{"id":1115503,"date":"2026-06-23T10:05:18","date_gmt":"2026-06-23T10:05:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115503\/"},"modified":"2026-06-23T10:05:18","modified_gmt":"2026-06-23T10:05:18","slug":"gruenen-antrag-zu-mehrjaehriger-foerderung-fuer-verbaende-bund-leipzig-appelliert-an-der-stadtrat-fuer-ein-ja-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115503\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnen-Antrag zu mehrj\u00e4hriger F\u00f6rderung f\u00fcr Verb\u00e4nde: BUND Leipzig appelliert an der Stadtrat f\u00fcr ein \u201eJa\u201c \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Vielleicht ist es der ung\u00fcnstigste Zeitpunkt. Aber er \u00fcberrascht nicht: Seit sechs Jahren steckt Deutschland in der Konjunkturflaute. \u00dcberall wird das Geld knapp. Die Kommunen \u00e4chzen mittlerweile unter einer massiven finanziellen \u00dcberlastung. Aber auch an Verb\u00e4nden und Vereinen geht die Flaute nicht spurlos vor\u00fcber. Das merken auch Leipzigs Umweltverb\u00e4nde. Der BUND Leipzig appelliert jetzt an den Stadtrat, die F\u00f6rderung der Umweltschutzverb\u00e4nde langfristig aufzustellen. Am 1. Juli steht dazu ein Gr\u00fcnen-Antrag zum Beschluss.<\/p>\n<p>Aufgrund einer zunehmend schwierigen F\u00f6rderlandschaft spricht sich der BUND Leipzig f\u00fcr einen Stadtratsbeschluss aus, der mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderungen zum Standard machen soll. Die Gr\u00fcne Fraktion Leipzig <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2028907&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hat dazu Anfang des Jahres einen entsprechenden Antrag eingebracht<\/a>, \u00fcber den im Juli abgestimmt werden soll \u2013 trotz <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029480&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">des ablehnenden Verwaltungsstandpunkts<\/a>.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/8f1432ac4398433ca66582b4a5a39784.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/engagement\/2026\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/engagement\/2026\/06\/1\"\/><\/p>\n<p>Eine schwierige F\u00f6rderlage gef\u00e4hrdet wertvolle Umweltarbeit<\/p>\n<p>Die Rahmenbedingungen f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Organisationen in Leipzig haben sich in den vergangenen Jahren sp\u00fcrbar verschlechtert. F\u00f6rdert\u00f6pfe werden kleiner oder g\u00e4nzlich gestrichen und Bewilligungszeitr\u00e4ume k\u00fcrzer. F\u00fcr den BUND Leipzig bedeutet das, dass ein wachsender Teil der Arbeitskapazit\u00e4t nicht in den Schutz von Natur und Umwelt flie\u00dfen kann, sondern in Formulare und Antr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Hinzu kommt eine strukturelle Unsicherheit. Ob Stellen, die durch eine Projektf\u00f6rderung finanziert werden, im n\u00e4chsten Jahr noch bestehen, ist oft bis Ende des Jahres unklar. Das trifft nicht nur die Organisation selbst, sondern auch die Menschen, die die Arbeit des Vereins tragen.<\/p>\n<p>\u201eDie akut schwierige F\u00f6rderlage schr\u00e4nkt den Einsatz f\u00fcr positive Ver\u00e4nderungen in unserer Stadt sp\u00fcrbar ein\u201c, erkl\u00e4rt Anika Jahn, Co-Vorsitzende des BUND Leipzig. \u201eGleichzeitig sind hochkompetente Menschen betroffen, die wir aufgrund fehlender Planungssicherheit verlieren. Hier brauchen wir langfristigere Perspektiven. Auch wenn mit einer mehrj\u00e4hrigen F\u00f6rderung ein gewisses Risiko einhergeht, Bewilligungen mehrj\u00e4hrig zu verlieren \u2013 eine Ver\u00e4nderung in Richtung Langfristigkeit w\u00e4re dennoch absolut im Sinne der Sache.\u201c<\/p>\n<p>Was eine mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderung konkret ver\u00e4ndern w\u00fcrde<\/p>\n<p>Der Antrag der Gr\u00fcnen Fraktion hat f\u00fcr Vereine wie den BUND Leipzig drei konkrete Vorteile:<\/p>\n<p>1. Zeitgewinn: Wiederholende Antrags- und Abrechnungsverfahren f\u00fcr gleichartige oder mehrj\u00e4hrige Projekte entfallen. Diese Zeit kann direkt in Naturschutz und Bildungsarbeit investiert werden.<\/p>\n<p>2. Inhaltlicher Fokus: Langfristige Projekte k\u00f6nnen konsequent weiterentwickelt werden, statt j\u00e4hrlich neu angepasst werden zu m\u00fcssen, um F\u00f6rderbedingungen zu entsprechen.<\/p>\n<p>3. Planungssicherheit f\u00fcr Menschen: Festangestellte Mitarbeiter\/-innen erhalten sichere Zukunftsaussichten. Das ist entscheidend, um qualifiziertes Personal zu halten und ehrenamtliches Engagement professionell zu begleiten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem seien mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderungen kein neues Konzept. In der Kinder- und Jugendhilfe sind sie l\u00e4ngst Standard. Im Umwelt- und Kulturbereich dagegen m\u00fcssen Organisationen ihre Arbeit weiterhin von Antrag zu Antrag planen. Das schafft Unsicherheiten und verhindert genau die langfristige Strukturarbeit, die wirksamen Naturschutz erst m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>Es geht um zivilgesellschaftliches Engagement<\/p>\n<p>F\u00f6rdermittel sind f\u00fcr den BUND Leipzig die Grundlage konkreter Ver\u00e4nderungen vor Ort. So konnte der BUND Leipzig dank dieser Unterst\u00fctzung der Projektf\u00f6rderungen in der Vergangenheit unter anderem Jugendliche in kommunale Klimapolitik einbinden, ein stadtweites Citizen Science Projekt zum Schutz der Tagfalter-Artenvielfalt aufbauen, klimafreundliches Verhalten durch eine regionale W\u00e4hrung belohnen und Gastronomie sowie Quartiere beim Umstieg auf Mehrweg unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Diese und viele weitere Projekte sind ohne Drittmittel nicht umsetzbar. Wenn F\u00f6rderstrukturen wegbrechen oder zu kurzfristig geplant sind, leidet nicht nur der Naturschutz. Es trifft das gesamte zivilgesellschaftliche Engagement, das eine lebendige Stadt tr\u00e4gt: Nachbarschaftsprojekte, Bildungsarbeit, Kulturinitiativen \u2013 und damit ehrenamtliche Strukturen, die \u00fcber Jahre gewachsen sind.<\/p>\n<p>Der BUND Leipzig unterst\u00fctzt den Antrag der Gr\u00fcnen Fraktion ausdr\u00fccklich und appelliert an die Fraktionen des Stadtrats, im Juli f\u00fcr eine Verbesserung der F\u00f6rderbedingungen zu stimmen.<\/p>\n<p>Mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderungen w\u00e4ren ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber reichen allein nicht aus, um Personalbedarfe verl\u00e4sslich zu sichern. Organisationen wie der BUND Leipzig wirken als au\u00dferparlamentarisches Korrektiv, zum Beispiel in Beteiligungsprozessen und Stellungnahmen. Diese Arbeit ist Teil einer funktionierenden demokratischen Stadtgesellschaft. Daher setzt sich der BUND Leipzig nicht nur f\u00fcr mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderungen ein, sondern fordert Leipzig dar\u00fcber hinaus dazu auf, den Schritt zur institutionellen F\u00f6rderung zu wagen.<\/p>\n<p>Pate werden<\/p>\n<p>Gleichzeitig setzt der BUND Leipzig jetzt umso mehr auf die Unterst\u00fctzung aus der Stadtgesellschaft. Hintergrund ist auch die bundesweite Sparpolitik, durch die zahlreiche F\u00f6rdert\u00f6pfe f\u00fcr Umwelt- und Naturschutzarbeit und auch politische Bildungsarbeit gestrichen oder gek\u00fcrzt wurden.<\/p>\n<p>\u201eAngesichts der aktuellen Situation ist der Verein mehr denn je auf Menschen angewiesen, die die Naturschutzarbeit direkt durch eine <a href=\"http:\/\/www.bund-leipzig.de\/patenschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Patenschaft beim BUND Leipzig<\/a> erm\u00f6glichen. Dieser regelm\u00e4\u00dfige Beitrag nach pers\u00f6nlichen M\u00f6glichkeiten hilft, Festanstellungen zu erhalten und langfristige Projekte zu sichern\u201c, erkl\u00e4rt Martin Hilbrecht, Co-Vorsitzender des BUND Leipzig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vielleicht ist es der ung\u00fcnstigste Zeitpunkt. 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