{"id":1098873,"date":"2026-06-16T15:46:23","date_gmt":"2026-06-16T15:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1098873\/"},"modified":"2026-06-16T15:46:23","modified_gmt":"2026-06-16T15:46:23","slug":"bauexperte-deutschland-kann-vom-sachsen-tempo-bei-chipfabriken-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1098873\/","title":{"rendered":"Bauexperte: Deutschland kann vom Sachsen-Tempo bei Chipfabriken lernen"},"content":{"rendered":"<p>\t<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Infineon-IMG_20240327_125542.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197873\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Infineon-IMG_20240327_125542.webp\" alt=\"Blick aus der Chefetage auf die Baustelle der Chipfabrik 4 von Infineon Dresden im M\u00e4rz 2024. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Blick aus der Chefetage auf die Baustelle der Chipfabrik 4 von Infineon Dresden im M\u00e4rz 2024. Foto: Heiko Weckbrodt<br \/>\nMikroelektronik-Standort Dresden macht es vor: Auch milliardenschwere Gro\u00dfprojekte sind z\u00fcgig realisierbar<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 16.06.26. Beh\u00f6rden und allzu beh\u00e4bige Investoren k\u00f6nnen sich am s\u00e4chsischen Mikroelektronik-Standort Sachsen eine Scheibe abschneiden, wenn es darum geht. Gro\u00dfprojekte selbst im \u00fcberregulierten und \u00fcberb\u00fcrokratischen Deutschland flott zu realisieren. Das hat der Baumanager <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/klaus-peter-stoeppler\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klaus-Peter St\u00f6ppler<\/a> eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<blockquote><p>\n<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Klaus-Peter-Stoeppler.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197872\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Klaus-Peter-Stoeppler.webp\" alt=\"Bau- und Immobilienfachmann Klaus-Peter St\u00f6ppler \/ Fotorechte: Klaus-Peter St\u00f6ppler \" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Bau- und Immobilienfachmann Klaus-Peter St\u00f6ppler \/ Fotorechte: Klaus-Peter St\u00f6ppler<\/p>\n<p><strong>\u201eSilicon Saxony ist eine Blaupause, wie sich Deutschland auf wichtigen Zukunftsm\u00e4rkten positionieren kann.\u201c<br \/><\/strong>Baumanager Klaus-Peter St\u00f6ppler<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die weit verbreitete Behauptung, Deutschland k\u00f6nne keine Gro\u00dfprojekte mehr erfolgreich umsetzen, sei schlichtweg falsch: \u201eSilicon Saxony ist eine Blaupause, wie sich Deutschland auf wichtigen Zukunftsm\u00e4rkten positionieren kann\u201c, meint St\u00f6ppler. \u201eDie \u00dcbertragung dieses Erfolgsmodells auf andere Zukunftsm\u00e4rkte wie Raumfahrt, Drohnen und Robotik muss gelingen, um Deutschland langfristig eine wirtschaftlich attraktive Zukunft zu verschaffen.\u201c<\/p>\n<p>Infineon er\u00f6ffnet Dresden-Fab Nr. 4 Anfang Juli \u2013 drei Monate vorfristig<\/p>\n<p align=\"left\">Konkret verweist der Bauexperte auf die neuen Chipfabriken von Infineon, Bosch, TSMC und anderen Halbleiter-Schwergewichten, die in Rekordtempo ihre Baugenehmigungen bekamen und ihre Mikroelektronik-Werke teils sogar vorfristig in Betrieb nehmen konnten. So startet beispielsweise Infineon in wenigen Tagen seine vierte Fab in Dresden \u2013 <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2026\/06\/03\/chip-boom-in-dresden-neues-elb-wasserwerk-stillt-ab-2030-durst-der-halbleiterindustrie\/197717\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein Vierteljahr eher als anfangs geplant<\/a>.<\/p>\n<p>Sachsens Beh\u00f6rden arbeiten mit verschr\u00e4nkten Teilgenehmigungen<\/p>\n<p align=\"left\">Auch bei TSMC hatten die Beh\u00f6rden in Dresden sowie auf Landes- und Bundesebene mit <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/09\/18\/tsmc-chipfabrik-dresden-bekommt-hochbau-erlaubnis\/195274\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Voraberlaubnissen <\/a>und <a href=\"http:\/\/Projektmanager\/\" rel=\"nofollow\">Teilgenehmigungen gearbeitet und koordinierende Projektmanager eingesetzt<\/a>, um das Verfahren zu beschleunigen. Solche Beispiele zeigen <a href=\"https:\/\/www.medienservice.sachsen.de\/medien\/news\/1090665\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nach Meinung des s\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Michael Kretschmer<\/a> (CDU), \u201ewie es auch unter den komplexen Regulierungsbedingungen in Deutschland gelingen kann, Investitionsvorhaben in einem wettbewerbsf\u00e4higen Zeitplan umzusetzen\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TSMC-ESMC-20250617_142153.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-195152\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TSMC-ESMC-20250617_142153.jpg\" alt=\"Baustelle der ESMC-Fabrik in Dresden. Die Entscheidung der Muttergesellschaft TSMC, in Sachsen zehn Milliarden zu investieren, gilt als Adelsschlag f\u00fcr den Mikroelektronik-Standort. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1000\" height=\"477\"  \/><\/a>Archivbild von der Baustelle der TSMC-ESMC-Fabrik in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Das sieht Bauprojektmanager St\u00f6ppler \u00e4hnlich: Deutschland tue sich immer wieder schwer, gro\u00dfe Vorhaben wie den Flughafen Berlin-Brandenburg, die Sanierung von Schienennetz, Autobahnen und Br\u00fccken z\u00fcgig umzusetzen. Doch \u201eVerz\u00f6gerung\u201c sei kein in Stein gemei\u00dfeltes Gesetz: \u201eDie erfolgreiche Entwicklung von Silicon Saxony in Dresden zeigt, dass Deutschland allen Unkenrufen zum Trotz Gro\u00dfprojekte erfolgreich durchf\u00fchren kann\u201c, argumentiert er.<\/p>\n<p>Entscheidend: Ziele sind klar, Finanzierung steht und Beh\u00f6rden ziehen mit<\/p>\n<p>Der entscheidende Unterschied zwischen erfolgreichen und gescheiterten Gro\u00dfprojekten bestehe nicht in der Technologie oder der Gr\u00f6\u00dfe der Investition: \u201eFast alle Problemprojekte weisen dieselben Symptome auf: unklare Zielsetzungen, zu viele Entscheidungsebenen, mangelnde Verantwortlichkeiten und eine fehlende Gesamtsteuerung. Erfolgreiche Projekte dagegen zeichnen sich durch klare Priorit\u00e4ten und eindeutige Entscheidungsstrukturen aus.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/dragonfly-eu1-phase01-cam04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-182487\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/dragonfly-eu1-phase01-cam04.jpg\" alt=\"Die Visualisierung zeigt den Eingangsbereich der geplanten Intel-Doppelfabrik in Magdeburg. Grafik: Intel\" width=\"1000\" height=\"647\"  \/><\/a>Wurde letztlich vom US-Halbleiterprimus abgeblasen: Die Visualisierung zeigt den Eingangsbereich der urspr\u00fcnglich geplanten Intel-Doppelfabrik in Magdeburg. Grafik: Intel<\/p>\n<p>Dies zeige sich eben auch an den Mikroelektronik-Gro\u00dfinvestitionen in Sachsen, die \u2013 anders als etwa die <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2024\/09\/17\/intel-baut-vorerst-doch-keine-chipfabrik-in-magdeburg\/192315\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Intel-Fabs in Magdeburg<\/a> oder die <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/04\/29\/desastroese-zwischenbilanz-durch-rechnungshof-chipziele-der-eu-bleiben-ausser-reichweite\/194238\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolfspeed-Fabrik im Saarland<\/a> \u2013 tats\u00e4chlich realisiert werden und dies auch recht z\u00fcgig. Sichtbar sei, dass die Halbleiter-Investoren in Sachsen einen klar definierten wirtschaftlichen Fokus auf Chips f\u00fcr KI und den Automobilbau verfolgen. Hinzu komme, das Bauherr, Land und EU den Projektzielen eine hohe Priorit\u00e4t einger\u00e4umt haben. Zudem war die Milliarden-Finanzierung von Anfang an festgezurrt, betont der Bauexperte. \u201eSicherlich auch aufgrund der klaren wirtschaftspolitischen Zielsetzung und der verl\u00e4sslichen Rahmenbedingungen arbeiteten Beh\u00f6rden, Projektsteuerer, Planer und ausf\u00fchrende Unternehmen hervorragend zusammen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Elbwasserwerk-IMG_20260603_122955.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197719\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Elbwasserwerk-IMG_20260603_122955.webp\" alt=\"Von links nach rechts: Heinrich H\u00fcnting vom s\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium, Silicon-Saxony-Chef Frank B\u00f6senberg, Hagen Schroth von Hochtief, Sachsenenergie-Vorstand Frank Brinkmann und der Dresdner Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert deuten mit Spaten in den H\u00e4nden an: Wir packen es an. Das neue Elbwasserwerk entsteht allerdings nicht auf dem Bootssteg, sondern auf der anderen Elbseite. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Von links nach rechts: Heinrich H\u00fcnting vom s\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium, Silicon-Saxony-Chef Frank B\u00f6senberg, Hagen Schroth von Hochtief, Sachsenenergie-Vorstand Frank Brinkmann und der Dresdner Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert deuten mit Spaten in den H\u00e4nden an: Wir packen es an. Das neue Elbwasserwerk entsteht allerdings nicht auf dem Bootssteg, sondern auf der anderen Elbseite. Foto: Heiko Weckbrodt<br \/>\nN\u00f6tige Infrastrukturen gleich mitgedacht<\/p>\n<p>Zudem denken Beh\u00f6rden und Investoren in Dresden und Sachsen die n\u00f6tigen Infrastrukturen gleich mit. So investiert Sachsenenergie mit Blick auf die expandierende Halbleiterindustrie mehrere Hundert Millionen <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2026\/06\/03\/chip-boom-in-dresden-neues-elb-wasserwerk-stillt-ab-2030-durst-der-halbleiterindustrie\/197717\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in ein neues Flusswasserwerk<\/a>, ein vom Trinkwasser getrenntes <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2024\/02\/06\/dresden-schnuert-ueber-halbe-milliarde-euro-teures-infrastruktur-paket-fuer-tsmc-co\/190044\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Industriewasser-Leitungssystem<\/a>, neue <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/05\/21\/energiebedarf-der-chipindustrie-steigt-sachsenenergie-baut-umspannwerk-raecknitz-aus\/194423\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stromleitungen<\/a> und dergleichen mehr. Und diese Begleitinvestitionen sichern ab, dass die milliardenschweren Fabrik-Neubauten wirklich realisiert werden und im Zeitplan bleiben. St\u00f6ppler: \u201eEuropas gr\u00f6\u00dfter Halbleiterstandort erweitert seine Produktionskapazit\u00e4ten massiv, um die steigende Nachfrage aus den Bereichen K\u00fcnstliche Intelligenz, Elektromobilit\u00e4t und Digitalisierung zu bedienen.\u201c<\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p>Quellen: Klaus-Peter St\u00f6ppler, Linkedin, Oiger-Archiv, SSK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Blick aus der Chefetage auf die Baustelle der Chipfabrik 4 von Infineon Dresden im M\u00e4rz 2024. 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