{"id":1105568,"date":"2026-06-19T07:32:28","date_gmt":"2026-06-19T07:32:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105568\/"},"modified":"2026-06-19T07:32:28","modified_gmt":"2026-06-19T07:32:28","slug":"burnham-zurueck-in-westminster-was-macht-premier-starmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105568\/","title":{"rendered":"Burnham zur\u00fcck in Westminster \u2013 was macht Premier Starmer?"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Mit seiner Frau und Tochter im Arm verlie\u00df Andy Burnham am fr\u00fchen Morgen den Ort seines Wahlsieges \u2013 und leitete damit einen wieder einmal historischen Tag in der britischen Politik ein. Nach dem Erfolg bei der Nachwahl im Bezirk Makerfield ist der Weg f\u00fcr den 56-J\u00e4hrigen frei, Premierminister Keir Starmer in eine parteiinterne F\u00fchrungswahl zu zwingen. Dies k\u00f6nnte der \u00abWendepunkt\u00bb sein, sagte Burnham in den fr\u00fchen Morgenstunden.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Der Labour-Politiker holte 24.927 Stimmen und damit knapp 10.000 Stimmen mehr als der Kandidat der rechtspopulistischen Partei Reform UK, Robert Kenyon (15.696). Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 Prozent (45.476 Stimmen). Auf dem Weg zum Auto sagte Burnham der Nachrichtenagentur PA zufolge, zun\u00e4chst ein Bier trinken zu wollen.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat der Wahlsieg von Andy Burnham?<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMUEhXN0pSY0NLbzFsSXRPcEROQXFiR0dIZ0xrMTJ5bFBlYURXQnNEZzRldUhvWjdNWXBCSkpsNmg5dVB0RklaM1BnQTNuZVdvLzV5VGdBZXZQb0lZTGVXWTJjZ1QycjFZRWNRNTRvMDJWTUI\/260619-0905-urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-935-1419381.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"In Makerfield standen auch skurrile Kandidaten zur Wahl.\" data-glightbox=\"type: image; description: In Makerfield standen auch skurrile Kandidaten zur Wahl.  | \u00a9 Peter Byrne\/PA Wire\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/260619-0905-urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-935-1419381.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"In Makerfield standen auch skurrile Kandidaten zur Wahl. - \u00a9 Peter Byrne\/PA Wire\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                In Makerfield standen auch skurrile Kandidaten zur Wahl.<br \/>\n                                    | \u00a9 Peter Byrne\/PA Wire\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Der bisherige B\u00fcrgermeister von Greater Manchester wurde ins britische Unterhaus gew\u00e4hlt. Ein Sitz im Parlament ist die Voraussetzung f\u00fcr ein Labour-Mitglied, um den Parteivorsitzenden Starmer herausfordern zu k\u00f6nnen. Der charismatische 56-J\u00e4hrige gilt als Liebling des moderat-linken Parteifl\u00fcgels und als der mit Abstand aussichtsreichste Kandidat f\u00fcr den Sturz des Premiers.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMUEhXN0pSY0NLbzFsSXRPcEROQXFiR0dIZ0xrMTJ5bFBlYURXQnNEZzRldUhvWjdNWXBCSkpsNmg5dVB0RklaM05ObGJiaCtwMi9JRUk3YjBmL2tSSzBBaDV3NWIxdTdRWFFrWXh2MDdMdWg\/260619-0905-urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-935-1419387.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Tief in der Krise: Der britische Premierminister Keir Starmer. (Archivbild)\" data-glightbox=\"type: image; description: Tief in der Krise: Der britische Premierminister Keir Starmer. (Archivbild)  | \u00a9 Kin Cheung\/AP\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/260619-0905-urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-935-1419387.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Tief in der Krise: Der britische Premierminister Keir Starmer. (Archivbild) - \u00a9 Kin Cheung\/AP\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Tief in der Krise: Der britische Premierminister Keir Starmer. (Archivbild)<br \/>\n                                    | \u00a9 Kin Cheung\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Trotz der seit Monaten andauernden Regierungskrise h\u00e4lt Starmer bislang an seinem Amt fest. Das war in den vergangenen Wochen einfacher, weil er zwar auch parteiintern scharf kritisiert wurde, aber niemand mit gro\u00dfem R\u00fcckhalt die tats\u00e4chliche Rebellion wagte. Burnham wird das tun \u2013 die Ank\u00fcndigung k\u00f6nnte schon in den kommenden Stunden oder Tagen folgen. Seine Siegerrede l\u00e4sst daran kaum einen Zweifel offen.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">\u00abJeder sp\u00fcrt, dass das Land nicht dort ist, wo es sein sollte\u00bb, sagte Burnham. \u00abIch werde alles geben, was ich habe, um daf\u00fcr zu sorgen, dass der Name Makerfield f\u00fcr immer ein Synonym daf\u00fcr ist, den Wandel herbeizuf\u00fchren, den dieses Land braucht \u2013 und etwas zur\u00fcckzubringen, das wir verloren haben: Hoffnung, Hoffnung auf die Zukunft.\u00bb Im Stil eines Premierministers versprach er, daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass es den Menschen im Norden besser gehen werde.<\/p>\n<p>Wie sind die Reaktionen auf den Nachwahlsieg von Burnham?<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Premierminister Starmer gratulierte Burnham am fr\u00fchen Morgen in sozialen Medien nur knapp zu seinem Wahlsieg. Die W\u00e4hler h\u00e4tten sich f\u00fcr \u00abHoffnung und Optimismus\u00bb und nicht f\u00fcr \u00abSpaltung und Hass\u00bb entschieden, schrieb er in einem X-Beitrag. Britische Medien \u00fcberschlugen sich indes mit Analysen und Ausblicken auf die kommenden Stunden und Tage. Eine Auswahl der Titelzeilen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n\u00abThe Sun\u00bb: \u00abMachtkampf bei Labour und ein hei\u00dfer politischer Sommer drohen\u00bb<\/li>\n<li>\n\u00abThe Guardian\u00bb: \u00abAndy Burnham sagt, Labour hat &#8222;letzte Chance zur Ver\u00e4nderung&#8220;\u00bb<\/li>\n<li>\n\u00abThe Telegraph\u00bb: \u00abBurnham gewinnt Nachwahl in Makerfield und macht sich auf den Weg zur Downing Street\u00bb<\/li>\n<li>\n\u00abDaily Mail\u00bb: \u00abAndy Burnham marschiert auf Westminster und die Downing Street zu\u00bb<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie k\u00f6nnte der Premier reagieren?<\/p>\n<p class=\"em_text\">Starmer hatte am Mittwoch \u2013 einen Tag vor der Wahl \u2013 angedeutet, Burnham im Falle des Wahlsieges einen Platz in seinem Kabinett anbieten zu wollen. Ein letzter Versuch der Beschwichtigung? F\u00fcr den Premier ergeben sich eigentlich nur zwei M\u00f6glichkeiten: Er h\u00e4lt sich wie bislang an seinem Amt fest und l\u00e4sst sich herausfordern oder er r\u00e4umt freiwillig den Posten als Parteichef und damit als Premierminister. Auch im zweiten Fall g\u00e4be es dann eine F\u00fchrungswahl.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4uft die Labour-Wahl um den Parteivorsitz ab?<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Um Starmer herauszufordern, ben\u00f6tigen Burnham und weitere m\u00f6gliche Kandidatinnen und Kandidaten die Unterst\u00fctzung von jeweils 20 Prozent der Labour-Abgeordneten, derzeit sind das 81. Dann w\u00fcrde eine Urabstimmung unter den Mitgliedern und weiteren Wahlberechtigten folgen. Als aktueller Vorsitzender st\u00fcnde Starmer automatisch zur Wahl \u2013 er m\u00fcsste aber nicht antreten.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Als weiterer Bewerber gilt der als Gesundheitsminister zur\u00fcckgetretene Wes Streeting. Dazu schreibt die Nachrichtenagentur PA: \u00abBurnham und Streeting hoffen, dass Sir Keir das Wochenende nutzen wird, um einzugestehen, dass eine Herausforderung seiner F\u00fchrung unvermeidlich und seine Zeit in der Downing Street abgelaufen ist.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Die F\u00fchrungswahl w\u00e4re allerdings nicht innerhalb weniger Tage erledigt, sondern w\u00fcrde einem festen Prozess folgen, der sich \u00fcber Wochen oder gar Monate ziehen k\u00f6nnte. Weil dieser naturgem\u00e4\u00df von einem parteiinternen Wahlkampf begleitet werden w\u00fcrde, w\u00fcrde das Labour-Chaos vor allem auch den Gegnern im Parlament in die Karten spielen \u2013 insbesondere Reform UK mit Brexit-Vork\u00e4mpfer Nigel Farage an der Spitze.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Das gilt allerdings nur, solange es neben Burnham auch Mitbewerber um den Parteivorsitz gibt. Sonst k\u00f6nnte er ohne langwieriges Prozedere zum neuen Parteichef und damit Premier gek\u00fcrt werden. Da er haushoher Favorit ist, gilt diese Variante als nicht unwahrscheinlich. Potenzielle Konkurrenten lie\u00dfen sich wohl mit einem Kabinettsposten von einer Kandidatur abbringen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit seiner Frau und Tochter im Arm verlie\u00df Andy Burnham am fr\u00fchen Morgen den Ort seines Wahlsieges \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1105569,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,120736,513,70090,9903,234164,551,13,5554,4036,232049,37416,14,234165,15,10565,11329,139,33289,234061,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997,2534,77355],"class_list":["post-1105568","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-andy-burnham","tag-auto","tag-downing-street","tag-ergebnisse","tag-fuehrungswahl","tag-grossbritannien","tag-headlines","tag-keir-starmer","tag-london","tag-makerfield","tag-meta_dpa_topthemen","tag-nachrichten","tag-nachwahlsieg","tag-news","tag-parlament","tag-premierminister","tag-regierung","tag-regierungskrise","tag-robert-kenyon","tag-schlagzeilen","tag-uk","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland","tag-wahl","tag-westminster"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1105568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1105568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1105568\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1105569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1105568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1105568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1105568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}