{"id":1106049,"date":"2026-06-19T12:03:11","date_gmt":"2026-06-19T12:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1106049\/"},"modified":"2026-06-19T12:03:11","modified_gmt":"2026-06-19T12:03:11","slug":"polizeigesetz-in-sachsen-offener-brief-an-spd-und-bsw-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1106049\/","title":{"rendered":"Polizeigesetz in Sachsen: Offener Brief an SPD und BSW \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Wieder einmal sorgt ein neues Polizeigesetz in Sachsen f\u00fcr Aufregung. W\u00e4hrend am Samstag ein breites B\u00fcndnis in Connewitz dagegen auf die Stra\u00dfe gehen m\u00f6chte, richtet sich das Aktionsnetzwerk \u201eLeipzig nimmt Platz\u201c direkt an jene im Landtag, die die \u00c4nderungen stoppen k\u00f6nnten: SPD und BSW.<\/p>\n<p>Das BSW hatte nach Verhandlungen mit CDU und SPD seinen Willen erkl\u00e4rt, im Landtag f\u00fcr das neue Polizeigesetz zu stimmen. Dieses h\u00e4tte damit eine Mehrheit. Bedingung f\u00fcr die Stimmen vom BSW war unter anderem, dass die Polizei auf den Einsatz von Tasern verzichtet und die Analysesoftware Palantir nicht zum Einsatz kommt. Gr\u00fcne und Linke kritisierten das BSW dennoch scharf.<\/p>\n<p>Das Aktionsnetzwerk \u201eLeipzig nimmt Platz\u201c wendet sich <a href=\"https:\/\/platznehmen.de\/2026\/06\/18\/offener-brief-an-die-abgeordneten-von-spd-und-bsw-im-saechsischen-landtag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mit einem offenen Brief an die s\u00e4chsischen Landtagsabgeordneten von SPD und BSW<\/a> und fordert sie auf, dem Gesetzentwurf zur \u00c4nderung des Polizeigesetzes in seiner aktuell geplanten Form nicht zuzustimmen.<\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt Daniel B\u00fcchner: \u201eDer Entwurf f\u00fchrt zu einem massiven Ausbau der polizeilichen Befugnisse, ohne die tats\u00e4chliche Notwendigkeit auch nur ansatzweise belegen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr eine kritische Zivilgesellschaft ist der Entwurf daher ein unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiges \u00dcberwachungspaket, das von einem tiefen Misstrauen des Staates gegen\u00fcber seinen B\u00fcrgern zeugt.\u201c<\/p>\n<p>Aus Sicht des Netzwerkes ist die Einigung ein \u201efrontaler Angriff\u201c auf die Rechte der B\u00fcrger*innen. \u201eDass die demokratiegef\u00e4hrdenden Instrumente wie Quellen-TK\u00dc, biometrische Live-Gesichtsscans und KI-Mustererkennung weiterhin im Gesetzentwurf enthalten sind, ist f\u00fcr uns besonders besorgniserregend, da sie die Logik polizeilichen Handelns strukturell ver\u00e4ndern und weit \u00fcber die verfassungsrechtlich gebotenen Reparaturen hinausgehen.\u201c<\/p>\n<p>Irena Rudolph-Kokot erg\u00e4nzt: \u201eDurch die neuen, vagen Eingriffsschwellen und das massenhafte Zusammenf\u00fchren und Analysieren verschiedenster Datenpools geraten Menschen auf Basis von absolut intransparenten Wahrscheinlichkeiten in den polizeilichen Fokus. Damit wird die Unschuldsvermutung de facto abgeschafft.\u201c<\/p>\n<p>Das Aktionsnetzwerk z\u00e4hlt auch zu jenen, die f\u00fcr Samstag, 16:30 Uhr, zu einer Demonstration am Connewitzer Kreuz aufrufen. Gemeinsam mit \u201eCopwatch\u201c, \u201eWir sind alle LinX\u201c und weiteren Initiativen m\u00f6chte man das neue Polizeigesetz \u201everhindern\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wieder einmal sorgt ein neues Polizeigesetz in Sachsen f\u00fcr Aufregung. 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