{"id":1115736,"date":"2026-06-23T12:22:27","date_gmt":"2026-06-23T12:22:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115736\/"},"modified":"2026-06-23T12:22:27","modified_gmt":"2026-06-23T12:22:27","slug":"zellforschung-in-muenster-wissenschaftspreis-fuer-medizinerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1115736\/","title":{"rendered":"Zellforschung in M\u00fcnster: Wissenschaftspreis f\u00fcr Medizinerin"},"content":{"rendered":"<p>Sara Wickstr\u00f6m hat entdeckt, dass K\u00f6rperzellen auf Druck reagieren und so einzelne Gene an- oder ausgeschaltet werden k\u00f6nnen. Diese bahnbrechende Erkenntnis k\u00f6nnte bald im Kampf gegen Krebs helfen.<\/p>\n<p>M\u00fcnster\/Hamburg\/Helsinki (dpa) &#8211; F\u00fcr ihre Entdeckung von verbl\u00fcffenden Reaktionen der Zellen erh\u00e4lt die in M\u00fcnster und Helsinki forschende Medizinerin Sara Wickstr\u00f6m den K\u00f6rber-Preis f\u00fcr die Europ\u00e4ische Wissenschaft 2026. Die 50-J\u00e4hrige hat herausgefunden, dass Zellen auf mechanischen Druck oder Zug reagieren und bestimmte Gene an- oder abschalten, wie die K\u00f6rber-Stiftung in Hamburg mitteilte. Der Forschungspreis ist mit einer Million Euro dotiert. <\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Wenn Dr\u00fccken oder Ziehen \u00fcbers Heilen entscheidet <\/p>\n<p>Die ziehende oder dr\u00fcckende Belastung werde von den Zellen bis in ihr Erbgut hinein verarbeitet und habe damit einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich eine Zelle entwickle oder wie Gewebe nach Verletzungen heile, teilte die Stiftung weiter mit. Diesen bis dahin unbekannten Mechanismus entdeckte Wickstr\u00f6m bereits 2016. Bis dahin war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass Zellen vor allem durch ihr genetisches Programm und chemische Botenstoffe gesteuert werden. <\/p>\n<p>Damit gilt Wickstr\u00f6m als eine der Begr\u00fcnderinnen der Zellkern-Mechanobiologie, die den Einfluss physischer Kr\u00e4fte auf Zellen untersucht. Langfristig kann ihre Forschung zur Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs, Organvernarbungen und andere, h\u00e4ufig altersbedingte Erkrankungen beitragen. <\/p>\n<p>Die finnische Medizinerin und Zellbiologin m\u00f6chte das Geld nutzen, um auch zum Ged\u00e4chtnis der Zellen zu forschen. Damit kann sie erkunden, wie sich Vernarbungen an Organen wie Haut, Lunge und Nieren verhindern und behandeln lassen. <\/p>\n<p>Wickstr\u00f6m ist Direktorin am Max-Planck-Institut f\u00fcr molekulare Biomedizin in M\u00fcnster und Forschungsdirektorin an der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Helsinki. <\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Acht Nobelpreistr\u00e4ger unter den K\u00f6rber-Preistr\u00e4gern <\/p>\n<p>Der K\u00f6rber-Preis wird seit 1985 verliehen. Er geht stets an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die wichtige Erkenntnisse in den sogenannten Physical oder Life Sciences gewonnen haben. Er soll in diesem Jahr am 18. September in Hamburg \u00fcberreicht werden. Acht der bisherigen Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger erhielten sp\u00e4ter auch den Nobelpreis.<\/p>\n<p>Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich gesch\u00fctzt.<br \/>\n            Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sara Wickstr\u00f6m hat entdeckt, dass K\u00f6rperzellen auf Druck reagieren und so einzelne Gene an- oder ausgeschaltet werden k\u00f6nnen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1115737,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1843],"tags":[3364,29,597,30,26838,8970,1209,235841,193,198445],"class_list":["post-1115736","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenster","tag-de","tag-deutschland","tag-forschung","tag-germany","tag-helsinki","tag-muenster","tag-nordrhein-westfalen","tag-sara-wickstroem","tag-wissenschaft","tag-zellforschung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116799402735086578","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1115736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1115736"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1115736\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1115737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1115736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1115736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1115736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}