{"id":1107890,"date":"2026-06-20T05:46:15","date_gmt":"2026-06-20T05:46:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1107890\/"},"modified":"2026-06-20T05:46:15","modified_gmt":"2026-06-20T05:46:15","slug":"fuer-ingolstadts-intendant-ist-augsburgs-theatersanierung-ein-gluecksfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1107890\/","title":{"rendered":"F\u00fcr Ingolstadts Intendant ist Augsburgs Theatersanierung \u201eein Gl\u00fccksfall\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass sich <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> gl\u00fccklich sch\u00e4tzen k\u00f6nne, h\u00f6rt der Augsburger nicht alle Tage. Und dann auch noch der Grund! Dass das Gro\u00dfe Haus saniert wird, sei ein Gl\u00fccksfall. Die Interimsspielst\u00e4tten w\u00e4ren \u201etoll\u201c, der Martinipark \u201esuper\u201c, das Gaswerk von einer \u201ehohen Aufenthaltsqualit\u00e4t\u201c. Wer das sagt, kennt sich in der Augsburger Theaterlandschaft aus: Oliver Brunner war von 2012 bis 2016 am Theater Augsburg engagiert, zuletzt als K\u00fcnstlerische Leitung Schauspiel. Heute ist er Intendant am Stadttheater in <a href=\"https:\/\/augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/ort\/Ingolstadt\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ingolstadt<\/a> und sieht sich mit einer \u00e4hnlichen Situation konfrontiert. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/abschied-von-einer-legendaeren-spielstaette-servus-haemer-bau-pass-auf-dich-auf-114360884\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ende Mai wurde dort Gro\u00dfe Haus geschlossen, der stark sanierungsbed\u00fcrftige H\u00e4mer-Buro-Bau.<\/a> Wann dort mit der Sanierung begonnen werden kann, ist ungewiss.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Oliver Brunner war 2016 in Augsburg, als die Entscheidung fiel, das Gro\u00dfe Haus vorzeitig zu schlie\u00dfen. F\u00fcr die Horv\u00e1th-Inszenierung von \u201eDer j\u00fcngste Tag\u201c musste damals eine Ausweichspielst\u00e4tte gesucht werden. Zehn Jahre sp\u00e4ter sind die Sanierungs- und Bauarbeiten nach wie vor in vollem Gange, Auff\u00fchrungen in den Interims immer noch Alltag. Dass Spielst\u00e4tten saniert werden m\u00fcssen und daf\u00fcr andere Orte bespielt werden, kennt der 57-J\u00e4hrige aus all seinen bisherigen Stationen. Etwa als die M\u00fcnchner Kammerspiele saniert wurden oder das Bayerische Staatsschauspiel von 2001 bis 2007 im Westfl\u00fcgel des Hauses der Kunst eine Interimsb\u00fchne einrichtete. Oder als er 2016 als Schauspieldirektor an das Staatstheater Darmstadt wechselte. Dort musste das Kleine Haus umfassend saniert werden. Als Hauptspielst\u00e4tte diente die Studiob\u00fchne Kammerspiele, die bereits 2006 der Theatergarage abgerungen wurde. \u201eEs gab dort weder eine Unter- noch Obermaschinerie. Bei der Produktion der St\u00fccke musste bedacht werde, dass auf der B\u00fchne zwei tragende S\u00e4ulen der Garage zu sehen sind\u201c, schildert der 57-J\u00e4hrige die damalige Situation.\n  <\/p>\n<p>            Im H\u00e4mer-Buro-Bau \u201ewurde 60 Jahre so gut wie nichts gemacht\u201c.<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nun ist f\u00fcr ihn diese Situation wieder Alltag geworden. In der Spielzeit 2024\/25 ging Brunner als Intendant nach Ingolstadt, wohl wissend, dass dort das Gro\u00dfe Haus saniert werden muss. \u201eIn dem Haus wurde 60 Jahre so gut wie nichts gemacht.\u201c Die Arbeiten sollten 2028 beginnen und bis 2032 andauern. \u201eDoch nachdem die Eink\u00fcnfte aus Gewerbesteuern massiv eingebrochen sind, liegen diese Pl\u00e4ne auf Eis\u201c, so Brunner. Die Stadt konnte f\u00fcr 2026 keinen ausgeglichenen Haushalt verabschieden und muss sparen. Keine guten Vorzeichen f\u00fcr die kommenden Jahre. Intendant Brunner rechnet mit einem sinkenden Etat, weniger Geld f\u00fcr Personal und Ausstattung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dennoch kann die Arbeit nahtlos fortgef\u00fchrt werden. Ein Interim muss nicht gesucht werden \u2013 es ist bereits da. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/nach-umzug-in-das-theater-am-glacis-stadttheater-ingolstadt-startet-in-die-neue-spielzeit-113721257\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Doch auch der h\u00f6lzerne Bau, Theater am Glacis genannt, hat seine eigene Geschichte.<\/a> In St. Gallen diente es als Provisorium w\u00e4hrend der dreij\u00e4hrigen Sanierung des Stadttheaters. Gegen Selbstabholung schenkte St. Gallen den Bau schlie\u00dflich Ingolstadt. Doch es gab H\u00fcrden bei der Inbetriebnahme: EU-Richtlinien f\u00fcr Elektrik und vor allem Brandschutz. Sieben Millionen Euro wurden in den Umzug aus St. Gallen und die Ert\u00fcchtigung bisher investiert. Aufgrund des Holzbaus m\u00fcsse k\u00fcnftig auch auf viele Effekte, wie Nebel, verzichtet werden, so Brunner.\n  <\/p>\n<p>            Kanonst\u00fccke, aber vor allem viele offene Begegnungsformate sind Oliver Brunner wichtig<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ab der kommenden Spielzeit startet der Repertoirespielbetrieb im Theater am Glacis. Oliver Brunner arbeitet im Team mit Mirja Biel (Oberspielleiterin), Sonja Walter (Chefdramaturgin) und Julia Mayr (Leiterin des Jungen Theaters). Brunner ist sich sicher, dass auch unter den ver\u00e4nderten Bedingungen ein ansprechendes\u00a0Angebot geboten werden kann. Durchaus mit Kanonst\u00fccken, aber auch mit anderen, \u00f6ffnenden Formaten. Wichtig ist Brunner von jeher, der Stadtgesellschaft einen breiten Zugang zu bieten. Daf\u00fcr gibt es eine Stadtdramaturgin, den Zusammenschluss der Critical Friends und zahlreiche niederschwellige Begegnungsformate. \u201eMehr zuh\u00f6ren, nicht immer nur senden!\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Schon in Augsburg war er f\u00fcr sein Engagement f\u00fcr eine bessere Vernetzung zwischen \u201egro\u00dfem Theater\u201c und st\u00e4dtischen Akteuren bekannt. Brunner, der die Gesamtleitung der Bayerischen Theatertage 2012 in Augsburg innehatte, installierte das Festivalzentrum damals auf der Stra\u00dfe, auf dem Parkplatz gegen\u00fcber des Weissen Lamms. Diese \u00d6ffnung in das Theaterviertel hinein habe ihm damals gut gefallen. \u201eEs hat f\u00fcr Belebung und Begegnung gesorgt.\u201c Er h\u00e4tte auch im Rahmen der Generalsanierung eine architektonische \u00d6ffnung in das Viertel hinein gut gefunden. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/augsburg-theater-statt-prozess-streben-stadt-und-architekten-guetliche-einigung-an-114117029\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">\u201eNun entsteht das Kleine Haus an der Volkartstra\u00dfe. Es wird ein architektonischer Hingucker.\u201c<\/a> Oliver Brunner freut sich darauf, wenn das sanierte Augsburger Staatstheater wieder er\u00f6ffnet. Er sagt aber auch: \u201eDie Zeit der Gro\u00dfsanierungen am Theater ist dann erst einmal vorbei.\u201c\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass sich Augsburg gl\u00fccklich sch\u00e4tzen k\u00f6nne, h\u00f6rt der Augsburger nicht alle Tage. 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