{"id":1115122,"date":"2026-06-23T06:27:16","date_gmt":"2026-06-23T06:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115122\/"},"modified":"2026-06-23T06:27:16","modified_gmt":"2026-06-23T06:27:16","slug":"rente-rentenkommission-will-48-prozent-garantie-fuer-laufende-renten-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115122\/","title":{"rendered":"Rente: Rentenkommission will 48-Prozent-Garantie f\u00fcr laufende Renten beenden"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die Rentenkommission der Bundesregierung <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2026-06\/rentenkommission-bericht-rente-kapitalmarkt-belastungen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">empfiehlt einen grundlegenden Wechsel in der Rentenpolitik<\/a>. K\u00fcnftig soll das Rentenniveau im Umlageverfahren nur noch f\u00fcr diejenigen abgesichert werden, die ab 2031 neu in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/rente\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rente<\/a> gehen. F\u00fcr laufende Renten w\u00fcrde dann die bisherige Garantie eines Rentenniveaus von 48 Prozent des durchschnittlichen Lohnniveaus wegfallen. Die Koalition hatte diese sogenannte Haltelinie im vergangenen Jahr erst verl\u00e4ngert. Ein sinkendes Rentenniveau bedeutet nicht, dass die Rente absolut betrachtet sinkt, sie steigt lediglich langsamer als die L\u00f6hne.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Besonders betroffen w\u00e4ren davon die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge und Menschen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen \u2013 ihre Rentenniveau w\u00fcrde dann gemessen an den L\u00f6hnen sinken. Das geht aus dem Bericht der 13-k\u00f6pfigen Expertenkommission hervor, der der ZEIT vorliegt. Er soll um 9 Uhr an den Bundeskanzler und die Arbeitsministerin \u00fcbergeben werden. Unter geltendem Recht werde das Sicherungsniveau nach 2031 \u00bbvon 48 Prozent bis 2040 auf 46,4 Prozent sinken\u00ab, schreibt die Kommission. Bis 2050 setze sich dieser Trend \u00bbauf 46,1 Prozent\u00ab fort. Eine konkrete einheitliche Zahl daf\u00fcr, wo das Rentenniveau mit dem gesamten Reformpaket landen w\u00fcrde, nennt der Bericht jedoch nicht.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr Rentenzug\u00e4nge ab 2032 schl\u00e4gt die Kommission zwar einen sogenannten \u00dcbergangsfaktor vor, der aus Steuermitteln bezahlt werden und den R\u00fcckgang ausgleichen soll. \u00bbMit diesem Faktor wird sichergestellt, dass das Rentenniveau beim Rentenzugang gegen\u00fcber heute nicht sinkt\u00ab, hei\u00dft es dort.  Allerdings ist angesichts der engen Haushaltslage ist v\u00f6llig unklar, ob die zus\u00e4tzlichen Steuermittel die Rente tats\u00e4chlich stabilisieren k\u00f6nnten. Schon in diesem Jahr liegen die Bundeszusch\u00fcsse bei 128 Milliarden Euro und werden in den n\u00e4chsten Jahren absehbar weiter steigen.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. Anschlie\u00dfend erhalten Sie unseren Geld-Newsletter mit den besten Artikeln rund um Finanzen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! 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Die Experten r\u00e4umen aber selbst ein, dass rentennahe Jahrg\u00e4nge \u00bbvor allem durch eine kurze Ansparzeit noch nicht in ausreichendem Ma\u00df von der gesetzlichen Kapitalrente profitieren\u00ab k\u00f6nnten.\n<\/p>\n<p>                                    Gewerkschaften und DIW-\u00d6konom kritisieren Unausgewogenheit des Pakets            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-06\/rentenreform-bundesregierung-kommission-yasmin-fahimi-dgb\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kritik kommt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)<\/a>. Die Gewerkschaften kritisieren, dass die Kommission empfehle, das gesetzliche Rentenniveau st\u00e4rker zu senken als bisher schon vorgesehen. \u00bbVerlierer sind alle aktuellen Rentner\u00ab, hei\u00dft es in einem internen Gewerkschaftspapier, das der ZEIT vorliegt. Weil der Schutz f\u00fcr neue Rentner nur am Anfang gelte, f\u00fchre das schneller absinkende Rentenniveau zu einer insgesamt schlechteren Versorgung.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die R\u00fcckkehr zu ged\u00e4mpften Rentenanpassungen ab 2032 bewertet der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/dgb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DGB<\/a> ebenso negativ. Die Empfehlung beschleunige die Absenkung des Rentenniveaus. Zugleich warnt der DGB davor, dass die geplante Kapitalrente soziale Unterschiede versch\u00e4rfen k\u00f6nnte. Erwerbsminderungsrenten, Kindererziehungszeiten und Grundrentenzuschl\u00e4ge w\u00fcrden mit dem st\u00e4rker sinkenden Rentenniveau noch st\u00e4rker entwertet, w\u00e4hrend Menschen mit langen Erwerbsbiografien ohne Krankheit und Sorgearbeit eher profitieren k\u00f6nnten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, kritisiert die Empfehlungen. Er sagte der ZEIT: \u00bbDie Reformvorschl\u00e4ge der Rentenkommission sind zu unausgewogen.\u00ab Das Paket k\u00f6nnte bestehende Ungleichheiten weiter versch\u00e4rfen. Fratzscher kritisiert vor allem, dass die Kommission die Verteilungsfrage nicht ernst genug behandle. \u00bbDas gr\u00f6\u00dfte Vers\u00e4umnis der Rentenkommission sind die fehlenden Reformen beim \u00c4quivalenzprinzip.\u00ab\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"> \u00c4quivalenzprinzip bedeutet in der Rentenversicherung, dass Menschen grunds\u00e4tzlich umso mehr Rente bekommen, je mehr und je l\u00e4nger sie Beitr\u00e4ge eingezahlt haben. \u00bbMenschen mit niedrigen Einkommen leben im Durchschnitt k\u00fcrzer und erhalten daher f\u00fcr jeden eingezahlten Euro weniger Rente als Menschen mit hohen Einkommen\u00ab, sagte Fratzscher. Das sei international fast einzigartig \u2013 eine Reform h\u00e4tte viel Potenzial geschaffen, um arme Menschen deutlich besser abzusichern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Rentenkommission der Bundesregierung empfiehlt einen grundlegenden Wechsel in der Rentenpolitik. 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