{"id":1116115,"date":"2026-06-23T15:57:23","date_gmt":"2026-06-23T15:57:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1116115\/"},"modified":"2026-06-23T15:57:23","modified_gmt":"2026-06-23T15:57:23","slug":"gewaltexzess-siebeneinhalb-jahre-haft-nach-brutaler-vergewaltigung-in-hamburger-hotel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1116115\/","title":{"rendered":"Gewaltexzess: Siebeneinhalb Jahre Haft nach brutaler Vergewaltigung in Hamburger Hotel"},"content":{"rendered":"<p>Ein 43-J\u00e4hriger misshandelt seine Partnerin unter Drogen und zwingt sie zum Sex \u2013 das Landgericht Hamburg sieht eine besonders schwere Tat, erkennt aber keinen Mordversuch.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Acht Monate nach einem Gewaltexzess gegen eine Frau in einem Hotel hat das Landgericht Hamburg einen Angeklagten zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Strafkammer sprach den 43-J\u00e4hrigen wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung schuldig. Der Vorwurf des versuchten Mordes best\u00e4tigte sich nach \u00dcberzeugung der Strafkammer nicht. <\/p>\n<p>Der polnische Angeklagte und seine Partnerin hatten sich am 20. Oktober vergangenen Jahres eine sch\u00f6ne Nacht in einem Hotel machen wollen, wie die Vorsitzende Richterin Birgit Woitas erkl\u00e4rte. Die nach Polizeiangaben damals 39 Jahre alte Frau war an jenem Tag aus dreimonatiger Untersuchungshaft entlassen worden. <\/p>\n<p>Kokain, Crack und Wodka<\/p>\n<p>Die Mutter von f\u00fcnf Kindern holte sich zun\u00e4chst bei ihrem Arbeitgeber eine ausstehende Lohnzahlung von 300 Euro ab. Davon kauften sie und ihr Freund an der Drogeneinrichtung Drob Inn Kokain und Crack, das er sogleich rauchte, und im Supermarkt eine Flasche Wodka. <\/p>\n<p>Im Hotel im Stadtteil Hamm trank das Paar den Alkohol und wollte eigentlich Sex haben. Doch der Angeklagte verlie\u00df das Zimmer, um erneut Crack zu kaufen und zu konsumieren, wie die Richterin erkl\u00e4rte. Als er zur\u00fcckkam, habe er die Frau eifers\u00fcchtig angeschrien und ihr vorgeworfen, sie habe Sex mit einem anderen Mann gehabt. F\u00fcr diese Vermutung habe es keinen Grund gegeben, der Angeklagte habe unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden. <\/p>\n<p>Die 39-J\u00e4hrige habe das Zimmer verlassen wollen. Doch der Angeklagte drohte ihr, sie w\u00fcrde es nicht lebend verlassen. Er attackierte sie mit Faustschl\u00e4gen ins Gesicht und trat sie mit dem Fu\u00df. Dann schlug er ihr die Wodkaflasche so heftig auf den Kopf, dass sie zerbrach. Die Frau erlitt schwere Kopfverletzungen. Anschlie\u00dfend dr\u00fcckte er ihr ein Kissen so fest ins Gesicht, dass sie infolge der Atemnot beinahe bewusstlos wurde. Einen Fluchtversuch vereitelte der Angeklagte. Er holte sie ein und schleifte seine Partnerin \u00fcber Treppen und Hotelflur. Vermutlich habe er ihr dabei sieben Rippen gebrochen.<\/p>\n<p>Tat teilweise von Kamera erfasst<\/p>\n<p>Nach den Maltr\u00e4tierungen habe die Frau den Geschlechtsverkehr geduldet. \u201eWas h\u00e4tte ich denn da machen sollen?\u201c, zitierte Woitas die Zeugenaussage der Frau, die sich im Prozess auch als Nebenkl\u00e4gerin vertreten lie\u00df.<\/p>\n<p>Die Flucht \u00fcber den Flur und das gewaltsame Zur\u00fcckzerren der Frau wurden von \u00dcberwachungskameras aufgezeichnet. Doch erst beim Schichtwechsel um 7.00 Uhr morgens sah das Personal die Aufnahmen und alarmierte die Polizei.<\/p>\n<p>Als die Beamten an der Zimmert\u00fcr erschienen, habe die Frau erkl\u00e4rt, sie brauche keine Hilfe. Dabei habe sie furchtbar ausgesehen, sei blut\u00fcberstr\u00f6mt und v\u00f6llig desolat gewesen, sagte Woitas. Die Beamten lie\u00dfen sie ins Krankenhaus bringen, wo sie acht Tage station\u00e4r behandelt wurde. <\/p>\n<p>Der Schlag mit der Flasche auf den Kopf k\u00f6nnte ein Mordversuch gewesen sein, erkl\u00e4rte die Richterin. Jedoch sei nicht erkennbar, dass die Handlungen des Angeklagten von einem T\u00f6tungsvorsatz getragen gewesen seien. Dem unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Angeklagten sei nicht bewusst gewesen, dass seine Partnerin lebensbedrohlich verletzt sein k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Entzugstherapie in Haft<\/p>\n<p>Der mehrfach wegen Eigentumsdelikten vorbestrafte Angeklagte r\u00e4umte nach Angaben von Woitas ein, dass er gewaltt\u00e4tig wurde. Das sei aber nicht so schlimm gewesen, und der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich erfolgt. Die Berufsrichter der Kammer seien sich jedoch einig gewesen: \u201eDas ist schon ein au\u00dfergew\u00f6hnlich schlimmer Fall.\u201c<\/p>\n<p>Nach Verb\u00fc\u00dfung von drei Jahren Haft muss der Angeklagte in eine geschlossene Entziehungsanstalt wechseln. Die Entzugstherapie sei seine einzige Chance, betonte Woitas. Damit sie gelinge, m\u00fcsse er nun unbedingt Deutsch lernen. <\/p>\n<p>In seinem letzten Wort hatte der 43-J\u00e4hrige Reue bekundet und \u00fcber seine Freundin gesagt: \u201eIch liebe sie.\u201c Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>dfe, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein 43-J\u00e4hriger misshandelt seine Partnerin unter Drogen und zwingt sie zum Sex \u2013 das Landgericht Hamburg sieht eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1116116,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[29,6149,30,692,99157,45,1921,99579],"class_list":["post-1116115","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-deutschland","tag-fengler-denis","tag-germany","tag-hamburg","tag-landgerichte-ks","tag-texttospeech","tag-vergewaltigung","tag-versuchter-mord-ks"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116800248073122241","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1116115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1116115"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1116115\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1116116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1116115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1116115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1116115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}