{"id":1103481,"date":"2026-06-18T11:25:19","date_gmt":"2026-06-18T11:25:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1103481\/"},"modified":"2026-06-18T11:25:19","modified_gmt":"2026-06-18T11:25:19","slug":"elektronische-nase-identifiziert-verdorbene-lebensmittel-und-allergene-praezise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1103481\/","title":{"rendered":"\u201eElektronische Nase\u201c identifiziert verdorbene Lebensmittel und Allergene pr\u00e4zise"},"content":{"rendered":"<p>Ein Wissenschaftsteam der University of California Berkeley (UC Berkeley) hat ein Sensorsystem entwickelt, das verdorbene Lebensmittel pr\u00e4ziser \u00fcber den Geruch erkennen kann, als es mit einer menschlichen Nase m\u00f6glich ist. Die \u201eelektronische Nase\u201c ist mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) au\u00dferdem in der Lage, Lebensmittelallergene zu erschnuppern, die f\u00fcr allergische Menschen gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnten. Das System k\u00f6nnte etwa in intelligenten K\u00fchlschr\u00e4nken zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die \u201eelektronische Nase\u201c der UC-Berkeley-Forscher b\u00fcndelt 16 Sensormaterialien auf einem einzigen Chip. Die verschiedenen Sensorbereiche reagieren auf unterschiedliche Kombinationen gasf\u00f6rmiger Verbindungen, wie die Wissenschaftler in der Studie <a href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/sciadv.aec7965\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">\u201eScalable multiplexed machine learning gas sensor chips for food classification\u201c<\/a> schreiben, die in Science Advances erschienen ist. Jeder dieser 16 Sensoreinheiten hat eine spezifische Sensorschicht. Chemische Reaktionen zwischen der Sensoroberfl\u00e4che und einem Gasmolek\u00fcl k\u00f6nnen so in elektrische Signale umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Einzelne Sensoren f\u00fcr spezifische Gase herzustellen, ist relativ einfach. Die Erstellung und B\u00fcndelung verschiedener Gassensoren auf einem einzelnen Chip sind dagegen nicht ganz so trivial. Die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Wissenschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wissenschaftler<\/a> verwendeten Kohlenstoffnanor\u00f6hrchen anstelle von Metalloxiden. Kohlenstoffnanor\u00f6hrchen k\u00f6nnen Schichten bilden, die lediglich wenige Nanometer dick sind. Entsprechend finden mehr dieser Schichten auf gleich gro\u00dfem Raum bei zugleich gr\u00f6\u00dferer Oberfl\u00e4che Platz. Die gro\u00dfe Oberfl\u00e4che f\u00fchrt zu mehreren besonderen Eigenschaften. Eine davon ist, dass die Sensoren eine hohe Empfindlichkeit bei Raumtemperatur aufweisen und daf\u00fcr nicht extra erhitzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Forscher auf eine gro\u00dfe Vielfalt gassensitiver Materialien zugreifen. Darunter fallen auch solche, die bei hohen Temperaturen zerfallen w\u00fcrden, wie etwa Polymere. Zus\u00e4tzlich ist der Herstellungsprozess einfacher: Der Sensorchip kann durch einfaches Auftropfen, Drop-Casting, hergestellt werden.<\/p>\n<p>Schn\u00fcffelmuster per KI entschl\u00fcsseln<\/p>\n<p>Die Signalmuster des Chips werten die Forscher mittels eines KI-Modells aus, das mit maschinellem Lernen darauf trainiert worden ist, die unterschiedlichen Ger\u00fcche von sieben verschiedenen Lebensmitteln einzuordnen. Dabei handelt es sich um Erdbeeren, Blaubeeren, Bananen, Waln\u00fcsse, Haseln\u00fcsse, Cashewn\u00fcsse und Erdn\u00fcsse. Zus\u00e4tzlich wurde das Modell auf die Ger\u00fcche von Milch, Eiern und rohem H\u00e4hnchenfleisch trainiert.<\/p>\n<p>Das Sensorsystem erwies sich in Versuchen als \u00e4u\u00dferst empfindlich. So war es etwa in der Lage, 0,05 g einer separierten Walnuss zu erschn\u00fcffeln. Das entspricht etwa einem hundertsten Teil einer durchschnittlichen Walnuss. 16 verschiedene Ger\u00fcche kann das System einordnen, darunter verdorbene Lebensmittel und Nussallergene. Die Gesamtvorhersagegenauigkeit liegt bei 92,6 Prozent, schreiben die Wissenschaftler. Das System ist so in der Lage, pr\u00e4zisere Vorhersagen \u00fcber den Zustand eines Lebensmittels zu treffen, als es einem Menschen auf Grundlage seiner Nase m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Die Forscher k\u00f6nnen sich vorstellen, \u00e4hnliche Sensorchips in K\u00fchlschr\u00e4nken zu integrieren, in denen die Sensorik den Inhalt darauf \u00fcberwacht, ob ein Lebensmittel zu verderben beginnt oder noch in Ordnung ist. Der K\u00fchlschrank k\u00f6nnte dann Mitteilungen auf ein Smartphone schicken und gezielt informieren, welches Lebensmittel nicht mehr genie\u00dfbar ist.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dass das grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich ist, haben die Wissenschaftler bereits au\u00dferhalb der Studie nachgewiesen. Sie haben eine portable Version der \u201eelektronischen Nase\u201c entwickelt, die Informationen in einer iPhone-App anzeigt. Das Team will den Chip nun verbessern, um dann weitere Tests durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:olb@heise.de\" title=\"Oliver B\u00fcnte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">olb<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Wissenschaftsteam der University of California Berkeley (UC Berkeley) hat ein Sensorsystem entwickelt, das verdorbene Lebensmittel pr\u00e4ziser \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1103482,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[29,233729,30,702,190,189,102900,194,191,193,192],"class_list":["post-1103481","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-deutschland","tag-elektronische-nase","tag-germany","tag-lebensmittel","tag-science","tag-science-technology","tag-sensortechnik","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116770867132959535","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1103481"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103481\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1103482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1103481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1103481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1103481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}