{"id":1099782,"date":"2026-06-17T00:14:17","date_gmt":"2026-06-17T00:14:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1099782\/"},"modified":"2026-06-17T00:14:17","modified_gmt":"2026-06-17T00:14:17","slug":"stop-being-poor-im-theater-rampe-hoert-auf-arm-zu-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1099782\/","title":{"rendered":"&#8222;Stop being poor&#8220; im Theater Rampe: H\u00f6rt auf, arm zu sein"},"content":{"rendered":"<p>An gro\u00dfen H\u00e4usern h\u00e4tte er so ein Projekt nicht machen k\u00f6nnen, meint Hetzel. Die Schwellen seien viel zu hoch. Das Theater Rampe spricht ein breites, diverses Publikum an. Einige kamen spontan herein, als sie im Vorbeigehen die Ank\u00fcndigung sahen, erz\u00e4hlt Kathrin St\u00e4rk, die die Pressearbeit macht. Immer wieder streckt <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/kultur\/426\/mischt-euch-ein-5951.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">das Theater seine F\u00fchler ins Quartier aus<\/a>.<\/p>\n<p>Die Juroren sind insgesamt zu f\u00fcnft, einer springt ein, wenn ein anderer nicht kann. Warum sie mitmachen, wollen auch die Bewerber:innen wissen. &#8222;Mich hat\u2019s interessiert, wie dich&#8220;, gibt Thommi zur\u00fcck. &#8222;Weil ich einfach neue Leute kennenlernen wollte&#8220;, erkl\u00e4rt Daniel. &#8222;Habt ihr euch die Fragen selber ausgedacht?&#8220;, fragt eine junge Frau, die am Ende ihres Studiums nach einer Perspektive sucht. Roger verneint: Er war nicht dabei. &#8222;Bist du zufrieden damit?&#8220;, fragt sie weiter. Ja, mit den Fragen kann er etwas anfangen. &#8222;Geht\u2019s dir gut?&#8220;, will sie nun wissen. &#8222;Nicht wirklich&#8220;, antwortet er.<\/p>\n<p>&#8222;Wo hast du heute Nacht geschlafen?&#8220;, fragt Thommi. &#8222;Bei meinem Ex-Freund in einem kleinen Zimmer&#8220;, antwortet die Bewerberin und f\u00fcgt hinzu, etwas unsicher: &#8222;Nicht so wie du.&#8220; Der Juror entgegnet, auch er habe inzwischen ein kleines Zimmerchen. Ja, in dem St\u00fcck sind die Machtverh\u00e4ltnisse auf den Kopf gestellt. Aber wie sich an diesem Beispiel zeigt: Die Unterschiede sind nicht immer gro\u00df. Was die beiden Menschen verbindet \u2013 auch mit vielen im Publikum \u2013 ist, dass sie nicht wissen, wo sie das Geld hernehmen sollen. Die Armut nimmt zu. Und das in Deutschland, einem der reichsten L\u00e4nder der Welt.<\/p>\n<p>\u00dcber Geld spricht man nicht, hei\u00dft es oft. Das gilt ebenso f\u00fcr diejenigen, die viel mehr haben, als sie wirklich br\u00e4uchten, wie f\u00fcr die, die sich sch\u00e4men, arm zu sein. Vielleicht liegt genau hier der Fehler: Man sollte viel mehr dar\u00fcber sprechen. Hetzels Theaterexperiment arbeitet daran. &#8222;Kann Kunst die Gesellschaft ver\u00e4ndern?&#8220;, lautet eine weitere Frage. &#8222;Ja!&#8220;, antworten fast alle Bewerber:innen: &#8222;Auf jeden Fall.&#8220; Aber wie? &#8222;Indem sie relevante Themen auf die B\u00fchne bringt&#8220;, sagt eine. &#8222;Indem sie das tut, was man nicht von ihr erwartet&#8220;, meint eine andere.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Die Bewerbungsgespr\u00e4che laufen noch t\u00e4glich bis Freitag, 19. Juni, jeweils ab 16 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro f\u00fcr einen Tag, man kann kommen und gehen, wann man will. F\u00fcr das Grand Finale am Sonntag um 20 Uhr gilt ein solidarisches Preismodell: Jede:r gibt, was er oder sie kann, mindestens aber 6 Euro. Mehr Infos <a href=\"https:\/\/theaterrampe.de\/event\/stop-being-poor\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An gro\u00dfen H\u00e4usern h\u00e4tte er so ein Projekt nicht machen k\u00f6nnen, meint Hetzel. 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