{"id":1105955,"date":"2026-06-19T11:09:16","date_gmt":"2026-06-19T11:09:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105955\/"},"modified":"2026-06-19T11:09:16","modified_gmt":"2026-06-19T11:09:16","slug":"app-store-anwendung-apple-trackt-eingegebene-zeichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1105955\/","title":{"rendered":"App-Store-Anwendung: Apple trackt eingegebene Zeichen"},"content":{"rendered":"<p>Apple gibt Entwicklern auf dem iPhone <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-gibt-Entwicklern-mehr-Analytics-Daten-an-die-Hand-11224539.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zahlreiche neue Metriken zur Optimierung ihres Anwendungsvertriebs<\/a> an die Hand \u2013 und setzt dabei offenbar erstaunlich aggressiv auf ein Tracking der App-Store-Nutzer. Das berichtet das deutsch-kanadische Sicherheitsforschungsteam Mysk. Demnach speichert der iPhone-Hersteller gar jeden einzelnen Buchstaben bei der Eingabe in Suchfelder inklusive Zeitstempel. Das Problem: Wer den App Store verwendet, bekommt daf\u00fcr keine Opt-out-M\u00f6glichkeit \u2013 offenbar auch dann nicht, wenn man personalisierter Werbung auf dem iPhone durch Apple grunds\u00e4tzlich widerspricht.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Neue Metriken f\u00fcr Entwickler<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise steckt Apples neue \u201ePersonalized Collections\u201c-Funktion hinter dem erh\u00f6hten Mitspeichern der App-Store-Aktivit\u00e4t \u2013 oder nutzt diese zumindest. Damit m\u00f6chte Apple erfassen, welche Interessen User an Apps haben, um ihnen dann algorithmisch passende Vorschl\u00e4ge zu machen. Sogenannte App Notes sollen zudem erkl\u00e4ren, warum die Empfehlungen kamen \u2013 was an Mechanismen von <a href=\"https:\/\/accountscenter.facebook.com\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Facebook<\/a> oder Google erinnert, die Nutzern ihre interessenbasierte Reklame ebenfalls auf ihren Websites erkl\u00e4ren (und sogar konfigurierbar machen).<\/p>\n<p>Die Gruppe Mysk entdeckte die Speicherei <a href=\"https:\/\/x.com\/mysk_co\/status\/2064401062224879888\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">auf simplem Weg, wie das Team auf X<\/a> mitteilte: Die Daten fanden sich in Apples \u201ePrivacy Takeout\u201c-Material, das man \u00fcber <a href=\"https:\/\/privacy.apple.com\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">privacy.apple.com<\/a> anfordern kann, da dies gesetzlich so vorgeschrieben ist (etwa durch die DSGVO in Europa). Mysk zufolge handelt es sich bei den Informationen um App-Analytics-Daten, nicht um Endpoint-Infos f\u00fcr die App-Suche selbst. Mysk gelang es sogar, einen 1000 Zeichen langen Text, der in das Suchfeld des App Store eingef\u00fcgt wurde, <a href=\"https:\/\/x.com\/mysk_co\/status\/2067532804116877462\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">wiederzufinden<\/a> \u2013 er war mit der Nutzer-ID verkn\u00fcpft und landete in Apples Daten, obwohl die Eingabetaste nicht bet\u00e4tigt worden war.<\/p>\n<p>Keine neue Entwicklung<\/p>\n<p>Weitere in den gespeicherten Daten zu findende Informationen betreffen laut Mysk <a href=\"https:\/\/x.com\/mysk_co\/status\/2067358323264143496\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">die Zeit, die ein Nutzer in bestimmten App-Store-Bereichen verbringt<\/a>, etwa wie viel in einer Beschreibung gescrollt wird. Auch alle App-Store-Links aus Browsern werden samt Referrer geloggt.<\/p>\n<p>Laut Mysk ist die Datensammlung nicht neu und besteht in Teilen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Sicherheitsforscher-Apples-App-Store-Tracking-angeblich-mit-iCloud-ID-verknuepft-7347800.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mindestens seit iOS 14<\/a>. Durch die Verkn\u00fcpfung mit der ID seien die Daten auch nicht anonym. Offenbar interessieren sich auch Strafverfolger f\u00fcr die Informationen, so wurde Mysk laut eigenen Angaben bereits 2022 von US-Beh\u00f6rden angesprochen, die Hilfe bei der Datenanalyse w\u00fcnschten. In den USA l\u00e4uft gegen die App-Store-Datensammelei seit mehreren Jahren <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/iPhone-Analytics-US-Datenschutzklage-gegen-Apple-teilweise-gescheitert-11150403.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Sammelklage von Nutzern<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:bsc@heise.de\" title=\"Ben Schwan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bsc<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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