{"id":111052,"date":"2025-05-14T22:48:09","date_gmt":"2025-05-14T22:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111052\/"},"modified":"2025-05-14T22:48:09","modified_gmt":"2025-05-14T22:48:09","slug":"koeln-fleischlos-und-ruckzuck-zubereitet-so-isst-die-generation-z","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111052\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln | Fleischlos und ruckzuck zubereitet: So isst die Generation Z"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Die Grenzen variieren leicht je nach Definition. Geboren ungef\u00e4hr ab Mitte der 90er, bis hin zum Jahrgang 2012, das ist die Generation Z, auch kurz Gen Z genannt.\u00a0<\/p>\n<p>Offen, neugierig, engagiert &#8211; den \u00abDigital Natives\u00bb werden verschiedenste Merkmale zugeschrieben. Und wie sind sie unterwegs, was die Ern\u00e4hrung angeht? Gabriel Laeis ist Professor f\u00fcr Food Management und Tourismusmanagement an der IU Internationalen Hochschule und erkl\u00e4rt, was die jungen Leute gerne essen.<\/p>\n<p>Was zeichnet die Generation Z bei der Ern\u00e4hrung aus?<\/p>\n<p>Gabriel Laeis: Wir wissen, dass die Gen Z eigentlich die erste Generation ist, die die fleischlose Ern\u00e4hrung f\u00fcr sich entdeckt hat. Seit wir in Generationen einteilen, hat sich vorher noch keine Generation so bewusst f\u00fcr so wenig Fleisch entschieden. Das zeichnet die Gen Z absolut aus. Studien besagen, dass ungef\u00e4hr 14 Prozent vegetarisch leben und 6 Prozent vegan.<\/p>\n<p>Interessanterweise sticht die Gen Z aber auch dadurch heraus, dass sie es gern einfach mag. Die jungen Leute wollen nicht lange in der K\u00fcche stehen und kochen. Sie wollen auch nicht aufwendig einkaufen gehen. So wissen wir, dass nahezu alle das Thema Ern\u00e4hrung interessant finden, aber ungef\u00e4hr zwei Drittel ein Essen wollen, das einfach zuzubereiten ist.<\/p>\n<p>Im Prinzip kann man sagen: Die Gen Z interessiert sich sehr f\u00fcr Ern\u00e4hrung, hat aber wenig Zeit daf\u00fcr. Das ist ein interessanter Widerspruch.<\/p>\n<p>Das klingt eher nach bestellen, statt selbst zu kochen?<\/p>\n<p>Laeis: Die Gen Z ist zwar die erste Generation, die in einer hochgradig digitalisierten Welt aufgewachsen ist. \u00dcber eine App zu bestellen, ist f\u00fcr sie so selbstverst\u00e4ndlich, wie morgens zu duschen. Allerdings hat sie nicht das n\u00f6tige Kleingeld, um das regelm\u00e4\u00dfig zu tun oder h\u00e4ufig essen zu gehen.<\/p>\n<p>Es ist eher so, dass diese Generation das bevorzugt, was sich einfach und g\u00fcnstig zubereiten l\u00e4sst. Wenn man also zum Beispiel Chicken Nuggets auf Tofu-Basis produzieren und f\u00fcr einen ansprechenden Preis verkaufen w\u00fcrde, tr\u00e4fe man damit auf jeden Fall einen Nerv der Gen Z.\u00a0<\/p>\n<p>Welche Gerichte oder Zutaten sind beliebt?<\/p>\n<p>Laeis: Es gibt bestimmte Produktgruppen, die die Gen Z zumindest spannender findet als der deutsche Durchschnitt. Zum Beispiel fleischreduzierte Lebensmittel oder Fleischalternativen und Biolebensmittel. Auch sogenannte High-Protein-Foods, also Nahrungsmittel mit erh\u00f6htem Proteingehalt, oder sogenanntes Superfood wie die Acai-Beere oder Algenpulver sind von Interesse.<\/p>\n<p>Da sehen wir allerdings eine klare Trennung: Die m\u00e4nnlichen Jugendlichen finden Protein wegen des Muskelaufbaus gro\u00dfartig, die weiblichen fragen eher danach: Was ist eigentlich in meinem Essen drin und was macht das mit mir?<\/p>\n<p>Gleichzeitig interessiert sich die Gen Z im Vergleich zum deutschen Durchschnitt etwas weniger f\u00fcr abwechslungsreiche Kost oder daf\u00fcr, ob besonders viel Gem\u00fcse oder Obst enthalten ist. Die alte Weisheit \u00abIss viel Gem\u00fcse und weniger Fleisch\u00bb ist f\u00fcr sie eher ein alter Hut, sie wollen etwas Spannenderes.<\/p>\n<p>Und was konkret w\u00e4re spannender?<\/p>\n<p>Laeis: Hoch im Kurs steht sicher eine K\u00fcche, die den Geschmack der Gen Z trifft. Also mindestens fleischreduziert, h\u00e4ufig vegetarisch-vegan &#8211; und das Ganze schmackhaft umgesetzt. Man kann nat\u00fcrlich ged\u00e4mpften Kohlrabi mit Bratkartoffeln essen. Leckerer finden die jungen Leute aber etwa ein thail\u00e4ndisches Gem\u00fcsecurry oder ein Gericht mit Kichererbsen aus der Jerusalem-K\u00fcche.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen, es sind vor allem die ostasiatischen K\u00fcchen, die indische und die Jerusalem-K\u00fcche, die f\u00fcr die Gen Z interessant sind. Das schl\u00e4gt sich auch in der Gastronomie nieder. Auf jeder dritten Speisekarte hei\u00dfen Salate jetzt Bowls, die sich aber auch h\u00e4ufig durch eine Vielfalt von Zutaten auszeichnen.<\/p>\n<p>Was auch interessant ist: Obwohl es in dieser Generation ein hohes Ma\u00df an Erkenntnis und Einsicht gibt, dass der Klimawandel bek\u00e4mpft werden sollte, stehen doch sehr internationale Lebensmittel hoch im Kurs, beispielsweise Granatapfelkerne oder Avocado. Das hat nicht viel mit einer regionalen K\u00fcche zu tun, macht aber nat\u00fcrlich vegetarisches Essen schmackhaft.<\/p>\n<p>Kann die Gen Z bei der Ern\u00e4hrung auch Vorbild sein?<\/p>\n<p>Laeis: Abschauen k\u00f6nnen sich alle anderen Generationen auf jeden Fall den zunehmenden Verzicht auf tierische Produkte. Und ich kann auch nur allen Eltern, die jetzt Kinder in der Generation Z haben, empfehlen: Setzt euch damit auseinander und respektiert das bitte. Denn oft regen sich Eltern dar\u00fcber auf, dass ihre Kinder nicht mehr Wurst und Schnitzel essen wollen.\u00a0<\/p>\n<p>Mein Rat an Eltern w\u00e4re grunds\u00e4tzlich, schon mit kleinen Kindern zu kochen oder sie in ein paar Blument\u00f6pfen oder in einer Ecke im Garten selbst etwas ziehen oder anbauen zu lassen. Zeigt den Kindern, wo die Lebensmittel herkommen, damit sie nicht denken, dass die Kartoffel im Supermarkt w\u00e4chst! Das schafft h\u00e4ufig eine ganz nat\u00fcrliche Verbindung zu Nahrung. Entsprechend werden diese Kinder sp\u00e4ter Lebensmittel bewusster konsumieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Die Grenzen variieren leicht je nach Definition. Geboren ungef\u00e4hr ab Mitte der 90er, bis hin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111053,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[2632,29,4973,4974,553,14924,9111,30,1420,5013,1209,624,43328],"class_list":{"0":"post-111052","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-brcmj","9":"tag-deutschland","10":"tag-ernahrung","11":"tag-essen-und-trinken","12":"tag-familie","13":"tag-gen-z","14":"tag-generation-z","15":"tag-germany","16":"tag-koeln","17":"tag-lifestyle","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-ratgeber","20":"tag-tmn2398"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114508628153613612","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111052"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111052\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}