{"id":1116616,"date":"2026-06-23T21:14:17","date_gmt":"2026-06-23T21:14:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1116616\/"},"modified":"2026-06-23T21:14:17","modified_gmt":"2026-06-23T21:14:17","slug":"prozess-wegen-romance-scam-und-anderen-abzocken-betrueger-aus-augsburg-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1116616\/","title":{"rendered":"Prozess wegen \u201eRomance Scam\u201c und anderen Abzocken: Betr\u00fcger aus Augsburg verurteilt"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zu drei Jahren Freiheitsstrafe <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/mitglied-einer-schockanrufer-bande-in-augsburg-verurteilt-er-begann-im-alter-von-17-jahren-112693331\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">wegen banden- und gewerbsm\u00e4\u00dfigen Betrugs<\/a> in 22 F\u00e4llen hat jetzt ein Sch\u00f6ffengericht<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/prozess-in-augsburg-hund-pieselt-angeblicher-mitarbeiter-des-ordnungsamtes-droht-tier-zu-beschlagnahmen-114440722\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> des Augsburger Amtsgerichts<\/a> einen 43-J\u00e4hrigen aus <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> verurteilt. Der Nigerianer hat nach \u00dcberzeugung des Gerichts private Bankkonten bereitgestellt, sodass Einnahmen aus Delikten wie Anlagebetrug, Liebesbetrug oder falsche Erbschaften an die Hinterleute weitergeleitet werden konnten. \u00dcber 51.000 Euro hatte der Mann seit 2022 derart weitertransferiert, davon angeblich zwischen 15 und 25 Prozent als \u201eProvision\u201c einbehalten.\n  <\/p>\n<p>            Der Angeklagte sa\u00df mehrere Monate in Untersuchungshaft<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Warum er das getan habe? Das k\u00f6nne er nicht erkl\u00e4ren. \u201eIch bin dumm\u201c, sagte der 43-j\u00e4hrige Angeklagte gegen\u00fcber dem Sch\u00f6ffengericht. Aber: Er wolle den Schaden wiedergutmachen, den angerichtet zu haben er zuvor gestanden hatte. Allerdings k\u00f6nne er hier und jetzt im Handumdrehen keine 51.000 Euro ersetzen. Er wolle aber Monat f\u00fcr Monat einen Teilbetrag erbringen, sobald er wieder arbeiten d\u00fcrfe. Der Angeklagte sa\u00df vor der Hauptverhandlung mehrere Monate in Untersuchungshaft.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Angeklagte hatte, so ergaben es die Ermittlungen, seit dem Jahr 2022 mehrere seiner Konten f\u00fcr Geldeing\u00e4nge durch ihm bekannte Hinterleute zur Verf\u00fcgung gestellt. Geldeing\u00e4nge, die allesamt aus illegalen Gesch\u00e4ften stammten. Bekannte des Angeklagten, Landsleute zumeist, hatten unter Verwendung verschiedenster Legenden meist \u00e4ltere Menschen in Deutschland \u00fcber das Internet dazu \u00fcberredet, ihnen Geld zu \u00fcberlassen. Immer wieder gerne genommen: \u201eChristine Wagner\u201c, die als Bundeswehr-Soldatin im Auslandseinsatz in Syrien oder im Jemen in Geldnot sei und jetzt Geld brauche, um Post in die Heimat schreiben zu k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n<p>            Prozess in Augsburg: Drei Jahre Haft f\u00fcr Betr\u00fcger<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gutgl\u00e4ubige Geldgeber \u00fcberwiesen, um ihr mutma\u00dflich zu helfen, einmal insgesamt 10.000 Euro, einmal 4500 Euro. In anderen F\u00e4llen wurden mutma\u00dfliche Geldanleger betrogen \u2013 5000 Euro, die nie angelegt wurden, sondern von Hinterleuten offensichtlich sofort verbraucht wurden. In einem anderen Fall wurde ein Mann aus dem Raum Augsburg um einen Betrag von insgesamt \u00fcber 12.000 Euro im Zusammenhang mit einer angeblichen Erbschaft betrogen. Auf insgesamt \u00fcber 68.000 Euro bel\u00e4uft sich der Schaden laut Ermittlungen in den 22 F\u00e4llen, f\u00fcr die der 43-j\u00e4hrige Familienvater angeklagt wurde. \u00dcber 51.000 Euro davon liefen \u00fcber seine Konten. Dieses Geld, so zeigte sich nach einem Rechtsgespr\u00e4ch, wollte das Sch\u00f6ffengericht unter Vorsitz von Richterin Andrea Hobert auf jeden Fall komplett r\u00fcckerstattet wissen, bevor man sich auf die Zusage einer Strafe im bew\u00e4hrungsf\u00e4higen Bereich einlasse.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ralf Sch\u00f6nauer und J\u00f6rg Seubert, die Verteidiger des 43-J\u00e4hrigen, verwiesen auf Erkenntnisse, dass ihr Mandant bei den jeweiligen Transaktionen \u00fcber seine Konten nur zwischen 15 und 25 Prozent Anteil erhalten habe, sein Profit also deutlich geringer sei als die 51.000 Euro.\n  <\/p>\n<p>            Ein Mann erz\u00e4hlt vor Gericht, wie er betrogen wurde<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Opfer aus Bayern erz\u00e4hlte vor Gericht, wie er betrogen worden war. Wegen politischer Unruhen in Afrika drohte ihm die Provision f\u00fcr ein von ihm tats\u00e4chlich anberaumtes Gesch\u00e4ft zu entgehen, so die Legende. Dann erreichten ihn immer wieder Schreiben, er m\u00fcsse hier eine Geb\u00fchr, dort eine Anzahlung leisten, um an sein Geld zu kommen. Richtung 20.000 Euro habe er wohl alles in allem gezahlt, aber nie etwas von seiner Provision gesehen. Irgendwann sei es ihm zu dumm geworden, habe er nichts mehr gezahlt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der sachbearbeitende Kriminalbeamte berichtete im Zeugenstand, wie die Ermittlungen ins Laufen kamen, als die betroffene Bank Mitteilung machte \u00fcber auff\u00e4llige Zahlungseing\u00e4nge. Daraufhin sei nachgepr\u00fcft worden und man sei auch auf das Tun des Angeklagten aufmerksam geworden. Nach und nach habe man anschlie\u00dfend die F\u00e4lle einzelner Gesch\u00e4digter nachvollziehen k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    W\u00e4hrend die Staatsanw\u00e4ltin f\u00fcr eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren pl\u00e4dierte, forderten die Verteidiger Sch\u00f6nauer und Seubert h\u00f6chstens zwei Jahre, ausgesetzt zur Bew\u00e4hrung. Diesen Schritt ging das Sch\u00f6ffengericht nicht mit. Zum einen h\u00e4tte es daf\u00fcr deutlich mehr in Richtung Schadenswiedergutmachung erwartet. Zu anderen wurde auf jenen Schaden verwiesen, den der Angeklagte und seine Hinterleute bei den vorwiegend \u00e4lteren Gesch\u00e4digten angerichtet haben, indem sie deren Hilfsbereitschaft und Gutgl\u00e4ubigkeit ausgenutzt haben. Machte am Ende drei Jahre hinter Gittern. Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zu drei Jahren Freiheitsstrafe wegen banden- und gewerbsm\u00e4\u00dfigen Betrugs in 22 F\u00e4llen hat jetzt ein Sch\u00f6ffengericht des Augsburger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1116617,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[138540,680,772,235966,3364,29,35104,548,663,3934,5165,2690,30,13,14,15,1269,235967,12,3361],"class_list":["post-1116616","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-amtsgericht-augsburg","tag-augsburg","tag-bayern","tag-betrugstat","tag-de","tag-deutschland","tag-erbschaft","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-freiheitsstrafe","tag-gericht","tag-germany","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-prozess","tag-ralf-schoenauer","tag-schlagzeilen","tag-schoeffengericht"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116801494295783249","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1116616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1116616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1116616\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1116617"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1116616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1116616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1116616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}