{"id":111630,"date":"2025-05-15T04:20:10","date_gmt":"2025-05-15T04:20:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111630\/"},"modified":"2025-05-15T04:20:10","modified_gmt":"2025-05-15T04:20:10","slug":"muell-muenchen-bekommt-2027-die-gelbe-tonne-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111630\/","title":{"rendered":"M\u00fcll: M\u00fcnchen bekommt 2027 die gelbe Tonne &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Stadt <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> will fl\u00e4chendeckend die gelbe Tonne f\u00fcr Verpackungsm\u00fcll einf\u00fchren. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-verpackungsmuell-gelbe-tonne-gelber-sack-recycling-1.6565484\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nach einem Pilotversuch<\/a> sprechen sich der kommunale Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) und eine gro\u00dfe Mehrheit des Stadtrats daf\u00fcr aus. Anfang Juni soll der zust\u00e4ndige Kommunalausschuss den entsprechenden Beschluss fassen. Vom 1. Januar 2027 an sollen dann Verpackungen aus Plastik oder Metall in jedem Haus in einer gelben Tonne gesammelt und vom Dualen System abgeholt werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Auf die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner w\u00fcrden durch die Umstellung keine h\u00f6heren Abfallgeb\u00fchren zukommen, hei\u00dft es in der Beschlussvorlage. Allerdings m\u00fcssen sie wahrscheinlich teilweise die Tonnen selbst zur Abholung an den Stra\u00dfenrand stellen. Bisher k\u00f6nnen die M\u00fcnchner die zu Hause gesammelten Verpackungen an knapp 900 Wertstoffinseln entsorgen. Dort soll es k\u00fcnftig nur noch Glascontainer geben. \u00dcber die Einf\u00fchrung der gelben Tonne hatten zuerst M\u00fcnchner Merkur\/tz\u00a0berichtet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Aus der Stadtpolitik kommt Zustimmung f\u00fcr das neue Entsorgungssystem, das in der bisherigen Form seit Anfang der Neunzigerjahre besteht. Damals mussten sich aufgrund einer neuen Verordnung Hersteller und Vertreiber von Verpackungen an einem R\u00fccknahmesystem, dem Dualen System, beteiligen und f\u00fcr dieses auch bezahlen. Private Unternehmen sind seither f\u00fcr die Entsorgung zust\u00e4ndig. Details werden in Vertr\u00e4gen mit den Kommunen ausgehandelt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Stadt M\u00fcnchen entschied sich damals f\u00fcr ein sogenanntes Bringsystem, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sollten den M\u00fcll zu Hause trennen und dann in eine der neuen Wertstoffinseln im Stadtviertel einwerfen. Nun soll mit der gelben Tonne der Wechsel zu einem Holsystem kommen. Die Firmen des Dualen Systems m\u00fcssen dann mit ihren Lastwagen die Verpackungen direkt an den Haust\u00fcren mitnehmen.<\/p>\n<p>Nach dem Pilotversuch scheinen alle Bedenken verflogen zu sein<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Alle drei Jahre verhandelt die Stadt mit Vertretern des Dualen Systems die Vertr\u00e4ge neu. Verschmutzte Vorpl\u00e4tze und \u00fcberf\u00fcllte Container d\u00fcrften jedes Mal Thema gewesen sein. Stadtpolitikerinnen und Stadtpolitiker kennen entsprechende Beschwerden, doch lange hatten sie sich mehrheitlich wegen vermeintlicher Nachteile auch f\u00fcr den AWM gegen einen Systemwechsel gewehrt. Im Raum stand auch, dass der st\u00e4dtische Betrieb durch eine sinkende Restm\u00fcllmenge Verluste erleiden k\u00f6nnte. In der j\u00fcngsten Geb\u00fchrenerh\u00f6hung sollen entsprechende Berechnungen deshalb schon eingeflossen sein. Nach dem Pilotversuch scheinen nun alle Bedenken verflogen zu sein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eWir sind gro\u00dfe Verfechter eines Holsystems\u201c, erkl\u00e4rte Sibylle St\u00f6hr, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Gr\u00fcne\/Rosa Liste. \u201eWir wollen es den Leuten einfacher machen.\u201c Auch die SPD begr\u00fc\u00dfe die Umstellung, sagt Kathrin Abele, ebenfalls stellvertretende Chefin ihrer SPD-Fraktion. F\u00fcr die M\u00fcnchner werde die Entsorgung nicht teurer, verspricht sie. Die Einf\u00fchrung der gelben Tonne bleibe \u201egeb\u00fchrenneutral\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Auch die Opposition zeigt sich offen. \u201eWir begr\u00fc\u00dfen die Einf\u00fchrung grunds\u00e4tzlich\u201c, sagte eine Sprecherin der Fraktion CSU\/Freie W\u00e4hler. Das gilt auch f\u00fcr die Stadt-FDP. \u201eEs freut uns, dass nach vielen, vielen Jahren jetzt sowohl ein Umdenken bei den AWM als auch der Mehrheit im Stadtrat stattgefunden hat\u201c, sagte Vizechef Felix Meyer. Seine Partei pl\u00e4diert schon lange f\u00fcr den Systemwechsel und habe auch die Initiative \u201eM\u00fcllwende\u201c unterst\u00fctzt. Diese sammelte bereits Unterschriften f\u00fcr ein B\u00fcrgerbegehren zur Einf\u00fchrung der gelben Tonne.<\/p>\n<p>Die Hoffnung, dass f\u00fcr die gelbe eine Restm\u00fclltonne weichen kann, hat sich eher nicht erf\u00fcllt<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Auch die \u00d6DP signalisiert Zustimmung. \u201eDie gelbe Tonne verbessert die Sammelqualit\u00e4t und -menge der Wertstoffe im Vergleich zum Bringsystem und kommt bei den B\u00fcrgern sehr gut an\u201c, sagte Fraktionschef Tobias Ruff. Er will noch weiter gehen und im Stadtrat die Einf\u00fchrung einer Wertstofftonne beantragen. \u201eIn dieser k\u00f6nnen nicht nur Verpackungen, sondern auch andere Wertstoffe wie kaputtes Spielzeug oder T\u00f6pfe recycelt werden. Das w\u00e4re ein echter Gewinn f\u00fcr den Ressourcen- und Klimaschutz.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Wertstofftonne wurde im Pilotversuch von Anfang Februar 2024 bis Ende Januar 2025 ebenso getestet wie die gelbe Tonne und der gelbe Sack. In f\u00fcnf ausgew\u00e4hlten Gebieten wurde der Restm\u00fcll vorher und anschlie\u00dfend der getrennte Abfall jeweils im Mai und Oktober untersucht. In der Summe schnitt in den Augen der Abfallwirtschaftsbetriebe die gelbe Tonne am besten ab. Dabei flossen Kriterien wie falsch eingeworfene Materialien ebenso ein wie die Sammelmenge und die Akzeptanz bei den B\u00fcrgern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Allerdings gibt es auch f\u00fcr den Systemwechsel noch offene Fragen. Ungekl\u00e4rt ist zum Beispiel, wo die zus\u00e4tzlichen Tonnen gerade in Stadtvierteln mit kleinen Innenh\u00f6fen Platz finden. Die Hoffnung, dass f\u00fcr die gelbe eine Restm\u00fclltonne weichen kann, hat sich im Versuch eher nicht erf\u00fcllt. Kleine Tonnen will das Duale System nur gegen vergleichsweise hohe Zusatzgeb\u00fchren aus dem Tonnenh\u00e4uschen holen und wieder zur\u00fcckbringen. Zudem war das Volumen der gelben Beh\u00e4lter oft zu gering angesetzt. Diese m\u00fcssten also gr\u00f6\u00dfer werden oder \u00f6fter abgeholt werden als im geplanten Zwei-Wochen-Rhythmus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt M\u00fcnchen will fl\u00e4chendeckend die gelbe Tonne f\u00fcr Verpackungsm\u00fcll einf\u00fchren. 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