{"id":1108801,"date":"2026-06-20T14:55:16","date_gmt":"2026-06-20T14:55:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1108801\/"},"modified":"2026-06-20T14:55:16","modified_gmt":"2026-06-20T14:55:16","slug":"10-jahre-brexit-waere-ein-britischer-eu-wiedereintritt-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1108801\/","title":{"rendered":"10 Jahre Brexit: W\u00e4re ein britischer EU-Wiedereintritt m\u00f6glich?"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Umfragen zufolge bereut eine klare Mehrheit der Briten den Austritt aus der EU mittlerweile. Die Entscheidung vom 23. Juni 2016 r\u00fcckg\u00e4ngig machen wollen die meisten Politiker in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/london\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">London<\/a> aber nicht &#8211; zu turbulent war schon der Austritt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So will Labour-Premierminister Keir Starmer, der 2016 die \u201eRemain\u201c-Kampagne f\u00fcr einen Verbleib in der Europ\u00e4ischen Union unterst\u00fctzt hatte, zwar enger mit <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruessel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel<\/a> zusammenarbeiten &#8211; eine R\u00fcckkehr in den Binnenmarkt oder eine Vollmitgliedschaft strebt er erkl\u00e4rterma\u00dfen aber nicht an. Sein innerparteilicher Konkurrent Andy Burnham dagegen, der Starmer bald in der Downing Street abl\u00f6sen k\u00f6nnte, kann sich einen Neu-Beitritt durchaus vorstellen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch w\u00fcrde die EU Gro\u00dfbritannien \u00fcberhaupt wieder aufnehmen? Und wie schwierig w\u00e4re ein Wiedereintritt? Eine Umfrage unter Br\u00fcsseler Diplomaten ergab Folgendes: Alle standen der M\u00f6glichkeit eines britischen Wiedereintritts grunds\u00e4tzlich positiv gegen\u00fcber. Schlie\u00dflich verf\u00fcgt Gro\u00dfbritannien \u00fcber eine starke Wirtschaft, eigene Atomwaffen und einen Sitz im UN-Sicherheitsrat.<\/p>\n<p>W\u00fcrde die EU Gro\u00dfbritannien wieder aufnehmen?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dennoch m\u00fcssten die Briten bereit sein, auch die \u201emit einer Mitgliedschaft einhergehenden Kosten zu tragen\u201c, sagte ein Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte. London habe immer eine Extrawurst verlangt, das sei nun weggefallen: \u201eWir m\u00fcssen jetzt nicht mehr st\u00e4ndig Ausnahmeregelungen finden\u201c, sagte er. Ein Wiedereintritt mit dem fr\u00fcheren Briten-Rabatt, durch den London einen Teil seiner gezahlten EU-Beitr\u00e4ge zur\u00fcckerhielt &#8211; das ist f\u00fcr viele undenkbar.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Andererseits werde Gro\u00dfbritannien bis heute von EU-L\u00e4ndern schmerzlich vermisst, die wie London wirtschaftsliberal und transatlantisch orientiert sind, sagt Sebastien Maillard von der britischen Denkfabrik Chatham House. Ihre Regierungen m\u00fcssen nun ohne Gegengewicht zu Frankreich auskommen, das zum Beispiel eine gemeinsame Schuldenaufnahme durchgesetzt hat. Mit London w\u00e4re das wohl nur schwer denkbar gewesen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wiedereintritts-Verhandlungen w\u00fcrden \u00e4u\u00dferst schwierig werden, schlie\u00dflich verlaufen schon die Gespr\u00e4che \u00fcber eine Abmilderung der Brexit-Folgen z\u00e4h. So sind Beratungen \u00fcber eine Beteiligung an einem EU-Verteidigungsprogramm an h\u00f6heren Kosten f\u00fcr London gescheitert. Ein britischer Vorschlag f\u00fcr eine R\u00fcckkehr in den Binnenmarkt ohne freien Kapital- und Personenverkehr ist wiederum in Br\u00fcssel auf Ablehnung gesto\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Immerhin habe der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/brexit\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brexit<\/a> den verbliebenen EU-Mitgliedern gezeigt, dass ein Austritt eine schlechte Idee sei, f\u00fchrt ein anderer Br\u00fcsseler Beamter ins Feld. Heute gebe es nur noch wenige Rechtspopulisten, die mit einem Austritt aus der EU werben. \u201eEs geht nicht mehr um die Frage, ob wir innerhalb oder au\u00dferhalb der EU sein wollen, sondern darum, in welcher EU wir leben wollen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">London und Br\u00fcssel hoffen nun zun\u00e4chst, auf einem im Juli geplanten Gipfel mehrere Abkommen schlie\u00dfen zu k\u00f6nnen &#8211; zu Standards f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/tierschutz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tierschutz<\/a> sowie zum Emissionshandel. Das ist zwar kein Wiedereintritt &#8211; vorerst m\u00fcssen aber wohl kleine Schritte gen\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Umfragen zufolge bereut eine klare Mehrheit der Briten den Austritt aus der EU mittlerweile. 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