{"id":1099977,"date":"2026-06-17T02:06:25","date_gmt":"2026-06-17T02:06:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1099977\/"},"modified":"2026-06-17T02:06:25","modified_gmt":"2026-06-17T02:06:25","slug":"stop-killing-games-eu-kommission-laesst-gamer-abblitzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1099977\/","title":{"rendered":"Stop Killing Games: EU-Kommission l\u00e4sst Gamer abblitzen"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Stop Killing Games: EU-Kommission l\u00e4sst Gamer abblitzen<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Stop-Killing-Games-EU-Commission-Rejects-Gamers-11334800.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Nach der erfolgreichen B\u00fcrgerinitiative \u201eStop Destroying Videogames\u201c wird die EU-Kommission keine Schritte unternehmen, um die Rechtslage zu \u00e4ndern. Stattdessen werde sie sich mit Verbrauchern und Publishern \u00fcber m\u00f6gliche Verbesserungen austauschen, teilte die Kommission am Dienstag in Br\u00fcssel mit. F\u00fcr Vertreter der B\u00fcrgerinitiative kommt das \u201enicht unerwartet\u201c, sie sehen weiter Chancen f\u00fcr eine rechtliche Regelung durch das EU-Parlament.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Hinter der B\u00fcrgerinitiative steht das Projekt \u201eStop Killing Games\u201d, das von dem Youtuber Ross Scott ins Leben gerufen und inzwischen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Stop-Killing-Games-wird-zur-NGO-11186181.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zur Lobbygruppe aufgebaut<\/a> wurde. Die Aktivisten wollen erreichen, dass Spielehersteller ihre Spiele nicht einfach unbrauchbar machen d\u00fcrfen, wenn sie zum Beispiel ben\u00f6tigte Server abschalten.<\/p>\n<p>Kein Rennen ohne Server<\/p>\n<p>Die Initiative kam ins Rollen, als der franz\u00f6sische Publisher Ubisoft sein MMO-Rennspiel \u201eThe Crew\u201c im April 2025 abschaltete und damit unspielbar machte. In Frankreich l\u00e4uft in dieser Sache inzwischen ein von Verbrauchersch\u00fctzern angestrengtes Verfahren gegen Ubisoft. Ein \u00e4hnliches Schicksal erlangte Fans des <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Naechstes-Online-Spiel-vor-dem-Aus-Sony-schaltet-Server-fuer-Firewall-Ultra-ab-11217244.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">VR-Shooters \u201eFirewall Ultra\u201c, denen Sony ein Jahr sp\u00e4ter den Saft abdrehte<\/a>.<\/p>\n<p>Mit der Unterschriftenaktion wurde die EU aufgefordert, daf\u00fcr einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen. Nachdem europaweit knapp <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Buergerinitiative-1-294-188-Unterschriften-fuer-Stop-Destroying-Videogames-11154449.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1,3 Millionen Menschen f\u00fcr die B\u00fcrgerinitiative unterschrieben<\/a> hatten, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Buergerinitiative-Stop-Destroying-Videogames-erreicht-noetige-Unterschriften-10474510.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">musste die EU-Kommission sich mit dem Thema befassen<\/a>. Sie will sich nun mit Branchenvertretern und Gamern \u00fcber \u201eM\u00f6glichkeiten zur Verbesserung der Industriestandards\u201c austauschen.<\/p>\n<p>\u201eWie es in der Branche \u00fcblich ist, hoffe ich, dass die Industrie den Spielergemeinschaften Geh\u00f6r schenkt und sich auf bessere Auslaufregelungen einigt\u201c, erkl\u00e4rt Kommissionsvizepr\u00e4sidentin Henna Virkkunen. \u201eWir werden die notwendigen Schritte unternehmen, damit ein Dialog mit Vertretern der Verbraucher stattfinden kann.\u201c<\/p>\n<p>\u201eKeine rechtliche Verpflichtung\u201c<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Kommission k\u00f6nne \u201ezum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt keine rechtliche Verpflichtung vorschlagen\u201c, hei\u00dft es in der <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/ip_26_1369\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Mitteilung<\/a> unter Verweis auf die \u201ebestehende Rechte an geistigem Eigentum\u201c der Publisher. Dar\u00fcber hinaus seien Publisher durch die EU-Verbraucherrechte verpflichtet, klar \u00fcber Nutzungsbedingungen zu informieren und eventuell Kosten zu erstatten.<\/p>\n<p>\u201eAnbieter von Videospielen m\u00fcssen Verbraucher fair behandeln, auch wenn sie beschlie\u00dfen, ein Spiel einzustellen\u201c, sagt der f\u00fcr Recht und Verbraucherschutz zust\u00e4ndige EU-Kommissar Michael McGrath. \u201eWenn sie die Bereitstellung eines Spiels fr\u00fcher als vertraglich vereinbart oder fr\u00fcher als von den Verbrauchern vern\u00fcnftigerweise erwartet eingestellt, sollten die Spieler eine angemessene R\u00fcckerstattung erhalten.\u201c<\/p>\n<p>Die Spielebranche wehrt sich bisher gegen eine Verpflichtung, Server f\u00fcr \u00e4ltere Spiele am Laufen zu halten. Die Publisher argumentieren, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Spiele-Lobby-Stop-Destroying-Videogames-verteuert-Spiele-10476336.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine solche gesetzliche Pflicht w\u00fcrde die Spiele deutlich teurer machen<\/a>. Zudem f\u00fcrchten sie, auch f\u00fcr eventuell von Privatnutzern betriebene Server weiter haftbar gemacht werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eKommt nicht unerwartet\u201c<\/p>\n<p>\u201eDiese Entscheidung kommt nicht unerwartet\u201c, <a href=\"https:\/\/x.com\/StopKilingGames\/status\/2066891586382836101\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilte die Initiative auf X mit<\/a>. \u201eAber wir waren darauf vorbereitet. Deshalb treiben wir gemeinsam mit dem Europaparlament die Aufnahme von Stop Killing Games in den Digital Fairness Act voran. Wir k\u00f6nnen auch ohne die Kommission und ihre Nichtentscheidung weitermachen.\u201c<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.\n  <\/p>\n<p>            YouTube-Video immer laden<\/p>\n<p>        YouTube-Video jetzt laden\n      <\/p>\n<p>Bei einer Anh\u00f6rung des Europaparlaments im April erl\u00e4uterte die Initiative ihre Forderungen. Im Mai stand das Thema im Parlament auf der Tagesordnung. Dabei signalisierten Vertreter verschiedener Fraktionen ihre Unterst\u00fctzung, Regeln f\u00fcr den Erhalt von Computerspielen in den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/DFA-Naechstes-EU-Gesetzeswerk-vor-dem-Kippen-11210123.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">geplanten Digital Fairness Act<\/a> zu \u00fcbernehmen. Zugleich m\u00fcssten auch die Interessen der Rechteinhaber gewahrt bleiben, hie\u00df es.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine klare rechtliche Regelung sprechen sich unter anderem die Sozialdemokraten im Europaparlament aus. \u201eWer Geld f\u00fcr ein Videospiel bezahlt, darf nicht irgendwann vor einem digitalen Totalschaden stehen, nur weil ein Konzern entscheidet, den Stecker zu ziehen\u201c, sagt der Abgeordnete Tiemo W\u00f6lken, der auch im Rechtsausschuss des Parlaments sitzt. \u201eStatt zu handeln, will die Kommission die Initiative mit bedeutungsloser Symbolpolitik abspeisen.\u201c<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vbr<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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