{"id":1103731,"date":"2026-06-18T13:55:19","date_gmt":"2026-06-18T13:55:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1103731\/"},"modified":"2026-06-18T13:55:19","modified_gmt":"2026-06-18T13:55:19","slug":"insolvenz-marienhospital-rbk-klinikchef-das-ist-nur-die-spitze-des-eisbergs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1103731\/","title":{"rendered":"Insolvenz Marienhospital: RBK-Klinikchef: \u201eDas ist nur die Spitze des Eisbergs\u201c"},"content":{"rendered":"<p> Gerade eine Woche ist es her, als in <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> die Krankenh\u00e4user zu einem offenen Protest aufgerufen haben &#8211; so, wie viele Kliniken im S\u00fcdwesten: Mit Absperrb\u00e4ndern hatten H\u00e4user wie das <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Klinikum_Stuttgart\" title=\"Klinikum Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klinikum Stuttgart<\/a>, das Karl-Olga-Hospital sowie das Diakonie-Klinikum Stuttgart den Haupteingang symbolisch verschlossen, um gegen die Einschnitte zu protestieren, die ihnen seitens der geplanten Sparpl\u00e4ne der <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Bundesregierung\" title=\"Bundesregierung\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> drohen. <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/artikel\/protest-in-stuttgart-krankenpflegerin-angst-dass-alles-zusammenbricht-79172531\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eKein Geld. Keine Versorgung. Wir sind f\u00fcr Sie da. Solange wir noch k\u00f6nnen\u201c<\/a> &#8211; so lautete das Motto der Protestaktion, zu der die Krankenhausgesellschaft <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Baden-W%C3%BCrttemberg\" title=\"Baden-W\u00fcrttemberg\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> aufgerufen hatte.<\/p>\n<p>Nun ist klar: Das Marienhospital in Stuttgart, einer der medizinischen Zentralversorger der Landeshauptstadt mit rund 760 Betten, 2.000 Mitarbeitende und etwa 30.000 Behandlungsf\u00e4lle pro Jahr, kann nicht mehr: Am vergangenen Mittwoch wurde bekannt, dass die Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH, zu der das Marienhospital Stuttgart geh\u00f6rt, <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Insolvenz\" title=\"Insolvenz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Insolvenz<\/a> angemeldet hat. Der Betrieb laufe zwar weiter, hei\u00dft es seitens der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Dennoch ist die Zukunft des Hauses ungewiss.<\/p>\n<p>Klinikchef bef\u00fcrchtet weitere Insolvenzen im Land <\/p>\n<p>Die Chefs der drei gro\u00dfen Kliniken in Stuttgart &#8211; dem Klinikum Stuttgart, dem <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Robert_Bosch\" title=\"Robert Bosch\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Robert Bosch<\/a> Krankenhaus Stuttgart und dem Diakonie-Klinikum &#8211; bedauern zwar diese Entwicklung. \u00dcberrascht sind sie allerdings nicht: \u201eDass, was wir jetzt im Marienhospital sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs\u201c, sagt <a href=\"https:\/\/www.rbk.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">RBK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Mark Dominik Alscher<\/a>. \u201eDie Politik hat es vers\u00e4umt, auf Bundesebene einen echten Strukturwandel zu planen.\u201c Angesichts der weiteren geplanten Sparma\u00dfnahmen der Bundesregierung werden am Ende nur noch die H\u00e4user \u00fcberleben, die sich die Einschnitte leisten k\u00f6nnen. Alscher bef\u00fcrchtet daher einen sogenannten \u201ekalten Strukturwandel\u201c: \u201eWir werden noch viele weitere Insolvenzen in den kommenden Jahren sehen, die ungerichtet sind\u201c, sagt er gegen\u00fcber unserer Zeitung.<\/p>\n<p>Dass der Betrieb im Marienhospital erst einmal weitergehen soll, sei eine richtige Entscheidung, so der RBK-Klinikchef &#8211; vor allem im Blick auf die akute Notfallversorgung: \u201eDie <a href=\"https:\/\/www.replace-delivery-host.com\/artikel\/notaerzte-ziehen-bilanz-ausgerechnet-an-weihnachten-notfallkliniken-als-hausarztersatz-78979552\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Notaufnahmen in Stuttgart<\/a> sind schon jetzt t\u00e4glich an vielen Stunden am Limit.\u201c Wenn nun die Notaufnahme des Marienhospitals \u00fcber Nacht geschlossen werden m\u00fcsse, w\u00fcrde das zu einer Ersch\u00f6pfung der Strukturen f\u00fchren. \u201eDas w\u00e4re schwierig zu kompensieren.\u201c<\/p>\n<p>Marienhospital sollte Fachbereiche reduzieren <\/p>\n<p>Aber eine Insolvenz wird auch bedeuten, dass es zu einer gewissen Umverteilung der Fachbereiche kommen w\u00fcrde. \u201eHier gilt es, meiner Meinung nach, sich auf die Spezialgebiete des Marienhospitals zu besinnen\u201c, so Alscher. Gerade die plastische Chirurgie, die HNO-Abteilung und die Klinik f\u00fcr Orthop\u00e4die, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie mit ihrem Schwerpunkt als <a href=\"https:\/\/www.replace-delivery-host.com\/artikel\/feuerkatastrophe-crans-montana-stuttgarter-arzt-wir-operieren-bei-37-grad-raumtemperatur-78555766\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Versorger f\u00fcr Schwerbrandverletzte<\/a> sollten erhalten bleiben.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/media.media.18b3dc11-d09f-425f-b22c-1257f7242dd7.original1024.media\"\/>     Das Marienhospital in Stuttgart.    Foto: Lichtgut\/Christoph Schmidt    <\/p>\n<p>Es w\u00e4re, so Alscher, die Aufgabe der Stadt sich gemeinsam mit den Kliniken zu \u00fcberlegen, welche Fachabteilung in welchem Haus sinnvoll sei, um f\u00fcr die Zukunft besser ger\u00fcstet zu sein &#8211; und dennoch den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgen Stuttgarts das maximale an Angebot anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> Klinikum Stuttgart f\u00fchrt Zusammenarbeit weiter <\/p>\n<p>Die Insolvenz des Marienhospitals betrifft auch das Klinikum Stuttgart: Denn seit eineinhalb Jahren gehen das st\u00e4dtische Klinikum und das Marienhospital bei der <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/artikel\/folgen-der-krankenhausreform-stammzelltherapie-wie-stuttgarter-kliniken-um-patienten-buhlen-78891549\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zelltherapie gemeinsame Wege<\/a>. Patienten des Marienhospitals, die eine Stammzelltransplantation haupts\u00e4chlich gegen Blutkrebs ben\u00f6tigen, werden am <a href=\"https:\/\/www.klinikum-stuttgart.de\/medizin-pflege\/haematologie-onkologie\/zentrum-fuer-zelltherapie-am-klinikum-stuttgart\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">gemeinsamen Zentrum f\u00fcr Zelltherapie<\/a>, das r\u00e4umlich dem Klinikum angegliedert ist, station\u00e4r versorgt \u2013 dabei werden sie von ihren \u00c4rzten aus dem Marienhospital begleitet.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit der beiden H\u00e4user hatte zuletzt f\u00fcr Unmut am Diakonie-Klinikum Stuttgart und am Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart gef\u00fchrt: So weist gerade die Landeshauptstadt eine hohe Dichte an Stammzelltherapie-Zentren auf. Denn auch das RBK und das Diak f\u00fchren seit Jahren diese spezielle Form der Stammzelltransplantationen durch. RBK-Chef Alscher bezeichnete daher schon damals die Kooperation als \u201emedizinisch und strukturell \u00fcberfl\u00fcssig\u201c.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>\u201eDie bew\u00e4hrten Kooperationen, die es zwischen dem Marienhospital und dem Klinikum Stuttgart gibt, werden wir weiter unterst\u00fctzen, solange das erforderlich ist.\u201c<\/p>\n<p>   Jan Steffen J\u00fcrgensenVorstand des Klinikums Stuttgart <\/p><\/blockquote>\n<p>Dennoch will das Klinikum an der Verbindung festhalten: \u201eWir sind in engem Austausch mit dem Marienhospital\u201c, sagt der Vorstand des Klinikums Stuttgart, Jan Steffen J\u00fcrgensen. Die bew\u00e4hrten Kooperationen, die es zwischen dem Marienhospital und dem Klinikum Stuttgart gibt, werden wir weiter unterst\u00fctzen, solange das erforderlich ist.\u201c<\/p>\n<p> Oberb\u00fcrgermeister hofft auf eine \u201ezukunftsf\u00e4hige Klinik\u201c <\/p>\n<p>Auch die Stadt Stuttgart m\u00f6chte am Bestehen des Marienhospitals festhalten: \u201eDie Insolvenz des Marienhospitals ist ein sehr schmerzhafter und harter Schlag f\u00fcr die gesamte Mitarbeiterschaft, f\u00fcr die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul und f\u00fcr unsere Stadt als Ganzes\u201c, sagt der Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Frank Nopper. \u201eDie Landeshauptstadt wird im Rahmen ihrer begrenzten M\u00f6glichkeiten dem Marienhospital unterst\u00fctzend zur Seite stehen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Nopper bef\u00fcrchtet, dass die schwierige Lage, in der sich die Krankenh\u00e4user befinden, auch in Stuttgart sich erst einmal nicht \u00e4ndern wird: \u201eDie Insolvenz des Marienhospitals ist ein mahnendes Vorzeichen, vor welch riesigen Herausforderungen und Schwierigkeiten unsere Krankenh\u00e4user derzeit und noch st\u00e4rker zuk\u00fcnftig stehen.\u201c Dem pflichtet Krankenhausb\u00fcrgermeister Thomas Fuhrmann bei: Das gro\u00dfe, gute und traditionsreiche Stuttgarter Krankenhaus steht unter massivem Druck der unzureichenden Krankenhausfinanzierung und des in Beratung befindlichen GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes. \u201eIch bin froh, dass die Patientenversorgung im Marienhospital gew\u00e4hrleistet ist und zuversichtlich, dass die Insolvenz in Eigenverwaltung eine gute Basis f\u00fcr den Sanierungsprozess ist\u201c, sagt Fuhrmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gerade eine Woche ist es her, als in Stuttgart die Krankenh\u00e4user zu einem offenen Protest aufgerufen haben &#8211;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1103732,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[76205,1634,1173,3364,29,22277,30,1551,221145,3382,96819,9563,1441,233753],"class_list":["post-1103731","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-marienhospital","tag-baden-wuerttemberg","tag-bundesregierung","tag-de","tag-deutschland","tag-eisberg","tag-germany","tag-insolvenz","tag-klinikchef","tag-klinikum-stuttgart","tag-mark-dominik-alscher","tag-robert-bosch","tag-stuttgart","tag-vinzenz-von-paul"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116771458275753857","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1103731"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103731\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1103732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1103731"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1103731"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1103731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}