{"id":1105286,"date":"2026-06-19T04:47:23","date_gmt":"2026-06-19T04:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105286\/"},"modified":"2026-06-19T04:47:23","modified_gmt":"2026-06-19T04:47:23","slug":"pharmaindustrie-usa-wollen-preise-fuer-deutsche-medikamente-pruefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105286\/","title":{"rendered":"Pharmaindustrie: USA wollen Preise f\u00fcr deutsche Medikamente pr\u00fcfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die USA haben eine<br \/>\nHandelsuntersuchung gegen \u200bDeutschland wegen der Preisgestaltung<br \/>\nf\u00fcr <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/medikament\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Medikamente<\/a> eingeleitet. Es gehe um die Frage, ob US-amerikanische Patienten einen<br \/>\nunverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Anteil der Kosten f\u00fcr Forschung und Entwicklung<br \/>\n schultern, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer mit.<br \/>\nEr beruft sich auf Abschnitt 301 des US-Handelsgesetzes von 1974. Gepr\u00fcft werden soll, ob Deutschland f\u00fcr innovative<br \/>\nPharmaprodukte \u200banhaltend zu wenig bezahle und dies \u2060unangemessen<br \/>\noder diskriminierend sei. Je nach Ausgang k\u00f6nnte diese Untersuchung Z\u00f6lle<br \/>\nrechtfertigen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Greer wies darauf hin, dass den Ermittlungen monatelange Gespr\u00e4che mit<br \/>\nder <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bundesregierung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> vorausgegangen seien, bisher offenbar ohne Erfolg. Im<br \/>\n April sei ein Abkommen mit Gro\u00dfbritannien erzielt worden, hei\u00dft es in <a href=\"https:\/\/ustr.gov\/about\/policy-offices\/press-office\/press-releases\/2026\/june\/ustr-announces-initiation-section-301-investigation-germanys-persistent-underpayment-innovative\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">der Mitteilung des Handelsbeauftragten<\/a>. \u00bbDeutschland sollte diesem Beispiel folgen und konstruktive<br \/>\nVerhandlungen f\u00fchren, um das Ungleichgewicht zu beseitigen\u00ab, sagte Greer.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00bbIch bin besonders besorgt \u00fcber<br \/>\nNachrichten, \u200bdass Deutschland ein Gesetz vorantreibt, das seine<br \/>\nAusgaben f\u00fcr innovative Arzneimittel weiter senken \u200cw\u00fcrde\u00ab, \u2060sagte Greer. Damit verwies Greer auf \u200bdie <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-06\/gesetzliche-krankenkassen-kosten-anstieg-nina-warken-gxe\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">geplante Gesundheitsreform<br \/>\nder Bundesregierung<\/a>. Mit einem B\u00fcndel an Einsparungen und<br \/>\nMehreinnahmen soll ein drohendes Defizit von 20 Milliarden \u200bEuro<br \/>\nbei den gesetzlichen Kassen ausgeglichen werden. Sparpl\u00e4ne<br \/>\nbetreffen demnach auch pharmazeutische Produkte.\n<\/p>\n<p>            Diskussion um Abschlag f\u00fcr Hersteller            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es war geplant, dass Pharmakonzerne sich k\u00fcnftig <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-04\/gesundheitsreform-krankenversicherung-nina-warken-cdu-sozialreform\/seite-2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">an den Einsparungen beteiligen und einen dynamischen Herstellerabschlag leisten<\/a>. Dessen H\u00f6he w\u00fcrde davon abh\u00e4ngen, wie sich die Arzneimittelpreise und die Einnahmen der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/krankenversicherung\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Krankenkassen<\/a> entwickeln. Steigen die Preise st\u00e4rker als die Einnahmen, m\u00fcssten die Hersteller den Kassen einen entsprechend hohen Abschlag gew\u00e4hren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will dabei allerdings eine Ausnahme zulassen: F\u00fchren die Hersteller ihre Studien in Deutschland durch, sollen sie vom Herstellerrabatt befreit werden. So erhielten die Patienten weiterhin fr\u00fch Zugang zu neuen Medikamenten. Gleichzeitig entl\u00e4sst Warken die Industrie damit ein St\u00fcck weit aus der Verantwortung.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. Anschlie\u00dfend erhalten Sie unseren Geld-Newsletter mit den besten Artikeln rund um Finanzen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters will die schwarz-rote Koalition der<br \/>\nPharmaindustrie weiter entgegenkommen, um Abschl\u00e4ge kalkulierbar zu machen. Die Branche soll aber weiterhin \u2060einen Beitrag zur Vermeidung \u200bdes Defizits der gesetzlichen Kassen leisten. Nun sei der Agentur zufolge ein fester Aufschlag \u200cauf den<br \/>\nbisherigen Herstellerabschlag geplant. Dieser \u200cAbschlag werde aber gegen\u00fcber<br \/>\nden Planungen angehoben.\n<\/p>\n<p>                                    Trump kritisiert deutsche Medikamentenpreise            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">US-Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> \u200bfordert eine deutliche Erh\u00f6hung<br \/>\nder Arzneimittelpreise in Deutschland und Europa. Die<br \/>\nUS-Regierung behauptet, dass die US-Verbraucher h\u00f6here Preise<br \/>\nzahlen m\u00fcssten, weil dies \u200bdie Forschung und Entwicklung neuer<br \/>\nArzneimittel finanziere.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Trump verfolgte seit seiner R\u00fcckkehr an<br \/>\ndie Macht auch in diesem Bereich eine aggressive Handelspolitik, die zur Verh\u00e4ngung eines weltweiten \u200cZolls von zehn Prozent und zu<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2026-04\/usa-zoelle-donald-trump-arzneimittel-stahl\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Drohungen mit Z\u00f6llen von \u200bbis zu 100 Prozent auf Einfuhren aus<br \/>\nL\u00e4ndern wie China und \u2060Frankreich<\/a> gef\u00fchrt \u200bhat.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die US-Handelsbeh\u00f6rde will ab dem 25.<br \/>\nJuni schriftliche Stellungnahmen zu deutschen  Medikamentenpreisen\u00a0entgegennehmen und \u200cim September<br \/>\neine \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung abhalten.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Arzneimittel        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-09\/medikamente-zoelle-usa-trump-auswirkungen-deutschland-gxe\" data-ct-label=\"US-Zollpolitik: Was Trumps Z\u00f6lle auf Medikamente f\u00fcr Deutschland bedeuten k\u00f6nnten\" data-uuid=\"c6276c13-4707-441d-98b6-c0704dc20e18\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        US-Zollpolitik:<br \/>\n                        Was Trumps Z\u00f6lle auf Medikamente f\u00fcr Deutschland bedeuten k\u00f6nnten<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/23\/medikament-usa-donald-trump-pharmaindustrie\" data-ct-label=\"Medikamentenmarkt: Warum sie wegen Trump ihr neues Medikament nicht bekommt\" data-uuid=\"abd7cb8d-2a33-49fe-8825-aa2b7db77da1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Medikamentenmarkt:<br \/>\n                        Warum sie wegen Trump ihr neues Medikament nicht bekommt<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2026-04\/krankenkassenreform-gutverdiener-solidaritaet-versicherung-nina-warken\" data-ct-label=\"Krankenkassenreform: Willst du wirklich Konsument sein, wenn du krank bist?\" data-uuid=\"6e4d97ff-75ed-47f4-8523-a68cd2ae12c3\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Krankenkassenreform:<br \/>\n                        Willst du wirklich Konsument sein, wenn du krank bist?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA haben eine Handelsuntersuchung gegen \u200bDeutschland wegen der Preisgestaltung f\u00fcr Medikamente eingeleitet. 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