{"id":1116700,"date":"2026-06-23T22:01:15","date_gmt":"2026-06-23T22:01:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1116700\/"},"modified":"2026-06-23T22:01:15","modified_gmt":"2026-06-23T22:01:15","slug":"neues-forschungprojekt-an-der-th-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1116700\/","title":{"rendered":"Neues Forschungprojekt an der TH K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Viele Objekte sind fragil, d\u00fcrfen nicht mehr getragen werden oder sind nicht vollst\u00e4ndig erhalten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Forschungsprojekt \u201eHistoVeaR\u201c entwickelt ein interdisziplin\u00e4res Forschungsteam der TH K\u00f6ln und der Uni Paderborn in Kooperation mit dem K\u00f6lner Unternehmen \u201eWorld of VR\u201c neue digitale Verfahren, um historische Kleidung realistisch zu rekonstruieren, zu simulieren und in Virtual Reality zug\u00e4nglich zu machen, sowie digital rekonstruierte Kleidungsst\u00fccke f\u00fcr Anwendungen in Games und Visual Effects f\u00fcr Film und Fernsehen aufzubereiten.<\/p>\n<p>Kleidung entfaltet erst am Menschen ihre volle Wirkung      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eKleidung entfaltet ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit dem menschlichen K\u00f6rper \u2013 durch Bewegung, Materialverhalten und Form\u201c, sagt Prof. Kerstin Kraft von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Kulturwissenschaften der Uni Paderborn. \u201eGenau diese Dimension geht in Museen, aber auch in digitalen Produktionen wie Spielen oder Filmen h\u00e4ufig verloren.\u201c Ziel des Projekts \u201eHistoVeaR\u201c sei es daher, historische Kleidungsst\u00fccke auf Basis von Originalobjekten als digitale Zwillinge umzusetzen, die sich in Echtzeit bewegen, physikalisch korrekt reagieren und interaktiv genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Konzeption und Umsetzung eines durchg\u00e4ngigen Prozesses, welcher die kontaktlose Digitalisierung, KI-gest\u00fctzte Simulation und Animation historischer Kleidung erm\u00f6glicht. Dabei sollen nicht nur Schnitt und Optik, sondern auch Materialeigenschaften wie Gewicht, Steifigkeit oder Faltenwurf realit\u00e4tsnah abgebildet werden. \u201eEine besondere Herausforderung stellt die Kollisionserkennung dar \u2013 also das realistische Zusammenspiel zwischen K\u00f6rper und Kleidung sowie zwischen mehreren Stofflagen, etwa bei Unterkonstruktionen oder mehrteiligen Gew\u00e4ndern\u201c, erl\u00e4utert Prof. Arnulph Fuhrmann vom Institut f\u00fcr Medien- und Phototechnik der TH K\u00f6ln.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Vorhaben wird vom K\u00f6lner XR-Unternehmen \u201eWorld of VR\u201c, der TH K\u00f6ln und der Universit\u00e4t Paderborn umgesetzt, welche die textile und kulturhistorische Expertise einbringt und unter anderem die originalen Kleidungsst\u00fccke ausw\u00e4hlt, Schnittmuster erstellt sowie die Grundlage f\u00fcr die digitale Rekonstruktion legt. Die \u201eWorld of VR\u201c GmbH entwickelt ein modulares, kontaktloses Scansystem sowie ein 3D-Scanverfahren zur Erfassung von Geometrie, Oberfl\u00e4chenstruktur und Farbigkeit der Kleidungsst\u00fccke sowie der dazugeh\u00f6rigen Avatare.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An der TH K\u00f6ln wird ein echtzeitf\u00e4higes, KI-basiertes Simulations-, Anpassungs- und Animationssystem entstehen, das die Integration der digital erfassten Kleidung in VR-, Spiele- und Filmumgebungen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMit \u201aHistoVeaR\u2018 wollen wir einen Beitrag dazu leisten, kulturelles Erbe besser zug\u00e4nglich zu machen, und gleichzeitig neue Werkzeuge f\u00fcr kreative Industrien bereitstellen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Bj\u00f6rn Bartholdy vom Cologne Game Lab der TH K\u00f6ln. \u201eDas geplante System soll flexibel einsetzbar sein und qualitativ hochwertige Ergebnisse bei m\u00f6glichst geringem manuellem Aufwand erm\u00f6glichen \u2013 f\u00fcr potenzielle Nutzer*innen also niedrigschwellig anwendbar sein.\u201c In einem Museum k\u00f6nnten sich Besucher*innen beispielsweise mithilfe einer VR-Brille in einer virtuellen Simulationsumgebung historische Kleidungsst\u00fccke anziehen, sich im Spiegel ansehen und im Raum bewegen, wie Bartholdy weiter erl\u00e4utert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Objekte sind fragil, d\u00fcrfen nicht mehr getragen werden oder sind nicht vollst\u00e4ndig erhalten. 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