{"id":110994,"date":"2025-05-14T22:15:10","date_gmt":"2025-05-14T22:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/110994\/"},"modified":"2025-05-14T22:15:10","modified_gmt":"2025-05-14T22:15:10","slug":"putin-reist-nicht-zu-ukraine-gespraechen-nach-istanbul","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/110994\/","title":{"rendered":"Putin reist nicht zu Ukraine-Gespr\u00e4chen nach Istanbul"},"content":{"rendered":"<p>Putin reist nicht zu Ukraine-Gespr\u00e4chen nach Istanbul<\/p>\n<p>Kremlchef Wladimir Putin reist an diesem Donnerstag nicht zu den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nach Istanbul. <b>Der russische Pr\u00e4sident schickt als Chef einer mehrk\u00f6pfigen Delegation seinen Berater Wladimir Medinski in die T\u00fcrkei<\/b>, wie der Kreml mitteilte. Medinski, der auch einmal Kulturminister war und als politisches Leichtgewicht gilt, war bereits 2022 an den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges beteiligt. Die Gespr\u00e4che endeten damals &#8211; ebenfalls in der T\u00fcrkei &#8211; ohne Ergebnis.<\/p>\n<p><b>Vertreten in der Delegation sind laut Putin auch der Vize-Au\u00dfenminister Michail Galusin, der General Igor Kostjukow vom russischen Generalstab und der Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin.<\/b> An den Gespr\u00e4chen nehmen zudem Experten des Verteidigungsministeriums, des Generalstabs, des Au\u00dfenministeriums und der Pr\u00e4sidialverwaltung teil.<\/p>\n<p><b>Keine politischen Schwergewichte Moskaus in der T\u00fcrkei<\/b><\/p>\n<p>Unklar war zun\u00e4chst, wie die Ukraine auf das Fernbleiben Putins reagiert und ob sie sich trotzdem auf die Gespr\u00e4che mit dieser russischen Delegation einl\u00e4sst. <b>Zuvor hatten Medien in Moskau gemeldet, dass Au\u00dfenminister Sergej Lawrow als politisches Schwergewicht auch nicht nach Istanbul reist.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hatte zwar zun\u00e4chst darauf bestanden, nur mit Putin pers\u00f6nlich zu verhandeln. Eine Reise Putins in die T\u00fcrkei galt aber als sehr unwahrscheinlich. Kiew will nun auch andere Formate akzeptieren. Erreichen will die Ukraine bei den Gespr\u00e4chen in Istanbul eine 30-t\u00e4gige Waffenruhe. Andernfalls soll es neue Sanktionen gegen Russland geben.<\/p>\n<p><b>Putin hatte die Verhandlungen in Istanbul in der Nacht zum Sonntag vorgeschlagen als Antwort auf Selenskyjs Forderung nach einer bedingungslosen Waffenruhe, die am Montag h\u00e4tte beginnen sollen.<\/b> Allerdings hatte der Kreml seit Tagen offengelassen, wer in die T\u00fcrkei reist. Die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Gespr\u00e4che selbst hatte Putin am Sonntag auch mit dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Recep Tayyip Erdogan besprochen, der seit Beginn des Krieges vor mehr als drei Jahren f\u00fcr beide Seiten ein wichtiger Vermittler ist.\u00a0<\/p>\n<p><b>US-Pr\u00e4sident Trump will Ende des Krieges erreichen<\/b><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte die Ukraine dazu aufgefordert, in die direkten Verhandlungen mit Russland zu gehen. Er wandte sich damit gegen ein Ultimatum Selenskyjs und der \u201eKoalition der Willigen\u201c aus Ukraine-Verb\u00fcndeten, die zuerst eine Waffenruhe und dann Verhandlungen gefordert hatten. Zur \u201eKoalition der Willigen\u201c geh\u00f6rt neben Gro\u00dfbritannien und Frankreich unter anderem auch Deutschland.\u00a0<\/p>\n<p><b>Trump hatte immer wieder erkl\u00e4rt, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine rasch beenden zu wollen.<\/b> Er hatte sich mit Selenskyj getroffen und mit Putin am Telefon gesprochen. Der US-Pr\u00e4sident, der sich gerade auf einer mehrt\u00e4gigen Nahostreise befindet, hatte sich auch bereiterkl\u00e4rt, nach Istanbul zu reisen, sollten Putin und Selenskyj dort zusammentreffen und seine Anwesenheit bei den Gespr\u00e4chen helfen. Nach Bekanntwerden des Fehlens Putins sagte ein US-Regierungsvertreter allerdings, Trump werde nicht zu dem in Istanbul vorgesehenen Treffen fliegen.\u00a0<\/p>\n<p><b>Gegenseitige Vorw\u00fcrfe<\/b><\/p>\n<p>Selenskyj k\u00fcndigte als Antwort auf Putins Verhandlungsangebot seither immer wieder an, <b>er werde in der T\u00fcrkei auf den Kremlchef warten und auch nur direkte Gespr\u00e4che mit ihm akzeptieren, weil Putin in dem Krieg alle Entscheidungen selbst treffe.<\/b> In Moskau hatte Selenskyjs Initiative, Putin zum Gespr\u00e4ch nach Istanbul zu zitieren, dagegen vielfach Kopfsch\u00fctteln ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Mehrere Politiker hatten dem fr\u00fcheren Schauspieler und Komiker Selenskyj vorgeworfen, aus den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges ein Spektakel zu machen. Die ukrainische F\u00fchrung wiederum behauptete, Putin habe Angst vor direkten Gespr\u00e4chen mit Selenskyj.\u00a0<\/p>\n<p><b>Dagegen hatte der Kreml immer wieder erkl\u00e4rt, dass Treffen auf h\u00f6chster Ebene gut vorbereitet werden m\u00fcssten \u2013 und am Ende von Verhandlungen st\u00fcnden, um ein Abkommen zu besiegeln.<\/b><\/p>\n<p>Russland und die Ukraine haben sich immer wieder gegenseitig vorgeworfen, kein echtes Interesse an Friedensverhandlungen zu haben. Moskau betonte, dass Kiew mit westlicher Waffenhilfe weiter um die R\u00fcckeroberung der von Russland einverleibten Gebiete k\u00e4mpfen wolle. Kiew wiederum bef\u00fcrchtete, dass Moskau vor allem weitere ukrainische Gebiete besetzen wolle, um die Staatlichkeit des Landes zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p><b>Fr\u00fchere Gespr\u00e4che ergebnislos<\/b><\/p>\n<p>Die Ukraine und Russland setzen ma\u00dfgeblich auf die USA als Vermittler in dem Konflikt. Zuletzt hatte es im M\u00e4rz Verhandlungen unter Vermittlung der Amerikaner in Saudi-Arabien gegeben &#8211; jeweils getrennt mit der russischen und der ukrainischen Seite. <b>Zu direkten Gespr\u00e4chen zwischen Russen und Ukrainern kam es dabei in Riad ebenso wenig wie zu einer grundlegenden Einigung der Kriegsparteien.<\/b>\u00a0(dpa, Reuters)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Putin reist nicht zu Ukraine-Gespr\u00e4chen nach Istanbul Kremlchef Wladimir Putin reist an diesem Donnerstag nicht zu den Verhandlungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":110995,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,307,12,317,312],"class_list":{"0":"post-110994","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russland","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-ukraine","16":"tag-ukrainekrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114508498621180970","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110994","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=110994"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110994\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/110995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=110994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=110994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=110994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}