{"id":1107034,"date":"2026-06-19T21:29:29","date_gmt":"2026-06-19T21:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1107034\/"},"modified":"2026-06-19T21:29:29","modified_gmt":"2026-06-19T21:29:29","slug":"von-der-leyen-eu-soll-mandat-fuer-gespraeche-mit-russland-pruefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1107034\/","title":{"rendered":"Von der Leyen: EU soll Mandat f\u00fcr Gespr\u00e4che mit Russland pr\u00fcfen"},"content":{"rendered":"<p>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs hinter verschlossenen T\u00fcren am Donnerstag erkl\u00e4rt, jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um sich vorzubereiten und ein Mandat f\u00fcr Verhandlungen mit Russland zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Sie pl\u00e4dierte daf\u00fcr, dass die EU ein Verhandlungsmandat f\u00fcr Friedensgespr\u00e4che zur Ukraine in Betracht zieht. Kyjiw m\u00fcsse dabei die F\u00fchrung im diplomatischen Prozess behalten, wie Euronews aus Teilnehmerkreisen erfuhr.<\/p>\n<p>Sie versicherte den Staats- und Regierungschefs zudem, die Sanktionen wirkten. Als Beleg verwies sie auf Wirtschaftsindikatoren, nach denen der russischen Wirtschaft die Luft ausgeht und die Inflation anzieht.<\/p>\n<p>Von der Leyen sagte au\u00dferdem, sie glaube, dass sich der Kriegsverlauf zugunsten der Ukraine wendet. Die ver\u00e4nderte Dynamik auf dem Schlachtfeld sei bemerkenswert.<\/p>\n<p>Ihre \u00c4u\u00dferungen fielen in einer internen Runde der EU-Staats- und Regierungschefs mit Europ\u00e4ischem Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa, der die siebenundzwanzig Mitgliedstaaten koordiniert.<\/p>\n<p>Zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass Costa seinen Kabinettschef beauftragt hat, einen diplomatischen Kanal zum Kreml zu er\u00f6ffnen. Dieser suchte demnach das Gespr\u00e4ch mit einem ranghohen Berater des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin, bei dem es sich nach allgemeiner Einsch\u00e4tzung um Juri Uschakow handelt.<\/p>\n<p>Costa informierte die Kommissionspr\u00e4sidentin vor dem Telefonat. Allerdings zog er nur einen kleinen Kreis von Staats- und Regierungschefs ins Vertrauen. Viele erfuhren erst durch Medienberichte am Mittwoch von dem Schritt.<\/p>\n<p>Der Schritt <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/19\/costa-verteidigt-uberraschenden-diplomatischen-draht-nach-russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">stie\u00df auf heftige Kritik<\/a>, als die siebenundzwanzig in Br\u00fcssel zusammenkamen. Mehrere Mitgliedstaaten, vor allem an der \u00f6stlichen Flanke, betonten, jetzt sei keinesfalls der richtige Zeitpunkt, um \u00fcber eine Ann\u00e4herung an Moskau nachzudenken. Die EU m\u00fcsse ihre Sanktionen eher versch\u00e4rfen, um Putin zu echten Zugest\u00e4ndnissen zu zwingen.<\/p>\n<p>Auf eine Frage von Euronews w\u00e4hrend einer Pressekonferenz am Freitag sagte von der Leyen: \u201eUnser Kontinent ist in Gefahr, und deshalb muss Europa einer der Architekten eines gerechten und dauerhaften Friedens sein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eFr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird Russland an den Verhandlungstisch kommen m\u00fcssen, vor allem wegen des Drucks unserer Sanktionen\u201c, f\u00fcgte sie hinzu. \u201eUnd wenn dieser Moment kommt, brauchen wir eine geeinte europ\u00e4ische Botschaft an Pr\u00e4sident Putin.\u201c<\/p>\n<p>In der vertraulichen Runde der EU-Staats- und Regierungschefs betonte Costa, er habe keine formellen Verhandlungen begonnen, sondern lediglich einen diplomatischen Draht er\u00f6ffnet, im Einklang mit dem institutionellen Gef\u00fcge der EU.<\/p>\n<p>Nach Informationen von Euronews machten mehrere Staats- und Regierungschefs deutlich, dass Costa in Fragen der Sanktionen, der Erweiterung und der eingefrorenen Verm\u00f6genswerte ein Mandat besitzt. Themen der Sicherheitsgarantien liegen jedoch bei den einzelnen Mitgliedstaaten. Deshalb soll die von Frankreich und dem Vereinigten K\u00f6nigreich angef\u00fchrte \u201eKoalition der Willigen\u201c hier den Ton angeben.<\/p>\n<p>Von der Leyen stellte sich am Freitag dennoch hinter Costas Mandat. Er \u201evertrete die siebenundzwanzig Mitgliedstaaten\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Costa machte den Staats- und Regierungschefs zudem klar, dass kein einzelner EU-Vertreter \u00fcber Territorium im Namen der Ukraine verhandeln k\u00f6nne. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat erkl\u00e4rt, Kyjiw werde keine Gebiete abtreten, die es kontrolliert. Zugleich dr\u00e4ngt er die Staats- und Regierungschefs, sich auf m\u00f6gliche Gespr\u00e4che mit Putin vorzubereiten und die EU gemeinsam mit der Ukraine an den Verhandlungstisch zu holen.<\/p>\n<p>In der Diskussion am Donnerstag bekr\u00e4ftigte Selenskyj jedoch, der Krieg lasse sich nur beenden, wenn Russland geschw\u00e4cht werde. Ein Waffenstillstand ohne Sicherheitsgarantien reiche f\u00fcr die Ukraine nicht aus.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgte hinzu, die Idee eines EU-Unterh\u00e4ndlers bleibe hypothetisch, solange Russland keine Bereitschaft zu Verhandlungen zeige. Putin sei dazu nicht bereit, meinte Selenskyj.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs hinter verschlossenen T\u00fcren am Donnerstag&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1107035,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,6025,13,1435,14,15,4043,4044,850,307,12,1493],"class_list":["post-1107034","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-antonio-costa","tag-headlines","tag-krieg-in-der-ukraine","tag-nachrichten","tag-news","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-ursula-von-der-leyen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116778904629993100","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1107034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1107034"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1107034\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1107035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1107034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1107034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1107034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}