{"id":1106888,"date":"2026-06-19T20:02:19","date_gmt":"2026-06-19T20:02:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1106888\/"},"modified":"2026-06-19T20:02:19","modified_gmt":"2026-06-19T20:02:19","slug":"kritik-uebertrieben-costa-erhaelt-rueckendeckung-fuer-seine-russland-initiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1106888\/","title":{"rendered":"Kritik &#8222;\u00fcbertrieben&#8220;: Costa erh\u00e4lt R\u00fcckendeckung f\u00fcr seine Russland-Initiative"},"content":{"rendered":"<p>Kritik &#8222;\u00fcbertrieben&#8220;Costa erh\u00e4lt R\u00fcckendeckung f\u00fcr seine Russland-Initiative<\/p>\n<p>19.06.2026, 21:15 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:14 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Antonio-Costa-Praesident-des-Europaeischen-Rates-spricht-bei-einer-Pressekonferenz-nach-den-Beratung.webp\" alt=\"Antonio-Costa-Praesident-des-Europaeischen-Rates-spricht-bei-einer-Pressekonferenz-nach-den-Beratungen-beim-EU-Gipfel-dem-Treffen-der-Staats-und-Regierungschefs-der-Europaeischen-Union\"\/>Ant\u00f3nio Costa, Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates, wird f\u00fcr die Kontaktaufnahme mit Moskau kritisiert. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Der EU-Ratspr\u00e4sident unternimmt einen Versuch der Kontaktaufnahme mit dem Kreml. Das unabgesprochene Vorgehen sorgt zun\u00e4chst f\u00fcr Unmut, vor allem in Berlin und Paris. Doch mehrere Regierungschefs stellen sich hinter Ant\u00f3nio Costa &#8211; und auch Kanzler Merz schl\u00e4gt inzwischen vers\u00f6hnlichere T\u00f6ne an.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In der Debatte um Verhandlungen mit Russland \u00fcber ein Ende des Ukraine-Kriegs hat EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa die Aufnahme diplomatischer Kontakte mit Moskau verteidigt. &#8222;Wir m\u00fcssen in der Lage sein, unsere eigenen Botschaften direkt an Russland zu \u00fcbermitteln&#8220;, sagte Costa zum Ende des EU-Gipfels in Br\u00fcssel. &#8222;Wir k\u00f6nnen uns nicht nur auf andere verlassen, um russische Botschaften zu interpretieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das B\u00fcro von EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa in den vergangenen Wochen Kontakte zum Kreml aufgenommen hat. Laut einem EU-Beamten ging es zun\u00e4chst darum, &#8222;Kommunikationskan\u00e4le zu \u00f6ffnen&#8220;. Inhaltliche Gespr\u00e4che fanden demnach nicht statt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf dem Gipfel l\u00f6ste dies eine Debatte aus. Medienberichten zufolge beschwerten sich insbesondere Bundeskanzler Friedrich Merz und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron \u00fcber den Vorsto\u00df. In deutschen Regierungskreisen war von einem &#8222;Affront&#8220; die Rede. Merz habe in der Sitzung klargestellt, dass\u00a0Costa\u00a0der Repr\u00e4sentant der Europ\u00e4ischen Union sei, aber nicht der Vermittler, hie\u00df es. Andere Mitgliedstaaten begr\u00fc\u00dften die Initiative.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Er\u00f6ffnung eines Gespr\u00e4chskanals ist aus unserer Sicht kein Fehler &#8211; und ich vertraue Ant\u00f3nio\u00a0Costa&#8220;, sagte Irlands Regierungschef Miche\u00e1l Martin. &#8222;Nat\u00fcrlich w\u00fcrde er im Rahmen unserer europ\u00e4ischen Zust\u00e4ndigkeiten im Falle der Aufnahme von Verhandlungen die Union vertreten.&#8220; Bis dahin sei es jedoch noch ein weiter Weg.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch der lettische Ministerpr\u00e4sident Andris Kulbergs sprach sich daf\u00fcr aus, dass\u00a0Costa\u00a0f\u00fcr die EU am Verhandlungstisch sitzt. &#8222;Es sollte kein einzelnes Land diese Rolle \u00fcbernehmen&#8220;, sagte er. &#8222;Wir haben die Institutionen geschaffen, das ist also klar. Wir sollten die Regeln nicht \u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der \u00f6sterreichische Kanzler Christian Stocker stellte sich ebenfalls hinter den Ratspr\u00e4sidenten. &#8222;Es hat keine Kritik an\u00a0Costa\u00a0gegeben, weil es darum geht, dass wir Kan\u00e4le haben und dass wir uns vorbereiten auf eine Situation, wenn Verhandlungen eintreten&#8220;, sagte er.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Europa-Abgeordnete und CSU-Vize Manfred Weber sagte, es sei &#8222;nicht optimal&#8220;, dass die Kontaktaufnahme unabgesprochen erfolgte, bezeichnete die Kritik an Costa aber als &#8222;ein bisschen \u00fcbertrieben&#8220;. Man habe so\u00a0eine\u00a0gute Woche beim EU-Gipfel gehabt, gab der Fraktionsvorsitzende der konservativen Parteienfamilie EVP im EU-Parlament zu bedenken. &#8222;Da finde ich, ehrlich gesagt, jetzt auch die Reaktion der Staats- und Regierungschefs gegen\u00fcber Ant\u00f3nio Costa auch\u00a0ein\u00a0bisschen\u00a0\u00fcbertrieben.&#8220;<\/p>\n<p>Merz: &#8222;Werden entscheiden, wenn es zu Gespr\u00e4chen kommt&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach Ende des EU-Gipfels mahnte Kanzler Merz zur Geduld. &#8222;Wer f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union spricht, m\u00fcssen wir heute nicht entscheiden&#8220;, sagte er. &#8222;Das werden wir entscheiden, wenn es zu Gespr\u00e4chen kommt&#8220;, f\u00fcgte Merz mit Hinweis auf die fehlende Bereitschaft Russlands hinzu, \u00fcber ein Ende des Krieges mit der Ukraine \u00fcberhaupt verhandeln zu wollen. Selbstverst\u00e4ndlich sei klar, dass Costa &#8222;hier eine wichtige Rolle zu spielen hat&#8220;, betonte Merz. Costa vertrete die EU und sorge daf\u00fcr, dass der Europ\u00e4ische Rat gut organisiert sei.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es habe aber &#8222;eine gewisse innere Logik&#8220;, dass Gro\u00dfbritannien, Deutschland und Frankreich &#8222;hier eng zusammenarbeiten&#8220;, betonte der Kanzler. Dieses E3-Format sei &#8222;auf ausdr\u00fccklichen Wunsch der Ukraine&#8220; zustande gekommen, sagte Merz. Gro\u00dfbritannien m\u00fcsse, obwohl es nicht mehr der EU angeh\u00f6re, &#8222;trotzdem dabei sein&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, uzh\/AFP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kritik &#8222;\u00fcbertrieben&#8220;Costa erh\u00e4lt R\u00fcckendeckung f\u00fcr seine Russland-Initiative 19.06.2026, 21:15 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:14 min) Ant\u00f3nio Costa, Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1106889,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,661,937,1356,548,775,13,5020,7062,14,15,16,4043,4044,850,307,12],"class_list":["post-1106888","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-angriff-auf-die-ukraine","tag-bruessel","tag-emmanuel-macron","tag-eu","tag-friedrich-merz","tag-headlines","tag-kreml","tag-manfred-weber","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116778562783363629","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1106888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1106888"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1106888\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1106889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1106888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1106888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1106888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}