{"id":1105672,"date":"2026-06-19T08:27:16","date_gmt":"2026-06-19T08:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105672\/"},"modified":"2026-06-19T08:27:16","modified_gmt":"2026-06-19T08:27:16","slug":"umwelt-reichstes-zehntel-verursacht-umweltschaeden-in-billionenhoehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105672\/","title":{"rendered":"Umwelt: Reichstes Zehntel verursacht Umweltsch\u00e4den in Billionenh\u00f6he"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die reichsten zehn Prozent aller Menschen sind \u00fcberproportional f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der Umwelt verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der niederl\u00e4ndischen Universit\u00e4t Leiden und der englischen Universit\u00e4t Oxford. Demnach belaufen sich die Umwelt- und Klimasch\u00e4den dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe auf 1,7 bis 5,7 Billionen US-Dollar pro Jahr.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Rechnung mache das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung und die Verantwortung der obersten zehn Prozent deutlich, schreibt Hauptautorin Inge Schrijver. \u00bbDie Schadenssumme ist h\u00f6her als die Mittel, die weltweit f\u00fcr Klima- und Biodiversit\u00e4tsfonds ben\u00f6tigt werden.\u00ab Es sei wichtig, die Verursachenden der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/umweltschaden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Umweltsch\u00e4den<\/a> st\u00e4rker in die Pflicht zu nehmen, folgern die Autoren der Studie, welche im <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s44458-026-00079-x\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Fachjournal Communications Sustainability ver\u00f6ffentlicht wurde<\/a>.\n<\/p>\n<p>                                    H\u00e4lfte der Sch\u00e4den entf\u00e4llt auf Artensterben            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Forschenden untersuchten dabei die Folgen, die allein der Konsum auf ausgew\u00e4hlte Parameter hat. Sch\u00e4den entst\u00fcnden etwa durch den Konsum von Luxusg\u00fctern, beispielsweise gro\u00dfen Autos. Zudem durch regelm\u00e4\u00dfiges Fliegen oder auch den Land- und Energieverbrauch f\u00fcr gro\u00dfe H\u00e4user und andere Immobilien.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">So entfallen zwischen 47 und 56 Prozent der so verursachten Sch\u00e4den an der Umwelt auf das Artensterben, etwa durch den Verlust von Tier- und Pflanzenarten oder deren Lebensr\u00e4umen. Es folgt der Klimawandel mit 36 bis 45 Prozent. Sechs bis acht Prozent entfallen auf die Folgen der Anreicherung mit Stickstoff, jeweils zwei Prozent auf die Anreicherung mit Phosphor und den Verbrauch von S\u00fc\u00dfwasser. Andere Faktoren, wie etwa die Versauerung der Meere oder \u00c4nderungen der Landnutzung, blieben au\u00dfen vor.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">60 Prozent der reichsten zehn Prozent leben den Forschenden zufolge in den USA und der EU. Die Verteilung von Reichtum sei entsprechend <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2026-05\/soziale-ungleichheit-deutschland-erfolg-armut-gerechtigkeit\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ungleich<\/a>. Im Durchschnitt liege der verursachte Schaden pro Person bei 2.300 bis 7.500 US-Dollar j\u00e4hrlich.\n<\/p>\n<p>            Forschende fordern mehr Regulierung            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Allerdings seien auch dabei die regionalen Unterschiede teils enorm: So verursache ein Mensch, der in den USA zum reichsten Zehntel geh\u00f6rt, jedes Jahr im Mittel 38.000 Dollar an Umweltsch\u00e4den, w\u00e4hrend es in Deutschland 10.000 Dollar seien. In Indien verursache eine Person der reichsten zehn Prozent hingegen zwischen 410 und 1.400 Dollar.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">K\u00f6nnen Maschinen denken? Existiere ich wirklich? Im Podcast \u00bbNur eine Frage\u00ab suchen wir Antworten auf die vermeintlich simplen \u00bbKinderfragen\u00ab. Dieser Newsletter weist auf neue Folgen hin \u2013 und auf erg\u00e4nzendes Material zu den Gespr\u00e4chen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Anderen Studien zufolge sind die reichsten zehn Prozent <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2025-05\/umwelt-erderwaermung-emissionen-studie\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">f\u00fcr rund zwei Drittel der globalen Erderw\u00e4rmung verantwortlich<\/a>.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Autorinnen und Autoren der Studie pl\u00e4dieren daf\u00fcr, die Umwelt durch Regulierungen st\u00e4rker zu sch\u00fctzen und die Hauptverantwortlichen st\u00e4rker in die Pflicht zu nehmen. \u00bbW\u00fcrde der Verursacher zahlen und dieses Geld in L\u00f6sungen flie\u00dfen, k\u00f6nnte das einen enormen Unterschied machen\u00ab, schreibt Schrijver. M\u00f6glich w\u00e4re etwa eine Umweltsteuer oder eine Art Wohlstandsteuer.\n<\/p>\n<p>Klimawandel<\/p>\n<p>            Wo kann man noch sicher leben?        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2021-08\/waldbraende-deutschland-klimawandel-hitze-trockenheit-wohnen\" data-ct-label=\"Waldbr\u00e4nde in Deutschland: Im Gr\u00fcnen zu leben hei\u00dft, mit Feuer zu leben\" data-uuid=\"7a21f729-705b-485f-95c1-2757a6ba793f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Waldbr\u00e4nde in Deutschland:<br \/>\n                        Im Gr\u00fcnen zu leben hei\u00dft, mit Feuer zu leben<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2021-08\/sturmflut-klimawandel-meer-meeresspiegel-hochwasser-wohnen\" data-ct-label=\"Sturmflut und Klimawandel: Der Albtraum vom Haus am Meer\" data-uuid=\"83ed0e36-8b8a-436d-91fa-ebf84c1d9712\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Sturmflut und Klimawandel:<br \/>\n                        Der Albtraum vom Haus am Meer<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2021-08\/hochwasser-deutschland-fluss-flut-klimawandel-wohnen\" data-ct-label=\"Hochwasser in Deutschland: Kann man am Wasser noch sicher leben?\" data-uuid=\"0964565e-2e02-4871-abf1-dc93df7173be\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Hochwasser in Deutschland:<br \/>\n                        Kann man am Wasser noch sicher leben?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die reichsten zehn Prozent aller Menschen sind \u00fcberproportional f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der Umwelt verantwortlich. 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