou schon im Januar.<\/p>\n<p>Daten von \u201eThe Sports Consultancy\u201c, die der dpa vorliegen, sehen das Potenzial, durch die NBA Europe auch auf der Einnahmenseite in neue finanzielle Sph\u00e4ren vorzudringen. Im Zeitraum von 2027 bis 2036 k\u00f6nnten in Deutschland an den Standorten Berlin und M\u00fcnchen demnach gesch\u00e4tzte Gesamtums\u00e4tze in H\u00f6he von 7 Milliarden Dollar (rund 6 Milliarden Euro) generiert werden. Darin enthalten sind unter anderem Ticket- und Merchandise-Verk\u00e4ufe sowie Fernsehrechte, aber auch indirekte Posten wie \u00dcbernachtungen von Fans in Hotels oder Besuche von Restaurants an der Halle. <\/p>\n<p>Die Bruttowertsch\u00f6pfung f\u00fcr das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird auf 2,8 Milliarden Dollar oder rund 2,4 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt. Fast 1000 Vollzeit-Jobs k\u00f6nnten demnach j\u00e4hrlich im Zusammenhang mit der NBA Europe in Deutschland gesichert werden, wie es in der Prognose hie\u00df.<\/p>\n<p>Deutschland als Boom-Markt der NBA Europe<\/p>\n<p>Der Sport\u00f6konom Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln macht ebenfalls einen \u201eunterentwickelten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/basketball\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/basketball\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Basketballmarkt<\/a> in Europa\u201c aus. \u201eDas, was bisher sozusagen als europ\u00e4ische Liga oder Ligen an den Markt gegangen ist, ist letztendlich auch in wirtschaftlicher Hinsicht nicht ganz \u00fcberzeugend\u201c, sagte er. Deswegen sei es interessant f\u00fcr die NBA, mit ihrem Kapital und ihrer Kompetenz so ein Projekt zu starten. Die bisherigen Probleme zeigen aber auch, dass starkes Wachstum kein Selbstl\u00e4ufer ist.<\/p>\n<p>\u201eGleichzeitig ist der europ\u00e4ische Kontinent von der Bev\u00f6lkerungszahl gro\u00df, wirtschaftlich stark und hat in vielen L\u00e4ndern eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/basketball-em\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/basketball-em\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Basketball<\/a>kultur\u201c, sagte Breuer. Erhebungen der Marktforschungsplattform Global Web Index weisen Basketball als am schnellsten wachsenden Sport in Deutschland aus. Das Nationalteam ist amtierender Welt- und Europameister. Franz und Moritz Wagner sowie Dennis Schr\u00f6der sind nur die bekanntesten von inzwischen zahlreichen NBA-Spielern.<\/p>\n<p>Breuer gibt aber auch zu bedenken: \u201eUmgekehrt muss man sagen: In einigen L\u00e4ndern, dazu geh\u00f6rt auch Deutschland, wird es noch sehr lange dauern, bis der Basketball auch nur ann\u00e4hernd in der N\u00e4he des Fu\u00dfballs ist.\u201c <\/p>\n<p>Schon jetzt sind vor allem die Bayern dem Rest der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/basketball-bundesliga-bbl\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/basketball-bundesliga-bbl\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Basketball-Bundesliga<\/a> (BBL) finanziell weit enteilt. Durch eine Teilnahme an der NBA Europe k\u00f6nnte sich der finanzielle Abstand noch vergr\u00f6\u00dfern. \u201eF\u00fcr nationale europ\u00e4ische Ligen ist ein europ\u00e4ischer Wettbewerb immer riskant. Insbesondere, wenn es dort viel Geld zu verdienen gibt oder mehr Geld zu verdienen gibt als im nationalen Wettbewerb\u201c, sagt Breuer. \u201eUmgekehrt muss man sagen, verleiht es der Liga dann aber auch ein St\u00fcck Attraktivit\u00e4t, wenn dadurch noch gr\u00f6\u00dfere Stars, internationale Stars, spielen k\u00f6nnen.\u201c Auch deutsche Talente, die momentan h\u00e4ufig den Weg an US-Colleges w\u00e4hlen, k\u00f6nnten l\u00e4nger in Europa bleiben.<\/p>\n<p>Viel Wert legen NBA und Fiba darauf, dass ihre neue Liga allen Klubs die Chance zur sportlichen Qualifikation geben soll, anders als aktuell in der privatwirtschaftlichen Euroleague. Zehn bis zw\u00f6lf Teams sollen einen festen Startplatz in der neuen Liga bekommen. Vier bis sechs Teilnehmer k\u00f6nnen sich j\u00e4hrlich etwa \u00fcber Erfolge in der Basketball-<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/champions-league\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/champions-league\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Champions-League<\/a> oder bei einem Qualifikationsturnier einen Platz sichern. \u201eSolange man eine sehr gute Mannschaft aufstellt und solange diese Mannschaft gut spielt, hat man das Recht zu tr\u00e4umen\u201c, sagte Aivazoglou. Die Qualifikanten sollen auch an den Einnahmen des Wettbewerbs beteiligt werden.<\/p>\n<p>lw\u00f6\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In einem Jahr will die NBA mit ihrem Europa-Ableger in Berlin und M\u00fcnchen an den Start gehen. 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