{"id":109839,"date":"2025-05-14T11:52:15","date_gmt":"2025-05-14T11:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109839\/"},"modified":"2025-05-14T11:52:15","modified_gmt":"2025-05-14T11:52:15","slug":"eine-chance-fuer-den-lebensmittelport-schoenau-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/109839\/","title":{"rendered":"Eine Chance f\u00fcr den LebensmittelPort Sch\u00f6nau \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich soll es ein gro\u00dfer, zusammenh\u00e4ngender Landschaftspark werden \u2013 von Sch\u00f6nau bis zum Lindenauer Hafen. Deswegen hat die Stadt schon vor Jahren beschlossen, dass alle Geb\u00e4ude und versiegelten Fl\u00e4chen hier verschwinden sollen. Aber mit der Initiative f\u00fcr einen LebensmittelPort in den dort befindlichen ehemalige Polizeigeb\u00e4uden ist seit einiger Zeit eine neue Idee im Raum, die im Dezember auch Unterst\u00fctzung durch die Fraktionen von SPD und Gr\u00fcnen im Leipziger Stadtrat fand. Auf deren Antrag, nicht alle Geb\u00e4ude abzurei\u00dfen, reagiert nun das Stadtplanungsamt mit einem Kompromissvorschlag.<\/p>\n<p>Auch wenn nach wie vor gilt: \u201eDer \u201aLandschaftspark Sch\u00f6nau\u2018 soll als zusammenh\u00e4ngender Landschaftspark vom Lindenauer Hafen \u00fcber die Sch\u00f6nauer Lachen bis zum Sch\u00f6nauer Park und Leipzig-Gr\u00fcnau entwickelt werden. Auf dem benannten Gel\u00e4nde sollen Ausgleichs- und Kompensationsma\u00dfnahmen von st\u00e4dtischen Bauvorhaben oder aus Bebauungspl\u00e4nen umgesetzt werden. Ein Erhalt von Geb\u00e4uden und ihre Nutzung f\u00fcr eine regionale Lebensmittelwirtschaft soll in der weiteren Planung gepr\u00fcft werden.\u201c<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/888793ec32b54a4faafa79291d4bbc2c.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/05\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Das ist die kleine \u00c4nderung, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2023542&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit der die Stadt jetzt auf den Antrag von SPD und Gr\u00fcnen eingeht.<\/a><\/p>\n<p>Das Stadtplanungsamt betont in seiner Vorlage, die am 21. Mai in der Ratsversammlung behandelt werden soll, extra: \u201eDie Fl\u00e4chen westlich des Lindenauer Hafens (Flurst\u00fccke 648\/10, 648\/14 der Gemarkung Lindenau und dem Flurst\u00fcck 84\/2 der Gemarkung Sch\u00f6nau) wurden mittels Grundst\u00fcckstausch mit dem Freistaat Sachsen ausdr\u00fccklich zum Zwecke der Entsiegelung bzw. Umsetzung von Kompensationsma\u00dfnahmen erworben. Unter Hinzunahme des benachbarten st\u00e4dtischen Flurst\u00fccks 1197\/46 der Gemarkung Lindenau wurde die Fl\u00e4chenkulisse f\u00fcr die naturnahe Entwicklung gesichert.\u201c<\/p>\n<p>Freistaat will die Geb\u00e4ude noch ein paar Jahre nutzen<\/p>\n<p>Dabei besteht noch gar kein akuter Handlungsdruck, denn einige der Fl\u00e4chen nutzt der Freistaat Sachsen noch immer und will sie auch weiter nutzen.<\/p>\n<p>\u201eEin Gro\u00dfteil des erworbenen Areals wird noch mindestens bis Ende 2025 vom Freistaat Sachsen genutzt. Der Freistaat hat zudem die Option, dieses Nutzungsrecht f\u00fcr bis zu f\u00fcnf Jahre zu verl\u00e4ngern; von diesem Recht m\u00f6chte der Freistaat nach aktuellem Sachstand auch Gebrauch machen. Auf dieser Teilfl\u00e4che befinden sich die gr\u00f6\u00dften und besterhaltendsten Hallen\u201c, schreibt das Stadtplanungsamt.<\/p>\n<p>Das auch darauf hinweist, dass f\u00fcr eine Erhalt der Geb\u00e4ude und eine Weiternutzung als LebensmittelPort auch ein neuer Bebauungsplan notwendig w\u00e4re.<\/p>\n<p>Denn: \u201eF\u00fcr die Umnutzung des Gel\u00e4ndes als Gewerbestandort besteht derzeit nicht das Planungsrecht. Im Fl\u00e4chennutzungsplan (FNP) ist das Areal seit 2019 als Gr\u00fcnfl\u00e4che ausgewiesen. F\u00fcr die Umsetzung der im Antrag geforderten Einrichtung eines \u2018Lebensmittel-Ports\u2019 w\u00e4re sowohl die \u00c4nderung des Fl\u00e4chennutzungsplans (FNP) als auch die Aufstellung eines Bebauungsplans mit einem gewerblichen Schwerpunkt notwendig.\u201c<\/p>\n<p>Millionen teure Erschlie\u00dfung<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch ein nicht ganz billiges Problem: \u201eEine vollumf\u00e4ngliche Erschlie\u00dfung der Grundst\u00fccke auf der Westuferseite des Lindenauer Hafens ist nicht gegeben. Eine Nachnutzung der Bestandsgeb\u00e4ude \u2013 insbesondere f\u00fcr die Produktion von Lebensmitteln \u2013 w\u00fcrde umfangreiche Anpassungen der infrastrukturellen Ausstattung mit Leitungen und Kan\u00e4len, der W\u00e4rme- und Stromversorgung, Telekommunikation, Niederschlagswassermanagement etc. erforderlich machen.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine angemessene mediale Anbindung sowie die f\u00fcr den Lieferverkehr notwendige Erschlie\u00dfung des Gel\u00e4ndes als Produktionsstandort werden Erschlie\u00dfungskosten in Millionen-H\u00f6he gesch\u00e4tzt. Diese Erschlie\u00dfungskosten m\u00fcssten von Nutzern \u00fcbernommen werden. Ob potenzielle Nutzer in der Lage w\u00e4ren, die Erschlie\u00dfungskosten zu tragen, ist unklar. Im kommunalen Haushalt stehen f\u00fcr die Erschlie\u00dfung solch eines neuen Gewerbestandorts auf absehbare Zeit keine Finanzen zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/p>\n<p>Das m\u00fcssten also die Ideengeber der Egenberger Lebensmittel GmbH kl\u00e4ren, welche die Idee des <a href=\"http:\/\/lebensmittelport.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LebensmittelPorts<\/a> auf den Tisch gepackt haben.<\/p>\n<p>Aber das Stadtplanungsamt gesteht auch zu, dass die Idee nicht verkehrt ist. Deshalb soll sie trotzdem gepr\u00fcft werden: \u201eDie M\u00f6glichkeit des Erhalts von Geb\u00e4uden und baulichen Strukturen wird als Pr\u00fcfauftrag in die Aufgabenstellung des landschaftsplanerischen Wettbewerbs aufgenommen. Denkbar w\u00e4re etwa der Erhalt und die Weiternutzung von sogenannten Kalthallen.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung der regionalen, \u00f6kologischen und sozialen Lebensmittelwirtschaft wird grunds\u00e4tzlich von der Stadtverwaltung begr\u00fc\u00dft. Gepr\u00fcft werden soll daher, ob und welche Elemente einer Lebensmittelwirtschaft im Sinne des \u201aLebensmittelPorts\u2018 am Standort vertr\u00e4glich mit dem Landschaftspark verbunden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Parallel steht das Amt f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung im engen Kontakt mit dem Initiator der Projektidee, insbesondere f\u00fcr die Suche nach einer Standortalternative im Stadtgebiet. Bisher kommen f\u00fcr das Unternehmen keine anderen Standorte f\u00fcr die Realisierung eines \u201aLebensmittel-Ports\u2018\u00a0in Betracht. Die Stadtverwaltung unterst\u00fctzt weiterhin die Vermittlung alternativer Standorte.\u201c<\/p>\n<p>Auch die m\u00f6gliche Vergabe in Erbbaupacht wird zumindest erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Ein Wettbewerb f\u00fcr den Landschaftspark Sch\u00f6nau<\/p>\n<p>Aber zentraler Punkt des Beschlussvorschlags, den die Verwaltung jetzt vorgelegt hat, bleibt auch weiterhin: \u201eDas genannte Gesamtareal soll entsprechend der strategischen Ziele der Stadt Leipzig als Entsiegelungs- und Aufwertungsfl\u00e4chen f\u00fcr Natur, Landschaft und Erholung in Form des \u201aLandschaftsparks Sch\u00f6nau\u2018 entwickelt werden. Bisher sind die Fl\u00e4chen zu gro\u00dfen Teilen mit Betonplatten versiegelt und von Hallen und Werksgeb\u00e4uden bestanden.\u201c<\/p>\n<p>Daf\u00fcr soll es noch 2025 einen Gestaltungswettbewerb geben, merkt das Stadtplanungsamt an: \u201eAls Grundlage f\u00fcr die Gestaltung des \u201aLandschaftsparks Sch\u00f6nau\u2018 wird in 2025 ein Wettbewerb durchgef\u00fchrt. Anhand des Wettbewerbsergebnisses werden die m\u00f6glichen Wertpunkte f\u00fcr Ausgleichs- und Kompensationsma\u00dfnahmen, die auf diesem Gel\u00e4nde umgesetzt werden k\u00f6nnen, ermittelt.\u201c<\/p>\n<p>Und ebenso kann damit ermittelt werden, ob ein Teil der 32 Hallen und Geb\u00e4ude auf dem Gel\u00e4nde vielleicht doch f\u00fcr einen LebensmittelPort genutzt werden k\u00f6nnte. Am 21. Mai jedenfalls ist erst einmal eine kleine Diskussion dazu in der Ratsversammlung zu erwarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich soll es ein gro\u00dfer, zusammenh\u00e4ngender Landschaftspark werden \u2013 von Sch\u00f6nau bis zum Lindenauer Hafen. 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