{"id":1101829,"date":"2026-06-17T19:45:27","date_gmt":"2026-06-17T19:45:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1101829\/"},"modified":"2026-06-17T19:45:27","modified_gmt":"2026-06-17T19:45:27","slug":"hanseatischen-oberlandesgericht-spionage-fuer-den-iran-prozess-um-geplante-anschlaege-auf-juden-beginnt-in-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1101829\/","title":{"rendered":"Hanseatischen Oberlandesgericht: Spionage f\u00fcr den Iran \u2013 Prozess um geplante Anschl\u00e4ge auf Juden beginnt in Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>Ein D\u00e4ne mit afghanischen Wurzeln soll im Auftrag der iranischen Al-Kuds-Brigaden den Pr\u00e4sidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und weitere Ziele f\u00fcr Mord- und Brandanschl\u00e4ge ausgesp\u00e4ht haben. Am Freitag beginnt der Prozess vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht \u2013 der entscheidende Hinweis kam vom israelischen Geheimdienst Mossad.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts muss sich ab kommender Woche ein Mann verantworten, der im Auftrag des Irans Juden und Freunde Israels f\u00fcr Mord- und Brandanschl\u00e4ge ausgesp\u00e4ht haben soll. Eine entsprechende Anklage des Generalbundesanwalts sei im Wesentlichen unver\u00e4ndert zur Hauptverhandlung zugelassen worden, teilte das Gericht mit. <\/p>\n<p>Die Verhandlung beginnt demnach am Freitag kommender Woche. Zun\u00e4chst wurden daf\u00fcr bis Mitte Oktober 18 weitere Termine angesetzt.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident des Zentralrats der Juden ausgesp\u00e4ht<\/p>\n<p>Die Karlsruher Beh\u00f6rde wirft dem D\u00e4nen mit afghanischen Wurzeln geheimdienstliche Agentent\u00e4tigkeit vor. Unter den von ihm ausgesp\u00e4hten Personen befanden sich laut Anklage auch der Pr\u00e4sident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster sowie der Pr\u00e4sident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck.<\/p>\n<p>Mitangeklagt ist ein mutma\u00dflicher Komplize, der dem verd\u00e4chtigten Spion seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine m\u00f6gliche Anschlagsvorbereitung zugesagt haben soll. <\/p>\n<p>D\u00e4nische Polizeibeamte hatten den damals 53 Jahre alten Hauptbeschuldigten am 26. Juni 2025 in der zweitgr\u00f6\u00dften d\u00e4nischen Stadt Aarhus festgenommen. Wenige Wochen sp\u00e4ter wurde er nach Deutschland \u00fcberstellt und in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgef\u00fchrt. Seitdem sitzt er in deutscher Untersuchungshaft.<\/p>\n<p>Der mutma\u00dfliche Komplize, ein Afghane, war im vergangenen November ebenfalls in D\u00e4nemark festgenommen und nach Deutschland \u00fcberstellt worden.<\/p>\n<p>Al-Kuds-Brigaden sollen Auftrag erteilt haben<\/p>\n<p>Anfang 2025 soll der mutma\u00dfliche Spion den Auftrag erhalten haben, Informationen \u00fcber Schuster und Beck einzuholen. \u201eZudem sollte er zwei j\u00fcdische Lebensmittelh\u00e4ndler in Berlin aussp\u00e4hen\u201c, so der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Auftragsgem\u00e4\u00df habe der D\u00e4ne im Fr\u00fchjahr 2025 in Berlin diverse Orte ausgekundschaftet.<\/p>\n<p>Den Auftrag sollen ihm nach fr\u00fcheren Informationen die sogenannten Al-Kuds-Brigaden erteilt haben &#8211; die Auslandseinheit der einflussreichen Revolutionsgarden. Zu den Aufgaben der iranischen Elitestreitmacht geh\u00f6ren verdeckte Geheimdienstoperationen im Ausland.<\/p>\n<p>Der erste Hinweis auf den mutma\u00dflichen Spion kam laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) von einem befreundeten Nachrichtendienst aus dem Ausland. Man habe mit mehreren ausl\u00e4ndischen Diensten in der Sache kooperiert, sagte er nach der Festnahme im vergangenen Jahr. Eine mit dem Thema vertraute Quelle best\u00e4tigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad beteiligt war.<\/p>\n<p>Der Festgenommene stehe im Verdacht, Vorbereitungen f\u00fcr Brandanschl\u00e4ge getroffen zu haben, sagte Dobrindt damals weiter. Unter anderem soll er versucht haben, Menschen anzuheuern, die diese Anschl\u00e4ge ausf\u00fchren. Das Ausw\u00e4rtige Amt bestellte nach der Festnahme den iranischen Botschafter ein.<\/p>\n<p>Iran spricht von \u201eKampagne\u201c, die vom Krieg ablenken solle<\/p>\n<p>Der Iran hatte die Vorw\u00fcrfe damals entschieden zur\u00fcckgewiesen. Die iranische Botschaft in Berlin sprach von \u201eunbegr\u00fcndeten und gef\u00e4hrlichen Behauptungen\u201c, wie die regierungsnahe Nachrichtenagentur Isna berichtete. Die Vorw\u00fcrfe seien Teil einer Kampagne, um von Israels Krieg gegen den Iran abzulenken.<\/p>\n<p>Israel hatte am 13. Juni 2025 den Iran angegriffen und landesweit Ziele bombardiert. Als Begr\u00fcndung f\u00fchrte die Regierung die Bedrohung durch Irans umstrittenes Atomprogramm an &#8211; Israel bef\u00fcrchtet, die Islamische Republik k\u00f6nnte eine Atombombe bauen. Der Iran bestreitet dies und reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen. Sp\u00e4ter bombardierten die USA iranische Atomanlagen. Im Februar brach der Krieg erneut aus, inzwischen gilt eine Waffenruhe.<\/p>\n<p>dfe, mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein D\u00e4ne mit afghanischen Wurzeln soll im Auftrag der iranischen Al-Kuds-Brigaden den Pr\u00e4sidenten des Zentralrats der Juden, Josef&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1101830,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[712,29,6149,168809,30,1000,692,345,72738,45],"class_list":["post-1101829","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-antisemitismus","tag-deutschland","tag-fengler-denis","tag-generalbundesanwalt-gba-ks","tag-germany","tag-gewalt","tag-hamburg","tag-iran","tag-spionage-ks","tag-texttospeech"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101829","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1101829"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101829\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1101830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1101829"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1101829"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1101829"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}