{"id":1100924,"date":"2026-06-17T11:17:19","date_gmt":"2026-06-17T11:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1100924\/"},"modified":"2026-06-17T11:17:19","modified_gmt":"2026-06-17T11:17:19","slug":"sachsen-wollen-chipindustrie-mit-neurorechnern-und-kis-auf-trab-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1100924\/","title":{"rendered":"Sachsen wollen Chipindustrie mit Neurorechnern und KIs auf Trab bringen"},"content":{"rendered":"<p>\t<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Infineon_Dresden_ReinraumIMG_20240327_133600.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197881\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Infineon_Dresden_ReinraumIMG_20240327_133600.webp\" alt=\"Schon heute sind die Chipfabriken in Dresden - hier ein Blick in einen Infineon-Litho-Reinraum - hochautomatisiert und fast menschenleer. Neurocomputer und K\u00fcnstliche Intelligenzen werden diesen Trend forcieren. Denn nur durch Hochautomatisierung ist Chipproduktion in einem Hochlohnland wie Deutschland \u00fcberhaupt rentabel. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Schon heute sind die meisten Chipfabriken in Sachsen \u2013 hier ein Blick in einen Lithographie-Reinraum von Infineon Dresden \u2013 hochautomatisiert und fast menschenleer. Neurocomputer und K\u00fcnstliche Intelligenzen werden diesen Trend forcieren. Denn nur durch Hochautomatisierung ist Chipproduktion in einem Hochlohnland wie Deutschland \u00fcberhaupt rentabel geblieben. Foto: Heiko Weckbrodt<br \/>\nInfineon Dresden f\u00fchrt \u201eSupercomp\u201c-Konsortium an<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 17.06.26. Der globale Wettlauf um immer leistungsst\u00e4rkerer Computerchips f\u00fcr Smartphones, Autos, Roboter ebenso wie f\u00fcr gro\u00dfe KI-Rechenzentren gewinnt an Tempo. Dabei setzen die f\u00fchrenden Halbleiterkonzerne zunehmend auch auf Automatisierung: K\u00fcnstliche Intelligenzen (KIs) und Supercomputer statt Menschen \u00fcbernehmen immer mehr Prozessschritte auf dem langen Weg vom ersten Schaltungsentwurf bis zum fertigen Elektronikprodukt \u2013 viele KI-Chips werden heute schon zu wesentlichen Teilen durch KIs entworfen.<\/p>\n<p>KI entwirft KI-Chips: Chipentwicklung ist l\u00e4ngst zu komplex f\u00fcr Menschen<\/p>\n<p>Wenn Europa gegen\u00fcber Taiwan, S\u00fcdkorea, China, den USA und anderen Technologie-Schwergewichten hier nicht vollends den Anschluss verlieren will, m\u00fcssen die hiesigen Chipdesign-Schmieden und Fabriken auch auf diesen Zug aufspringen, sind viele Ingenieure und Forscher in Sachsen \u00fcberzeugt. Denn Entwurf, Prozessentwicklung und rasche Produktionssteigerung neuer Hochleistungs-Chips werden immer komplexere Aufgaben \u2013 sie zu optimieren, verm\u00f6gen Menschen kaum noch. Hier sind eben KI und Superrechner gefragt.<\/p>\n<p>Wirtschaftsministerium schie\u00dft 12,7 Millionen Euro zu<\/p>\n<p>Daher haben sich nun sechs Technologie-Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen zusammengetan. Sie wollen im neuen \u201eSupercomp\u201c-Konsortium unter F\u00fchrung von Infineon Dresden bis Mitte 2028 \u201einnovative L\u00f6sungen mit k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) und modernen Computerverfahren\u201c entwickeln, <a href=\"https:\/\/www.europa-f\u00f6rdert-sachsen.de\/de\/projekte\/55760\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eum Design, Entwicklung und Fertigung von Halbleitern zu verbessern\u201c<\/a>. Daf\u00fcr leitet der Freistaat Sachsen 12,7 Millionen Euro EU-F\u00f6rdergelder an \u201eSupercomp\u201c weiter. Das hat das <a href=\"https:\/\/www.medienservice.sachsen.de\/medien\/news\/1098041\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">s\u00e4chsische Wirtschaftsministerium angek\u00fcndigt<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>\n<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Panter-IMG_20260330_143757_1.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197885\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Panter-IMG_20260330_143757_1.webp\" alt=\"Dirk Panter. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Dirk Panter. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p><strong>\u201eUnser Ziel sind bahnbrechende Innovationen aus Sachsen f\u00fcr ein souver\u00e4nes Europa.\u201c<br \/><\/strong>Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eDa die Anforderungen an das Design, die Entwicklung und die Fertigung von Halbleitern kontinuierlich steigen, sto\u00dfen traditionelle Methoden bei der Verarbeitung gro\u00dfer Datenmengen und der L\u00f6sung komplexer Optimierungsprobleme zunehmend an ihre Grenzen\u201c, umrei\u00dfen das Ministerium und die Konsortialpartner die Herausforderungen. Da setze \u201eSupercomp\u201c an: \u201eDurch die Erforschung innovativer Supercomputing-L\u00f6sungen sollen Prozesse schneller, effizienter und zuverl\u00e4ssiger gestaltet werden. Hierzu b\u00fcndeln die Projektpartner ihre Kompetenzen als f\u00fchrende Institutionen aus Industrie und Forschung in Sachsen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Spinncloud.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197887\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Spinncloud.webp\" alt=\"Der weltweit einmalige Neuro-Supercomputer &quot;Spinncloud&quot; ist in Dresden in Betrieb gegangen. Foto: Tobias Ritz f\u00fcr Spinncloud via TUD\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Der weltweit einmalige Neuro-Supercomputer \u201eSpinncloud\u201c in Dresden. Foto: Tobias Ritz f\u00fcr Spinncloud via TUD<br \/>\nNeuro-Optimierer, 3D-Chips und humanoide Roboter<\/p>\n<p>Konkret m\u00f6chten die Partner beispielsweise Quantencomputer und Neurorechner \u00e0 la \u201e<a href=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/04\/14\/vorbild-gehirn-tu-dresden-startet-innovativen-spinncloud-supercomputer\/194158\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spinncloud<\/a>\u201c einsetzen, um die gro\u00dfen Datenmengen bei Schaltkreisentwurf, Produktionsprozess-Entwicklung und Lieferketten zu optimieren. Als <a href=\"https:\/\/www.fis.hszg.de\/1492.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">konkrete Anwendungsf\u00e4lle<\/a> wollen sie sich zun\u00e4chst die \u201eTechnologieentwicklung f\u00fcr komplexe Systeml\u00f6sungen\u201c und die rechnerwolken-basierte, digitalisierte Fertigung und Logistik vorkn\u00f6pfen. Auf der Agenda stehen unter anderem 3D-Chips, Schaltkreise mit direkt auf der Siliziumscheibe (Wafer) integrierten Sensoren, das sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waferbonden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waferbonden<\/a>\u201c f\u00fcr die elektrischen Kontakte untereinander, Effizienz-\u00dcberwachungs-KIs in den Chipfabriken, neue Filtermaterialien f\u00fcr Reinr\u00e4ume, KI-gest\u00fctzte Qualit\u00e4tskontrolle, digitale Zwillinge und der Einsatz von humanoiden \u2013 also menschen\u00e4hnlichen \u2013 Robotern in den Fabs.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Robot-Humanoid.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197604\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Robot-Humanoid.webp\" alt=\"Humanoid geformte Roboterin am Ceti Dresden f\u00fcr Mimik- und Gestikexperimente. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Humanoid geformte Roboterin am Ceti Dresden. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Mit an Bord sind neben Infineon unter anderen der Lehrstuhl f\u00fcr \u201eHochparallele VLSI-Systeme und Neuromikroelektronik\u201c der Technischen Universit\u00e4t Dresden (TUD), die Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD), die <a href=\"https:\/\/www.fis.hszg.de\/1492.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz<\/a> (HSZG), das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Elektronische Nanosysteme (Enas) in Chemnitz, der Neurocomputer-Hersteller \u201eSpinncloud Systems\u201c aus Dresden, die Saxony Media Solutions, die PVA Vision GmbH, die Robotikfirma \u201e<a href=\"https:\/\/oiger.de\/2023\/12\/18\/wandelbots-dresden-schliesst-techniksparte\/189378\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wandelbots<\/a>\u201c sowie das Automatisierungs-Unternehmen \u201eAccenture <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2018\/07\/02\/systema-baut-in-dresden-aus\/168563\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Systema Systementwicklung<\/a>\u201c aus Dresden.<\/p>\n<p>Mit \u201eStep\u201c f\u00f6rdert Sachsen kritische Technologie-Projekte im Mittelstand<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eSupercomp\u201c ist Teil der \u201eStep\u201c-Offensive, mit der Sachsen die Entwicklung neuer kritischer Technologien f\u00f6rdert. Sie soll Europa in ausgew\u00e4hlten Sektoren weniger abh\u00e4ngig von den USA, China und anderen L\u00e4ndern machen. Zu den Fokusthemen geh\u00f6ren Mikroprozessoren, Sensortechnik, Pharmazeutika, Biotechnologie, KI und die Funktechnologien der Zukunft. Das neue Step-Programm ist mit 85,6 Millionen Euro aus EU-T\u00f6pfen dotiert und richtet sich vor allem an s\u00e4chsische kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die entweder eigene kapitalintensive Technologievorhaben vorantreiben wollen oder Verbundprojekte mit den Mikroelektronik-Riesen und Instituten im Freistaat planen.<\/p>\n<p>EU-Geld soll \u201eumfangreiche betriebswirtschaftliche Risiken\u201c abfedern<\/p>\n<p>\u201eVerf\u00fcgbare kritische Technologien und die Verringerung technologischer Abh\u00e4ngigkeiten sind f\u00fcr Sachsen, Deutschland und die gesamte Europ\u00e4ische Union ein zentraler Wohlstands- und Wachstumsfaktor\u201c, betont der s\u00e4chsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Das neue \u201eStep\u201c-Programm k\u00f6nne gerade f\u00fcr kleinere Tech-Firmen im Freistaat die \u201eumfangreichen betriebswirtschaftlichen Risiken, die sich bei der Durchf\u00fchrung ambitionierter Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben ergeben, angemessen abfedern\u201c, meint Panter. \u201eWir f\u00f6rdern so die Innovationskraft und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der kleinteilig aufgestellten s\u00e4chsischen Wirtschaft und tragen gleichzeitig zur technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t Europas bei.\u201c<\/p>\n<p>\u2192 Weitere Informationen \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.sab.sachsen.de\/efre\/jtf-forschung-und-entwicklung-projektf%C3%B6rderung-fue-projektf%C3%B6rderung-2021-bis-2027?p_l_back_url=%2Fsuchergebnisse%3Fq%3DStep&amp;p_l_back_url_title=Suchergebnisse\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eStep\u201c gibt es bei der S\u00e4chsischen Aufbaubank (SAB).<\/a><\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p>Quellen: SMWA, HSZG, Wikipedia, Oiger-Archiv<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon heute sind die meisten Chipfabriken in Sachsen \u2013 hier ein Blick in einen Lithographie-Reinraum von Infineon Dresden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1100925,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[43602,3364,29,2386,30,14509,233305,671,14108,859,200788,233306,233307,181267],"class_list":["post-1100924","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-chipdesign","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-germany","tag-halbleiter","tag-infineon-dresden","tag-ki","tag-mikroelektronik","tag-sachsen","tag-spinncloud","tag-step-offensive","tag-supercomp","tag-wandelbots"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116765174968470756","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1100924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1100924"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1100924\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1100925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1100924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1100924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1100924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}