{"id":1099286,"date":"2026-06-16T19:38:23","date_gmt":"2026-06-16T19:38:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1099286\/"},"modified":"2026-06-16T19:38:23","modified_gmt":"2026-06-16T19:38:23","slug":"papst-zu-usa-iran-konflikt-hoffentlich-ist-der-krieg-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1099286\/","title":{"rendered":"Papst zu USA-Iran-Konflikt: Hoffentlich ist der Krieg vorbei"},"content":{"rendered":"<p>Bei seiner R\u00fcckkehr in den Vatikan hat sich Papst Leo XIV. am Dienstagabend in Castel Gandolfo den Fragen von Journalisten gestellt. Im Zentrum der Fragen standen die aktuellen globalen Krisenherde, insbesondere die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie der fortw\u00e4hrende Konflikt im Libanon.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-06\/papst-leo-xiv-reise-spanien-journalisten-ukraine-libanon-wm.html\" title=\"Leo XIV. in Spanien eingetroffen - Gespr\u00e4ch mit Journalisten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/06\/2026-06-06-viaggio-apostolico-in-spagna---trasferimento-roma-mad\/1780734662543.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Leo XIV. in Spanien eingetroffen - Gespr\u00e4ch mit Journalisten\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Auf dem Flug von Rom nach Madrid hat sich Papst Leo XIV. an diesem Samstag an die rund 80 mitreisenden Journalisten aus \u00fcber zehn L\u00e4ndern gewandt. Der Leiter des Presseamtes des &#8230;\n     <\/p>\n<p><b>Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/b><\/p>\n<p>Angesprochen auf die Haltung der G7-Staaten und auf Akteure wie den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, die den milit\u00e4rischen Einsatz im Libanon fortsetzen wollen, mahnte das Kirchenoberhaupt unmissverst\u00e4ndlich den Verhandlungsweg an. Auf die Frage, ob er Frieden fordere, erwiderte das Kirchenoberhaupt: \u201eVerhandlungen sind immer zu fordern.\u201c Er verwies auf ein vorliegendes Memorandum, dessen offizielle Unterzeichnung f\u00fcr den kommenden Freitag angek\u00fcndigt sei. Obwohl noch verschiedene Details auszuhandeln seien, betonte er: \u201eEs ist immer besser, dies durch Dialog und Verhandlungen zu tun und nicht zum Krieg zur\u00fcckzukehren.\u201c Er \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass der Krieg beendet werden k\u00f6nne und eine dauerhafte L\u00f6sung gefunden werde. Als Priorit\u00e4ten f\u00fcr die Weltgemeinschaft benannte er die Abschaffung von Nuklearwaffen sowie die Bew\u00e4ltigung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme, die durch die j\u00fcngsten Konflikte entstanden sind.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/giugno\/16\/C0001.00_05_41_20.Immagine006.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo XIV. vor Journalisten in Castel Gandolfo\" title=\"Papst Leo XIV. vor Journalisten in Castel Gandolfo\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo XIV. vor Journalisten in Castel Gandolfo\n  <\/p>\n<p><b>Der Kontext des USA-Iran-Konflikts<\/b> <\/p>\n<p>Die vom Papst angesprochenen Verhandlungen und das Memorandum stehen vor dem Hintergrund einer mehrw\u00f6chigen geopolitischen Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran. Die Spannungen wurzeln in tiefen strategischen und ideologischen Differenzen, die sich insbesondere am iranischen Atomprogramm, der regionalen Einflussnahme Teherans im Nahen Osten \u2013 unter anderem durch die Unterst\u00fctzung von Milizen wie der Hisbollah im Libanon \u2013 sowie an den umfassenden Wirtschaftssanktionen der USA entz\u00fcndet haben. Die Suche nach diplomatischen Vereinbarungen oder Absichtserkl\u00e4rungen (Memoranden) stellt in diesem Kontext den Versuch dar, eine milit\u00e4rische Eskalation abzuwenden, die nukleare Proliferation in der Region einzud\u00e4mmen und die durch Sanktionen und Konflikte verursachten \u00f6konomischen Verwerfungen zu mindern.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/giugno\/16\/C0001.00_00_20_21.Immagine004.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\" title=\"Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\n  <\/p>\n<p><b>Bilanz der Spanienreise und Innenpolitik<\/b> <\/p>\n<p>Neben den weltpolitischen Krisen zog das Kirchenoberhaupt auch Bilanz zu seiner j\u00fcngsten apostolischen Reise nach Spanien. Er zeigte sich bewegt von der Resonanz der spanischen Bev\u00f6lkerung: \u201eIn der Tat war die enthusiastische Reaktion so vieler Menschen an allen Orten etwas sehr Sch\u00f6nes.\u201c Er hob die Vorbereitung durch die Bisch\u00f6fe, Laien und freiwilligen Helfer hervor und erkl\u00e4rte, die Menschen gl\u00fccklich gesehen zu haben und selbst zufrieden zu sein.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich seiner Rede vor dem spanischen Parlament stellte er klar, dass er sich nicht in die Innenpolitik Spaniens oder anderer L\u00e4nder einmischen wolle. Seine Worte seien vielmehr als \u201eEinladung zum Dialog\u201c zu verstehen. Er kritisierte die gegenw\u00e4rtige politische Kultur, in der die Opposition oft nur beschimpft werde, ohne Abkommen f\u00fcr das Gemeinwohl zu erzielen. Im Zentrum seiner \u00dcberlegungen stehe stets die Menschenw\u00fcrde.<\/p>\n<p>Am Rande des Gespr\u00e4chs \u00e4u\u00dferte sich das Kirchenoberhaupt zudem kurz zu einer potenziellen Reise nach Mexiko, die er zeitnah hoffe realisieren zu k\u00f6nnen, sowie zu seinem bevorstehenden Urlaub. Dieser werde aus etwas Ruhe, viel Lekt\u00fcre, Reflexion und der Vorbereitung auf kommende Aufgaben bestehen, da die Arbeit auch in dieser Zeit fortlaufend sei.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/giugno\/16\/C0001.00_05_06_17.Immagine005.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\" title=\"Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\n  <\/p>\n<p>Papst Leo XIV. erteilt Forderungen nach \u201eRemigration\u201c eine Absage <\/p>\n<p>Die sogenannte \u201eRemigration\u201c, verstanden als Ausweisung von Ausl\u00e4ndern aufgrund ihrer Staatsangeh\u00f6rigkeit oder Herkunft, stellt keine mit den christlichen Prinzipien vereinbare Antwort dar. Dies erkl\u00e4rte Papst Leo XIV. im Gespr\u00e4ch mit Journalisten beim Verlassen von Castel Gandolfo.<\/p>\n<p>\u201eEinfach zu sagen: Wir weisen aus, um uns so von dem Problem reinzuwaschen, scheint mir nicht die christlichste Antwort zu sein\u201c, \u00e4u\u00dferte der Pontifex auf eine entsprechende Frage zu diesem Thema.<\/p>\n<p>Leo XIV. verwies auf die \u00dcberlegungen, die er bereits w\u00e4hrend seiner j\u00fcngsten Reise auf die Kanarischen Inseln dargelegt hatte. Er bekr\u00e4ftigte, dass die Migrationsfrage auf der Grundlage des Respekts vor der Menschenw\u00fcrde und des Verst\u00e4ndnisses f\u00fcr die Ursachen angegangen werden m\u00fcsse, die Millionen von Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. \u201eOftmals erkennen wir die Gr\u00fcnde nicht an, aus denen diese Menschen ihre L\u00e4nder verlassen mussten\u201c, stellte der Papst fest. Er erinnerte daran, dass am Ursprung von Migrationen h\u00e4ufig Gewalt, Krieg und Konflikte sowie weitere Situationen des Leidens und der Instabilit\u00e4t st\u00fcnden.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eOftmals erkennen wir die Gr\u00fcnde nicht an, aus denen diese Menschen ihre L\u00e4nder verlassen mussten.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nach Auffassung des Pontifex gibt es keine einfachen L\u00f6sungen f\u00fcr derart komplexe Ph\u00e4nomene. \u201eMan muss die Einzelf\u00e4lle betrachten\u201c, unterstrich er und lud dazu ein, jede Situation in ihrer Spezifit\u00e4t zu bewerten sowie Verallgemeinerungen zu vermeiden, welche die Gefahr bergen, die betroffenen Personen zu entmenschlichen. \u201eMan muss Menschen als Menschen mit Respekt behandeln\u201c, erkl\u00e4rte Leo XIV. abschlie\u00dfend und betonte damit ein Prinzip, das die Verantwortung der Institutionen und der Gesellschaften bei der Aufnahme und dem Schutz der Menschenw\u00fcrde einfordert.<\/p>\n<p>  <b>Papst Leo XIV. warnt Lefebvrianer vor neuen Bischofsweihen<\/b> <\/p>\n<p>Die Aussicht auf neue Bischofsweihen durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. (Lefebvrianer) stellt f\u00fcr die katholische Kirche eine Belastung dar. Dies erkl\u00e4rte Papst Leo XIV. im Gespr\u00e4ch mit Journalisten beim Verlassen von Castel Gandolfo.<\/p>\n<p>Leo XIV. gab bekannt, dass er eine direkte Initiative erw\u00e4ge, um einen Schritt abzuwenden, der die kirchlichen Spannungen weiter versch\u00e4rfen k\u00f6nnte. \u201eIch \u00fcberlege, noch einen weiteren Appell zu richten\u201c, erl\u00e4uterte er mit dem Ziel, die Gruppierung von diesem Vorhaben abzubringen und stattdessen die volle kirchliche Gemeinschaft zu suchen. \u201eTun Sie das nicht, lassen Sie uns versuchen, die Gemeinschaft in der Kirche zu leben\u201c, laute der Kern der Botschaft, die der Papst an die Bewegung richten wolle.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eEs ist ihre Entscheidung.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Pontifex weitete seine \u00dcberlegungen auf das allgemeinere Thema der Spaltungen unter Christen aus, die er als eine fortw\u00e4hrende Beeintr\u00e4chtigung f\u00fcr den Weg der Kirche beschrieb. \u201eDie Spaltung unter den Christen ist immer ein schmerzhafter Punkt\u201c, stellte er fest. Obwohl er anerkannte, dass es sich um eine Entscheidung der direkt Betroffenen handele, betonte Leo XIV. die Notwendigkeit, sich der Konsequenzen bewusst zu sein, die ein solcher Entschluss sowohl f\u00fcr die Verantwortlichen als auch f\u00fcr die gesamte kirchliche Gemeinschaft nach sich ziehe. \u201eEs ist ihre Entscheidung\u201c, sagte er, aber man m\u00fcsse sich im Klaren dar\u00fcber sein, \u201ewas das f\u00fcr sie und f\u00fcr die Kirche bedeutet\u201c.<\/p>\n<p>In seinen Ausf\u00fchrungen erinnerte der Papst zudem an die dogmatischen Fragen, die einer vollst\u00e4ndigen Vers\u00f6hnung weiterhin im Weg stehen. Die Lefebvrianer lehnten \u201ebestimmte fundamentale Elemente der Kirche\u201c ab, insbesondere \u201everschiedene Punkte des Zweiten Vatikanischen Konzils\u201c, welches die Erneuerung der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert pr\u00e4gte. Trotz der bestehenden Schwierigkeiten bekr\u00e4ftigte Leo XIV. die Absicht der Kirche, ihren Weg fortzusetzen. \u201eEs tut mir leid\u201c, erkl\u00e4rte der Pontifex abschlie\u00dfend, \u201ewir m\u00fcssen vorangehen.\u201c<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/giugno\/16\/C0001.00_00_13_15.Immagine003.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\" title=\"Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei seiner R\u00fcckkehr in den Vatikan hat sich Papst Leo XIV. am Dienstagabend in Castel Gandolfo den Fragen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1099287,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[38974,331,332,662,115493,10219,19104,1403,13,7296,14,15,12,4026,4017,4018,4016,64,185827,4019,4020],"class_list":["post-1099286","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-papst-leo-xiv","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-atomwaffen","tag-castel-gandolfo","tag-dialog","tag-g7","tag-geopolitik","tag-headlines","tag-libanon","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-spanien","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-usa-iran-konflikt","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116761480827300219","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1099286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1099286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1099286\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1099287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1099286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1099286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1099286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}