{"id":1115054,"date":"2026-06-23T05:47:19","date_gmt":"2026-06-23T05:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115054\/"},"modified":"2026-06-23T05:47:19","modified_gmt":"2026-06-23T05:47:19","slug":"juedisches-kulturerbe-in-dresden-gesichert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115054\/","title":{"rendered":"J\u00fcdisches Kulturerbe in Dresden gesichert"},"content":{"rendered":"<p>            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_8809.jpg\" data-caption=\"Foto: Landesverband Sachsen der J\u00fcdischen Gemeinden\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"337\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_8809.jpg\"   alt=\"\" title=\"\"\/><\/a>Foto: Landesverband Sachsen der J\u00fcdischen Gemeinden<\/p>\n<p>Der Besuch des Alten J\u00fcdischen Friedhofs in der Dresdner Neustadt wird k\u00fcnftig deutlich komfortabler. Die J\u00fcdische Gemeinde zu Dresden hat einen neuen Rundweg um die 1.263 historischen Gr\u00e4ber anlegen lassen. Au\u00dferdem wurden Teile der Friedhofsmauer saniert und der Eingangsbereich aufgewertet. Die Arbeiten sind Teil eines F\u00f6rderprogramms des Freistaats Sachsen f\u00fcr j\u00fcdische Friedh\u00f6fe und kosten insgesamt rund 100.000 Euro.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Rundweg werden die bislang durch Baumwurzeln verursachten Stolperstellen beseitigt. Der barrierearm angelegte Weg erhielt eine naturfarbene Deckschicht. Mit den Arbeiten wurde der Meisterbetrieb Garten- und Landschaftsbau Jens Franke aus Radebeul beauftragt. Firmenchef Jens Franke sagt: \u201eAb jetzt gibt es die M\u00f6glichkeit, auf eine sichere Art und Weise \u00fcber den Friedhof zu laufen.\u201c In den vergangenen Monaten war daf\u00fcr viel Handarbeit mit der Schubkarre erforderlich, da ein Bagger die meisten Bereiche des Friedhofs nicht erreichen konnte.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt war die Reparatur eines Mauerst\u00fccks an der Pulsnitzer Stra\u00dfe, das durch einen herabgefallenen Ast besch\u00e4digt worden war. Zus\u00e4tzlich wurden die Sandsteinquader auf der Innenseite versiegelt, sodass die komplette Mauer entlang der Pulsnitzer Stra\u00dfe nun ein einheitliches Erscheinungsbild aufweist. Dar\u00fcber hinaus wurde im Eingangsbereich eine Fl\u00e4che gepflastert, auf der Besuchergruppen k\u00fcnftig vor F\u00fchrungen zusammenkommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-87727\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_8757.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"337\"  \/>Foto: Landesverband Sachsen der J\u00fcdischen Gemeinden<\/p>\n<p>Der Alte J\u00fcdische Friedhof z\u00e4hlt zu den bedeutendsten j\u00fcdischen Kulturdenkm\u00e4lern Sachsens und ist ein beliebtes Ziel f\u00fcr Besuchergruppen. Fast t\u00e4glich finden F\u00fchrungen auf dem Gel\u00e4nde an der Pulsnitzer Stra\u00dfe statt. Die G\u00e4ste bewegen sich im Schatten hoher B\u00e4ume zwischen Grabsteinen, die bis zu 275 Jahre alt sind. Der Friedhof erz\u00e4hlt von j\u00fcdischen Bestattungsritualen ebenso wie vom j\u00fcdischen Leben in Dresden im 18. und 19. Jahrhundert \u2013 mit all den K\u00e4mpfen um Anerkennung und Integration.<\/p>\n<p>Zu den bekanntesten Pers\u00f6nlichkeiten, die auf dem Alten J\u00fcdischen Friedhof begraben sind, z\u00e4hlen der Miniaturenmaler Jeremias David Alexander Fiorino (1797\u20131847) sowie Mitglieder der Bankiersfamilie Kaskel. Die Familie geh\u00f6rte zu den bedeutenden F\u00f6rderern von Robert Schumann und Fr\u00e9d\u00e9ric Chopin und steht beispielhaft f\u00fcr den Beitrag j\u00fcdischer B\u00fcrger zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben Dresdens im 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderprogramm wirkt an mehreren Standorten<\/strong><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wurde die J\u00fcdische Gemeinde zu Dresden bei den Arbeiten vom Freistaat Sachsen. Bereits im Sommer 2025 hatte der S\u00e4chsische Landtag auf Antrag der Gr\u00fcnen-Fraktion ein F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Investitionen auf j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen im Freistaat beschlossen. Von den Mitteln profitieren auch Standorte in Leipzig und Chemnitz.<\/p>\n<p>In Dresden wurde neben dem Alten J\u00fcdischen Friedhof auch der Neue J\u00fcdische Friedhof einbezogen. Dort wird derzeit die Grabanlage Lesser restauriert. Die einst schmuckvolle Grabst\u00e4tte an der Friedhofsmauer zur Fetscherstra\u00dfe war bereits vor drei Jahren stark vom Verfall gezeichnet. \u201eDie Konstruktion aus Cottaer Sandstein drohte umzust\u00fcrzen, deshalb wurden die einzelnen Elemente abgenommen und gesichert\u201c, sagt Mirko Fuchs, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firma Naturstein Dresden Volker Schulze GmbH &amp; Co. KG.<\/p>\n<p>Dank des F\u00f6rderprogramms k\u00f6nnen nun besch\u00e4digte Elemente restauriert oder ersetzt werden, darunter auch die Krone der Grabst\u00e4tte. Die sogenannte Vierung, ein Schmuckelement oberhalb des Simses, kehrt ebenfalls an ihren urspr\u00fcnglichen Platz zur\u00fcck. Bei diesem Auftrag arbeitet die Firma eng mit einem Restaurator zusammen. Von den urspr\u00fcnglich vier Marmorplatten der Grabst\u00e4tte ist nur noch eine erhalten geblieben. Auch sie wird im Rahmen der Arbeiten restauriert. Initiiert wurde die Sanierung der Grabanlage Lesser von Matthias Voigt, Fachingenieur f\u00fcr Denkmalpflege.<\/p>\n<p>Die Arbeiten auf dem Alten und dem Neuen J\u00fcdischen Friedhof kosten insgesamt rund 100.000 Euro. 90.000 Euro stammen aus dem F\u00f6rderprogramm des Freistaats Sachsen, die J\u00fcdische Gemeinde zu Dresden tr\u00e4gt die restlichen 10.000 Euro. Mit den Investitionen werden zwei bedeutende Zeugnisse j\u00fcdischer Geschichte in Dresden dauerhaft gesichert und f\u00fcr Besucher besser zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: Landesverband Sachsen der J\u00fcdischen Gemeinden Der Besuch des Alten J\u00fcdischen Friedhofs in der Dresdner Neustadt wird k\u00fcnftig&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1115055,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[3364,29,2386,9331,30,859],"class_list":["post-1115054","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-gemeinden","tag-germany","tag-sachsen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116797850802709182","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1115054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1115054"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1115054\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1115055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1115054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1115054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1115054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}