{"id":1109552,"date":"2026-06-20T22:25:29","date_gmt":"2026-06-20T22:25:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1109552\/"},"modified":"2026-06-20T22:25:29","modified_gmt":"2026-06-20T22:25:29","slug":"nach-gewaltvorwuerfen-gericht-kein-recht-auf-umgang-nach-umgangsverzicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1109552\/","title":{"rendered":"Nach Gewaltvorw\u00fcrfen: Gericht: Kein Recht auf Umgang nach Umgangsverzicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Verzichtet ein Elternteil auf Umgang mit seinen Kindern und widerruft diesen Verzicht sp\u00e4ter, hat er keinen Anspruch darauf, die vorherige Regelung wiederherzustellen. Auf eine entsprechende Entscheidung des Oberlandesgerichts N\u00fcrnberg (Az: 11 UF 564\/24) weist die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV)hin.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im konkreten Fall lebten zwei Kinder (heute 10 und 12 Jahre) nach der Trennung der Eltern bei der Mutter. Der Vater hatte Umgang mit beiden T\u00f6chtern. Die Mutter warf dem Vater vor, sie w\u00e4hrend des Zusammenlebens k\u00f6rperlich misshandelt zu haben. Gegen\u00fcber dem Jugendamt r\u00e4umte dieser einen W\u00fcrgegriff und einen Kopfsto\u00df ein. Des Weiteren soll er einer Tochter eine Ohrfeige gegeben haben. Bei einem sp\u00e4teren Umgangstermin hatte er dar\u00fcber hinaus versucht, die j\u00fcngere Tochter gegen deren Willen in sein Auto zu ziehen.\n  <\/p>\n<p>            Kind berichtet von Schreierei des Vaters und eigener Panikattacke<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die \u00e4ltere Tochter verweigerte in der Folge zunehmend entschieden den Kontakt. Sie schilderte wiederholt, der Vater schreie, h\u00f6re nicht zu und rede schlecht \u00fcber die Mutter. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt kam es zwischen beiden zu einer zuf\u00e4lligen Begegnung. Dabei erlitt das M\u00e4dchen eine Panikattacke \u2013 eine Psychotherapeutin stellte Symptome einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung fest.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Jahr darauf einigten sich die Eltern vor Gericht: Der Vater verzichtete f\u00fcr eineinhalb Jahre auf Umgang mit der \u00e4lteren Tochter, der Kontakt zur j\u00fcngeren wurde begleitet weitergef\u00fchrt. Bereits drei Monate sp\u00e4ter beantragte er aber die Aufhebung dieser Vereinbarung &#8211; ohne Erfolg.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Gericht schloss den Umgang gest\u00fctzt auf ein Gutachten bis Ende September 2027 vollst\u00e4ndig aus, da erzwungene Kontakte das M\u00e4dchen erheblich psychisch sch\u00e4digen w\u00fcrden.\n  <\/p>\n<p>            Nach Verzicht pr\u00fcft das Gericht die Umgangsreglung erneut<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Richter stellten dar\u00fcber hinaus klar, dass ein Elternteil schon freiwillig auf die Aus\u00fcbung seines Umgangsrechts verzichten k\u00f6nne, wobei das Recht selbst bestehen bleibe. Solche Vereinbarungen k\u00f6nnten vom Gericht gebilligt, das hei\u00dft rechtlich abgesegnet und f\u00fcr verbindlich erkl\u00e4rt werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wird ein solcher Verzicht dann widerrufen, gelten allerdings nicht die strengen \u00c4nderungsvoraussetzungen f\u00fcr gerichtlich festgelegte Vereinbarungen. Das Gericht pr\u00fcfe dann aber die Umgangsregelung neu und k\u00f6nne den Umgang bei Gef\u00e4hrdung des Kindeswohls sogar ganz ausschlie\u00dfen.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verzichtet ein Elternteil auf Umgang mit seinen Kindern und widerruft diesen Verzicht sp\u00e4ter, hat er keinen Anspruch darauf,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1109553,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1837],"tags":[513,772,87193,3364,29,2690,30,3783,215174,92847,81098,18710,234777,234776,49671],"class_list":["post-1109552","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nuernberg","tag-auto","tag-bayern","tag-dav","tag-de","tag-deutschland","tag-gericht","tag-germany","tag-nuernberg","tag-oberlandesgericht-nuernberg","tag-ohrfeige","tag-panikattacke","tag-sorgerechtsstreit","tag-umgangsrecht","tag-umgangsverzicht","tag-wuergegriff"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116784786515418082","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1109552","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1109552"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1109552\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1109553"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1109552"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1109552"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1109552"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}