{"id":111723,"date":"2025-05-15T05:13:11","date_gmt":"2025-05-15T05:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111723\/"},"modified":"2025-05-15T05:13:11","modified_gmt":"2025-05-15T05:13:11","slug":"investoren-wenden-sich-von-deutschland-ab-aus-diesem-grund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111723\/","title":{"rendered":"Investoren wenden sich von Deutschland ab \u2013 aus diesem Grund"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/523706540-scaled.jpg\" class=\"attachment-original size-original\" alt=\"Henrik Ahlers, Deutschlandchef von EY, warnt: Deutschland verliert im internationalen Wettbewerb zusehends an Boden.\"  data-portal-copyright=\"picture alliance \/ SVEN SIMON | Frank Hoermann\" \/><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tHenrik Ahlers, Deutschlandchef von EY, warnt: Deutschland verliert im internationalen Wettbewerb zusehends an Boden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ SVEN SIMON | Frank Hoermann\n\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>US-Investitionen in Deutschland brechen ein: Die Zahl der Projekte US-amerikanischer Unternehmen sank 2024 um 27\u202fProzent \u2013 so stark wie in keinem anderen europ\u00e4ischen Top-Standort. Deutschland verliert im internationalen Standortwettbewerb zunehmend an Attraktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Mit 96 Projekten wurde China erstmals gr\u00f6\u00dfter ausl\u00e4ndischer Investor in Deutschland \u2013 ein Zeichen f\u00fcr geopolitische Verschiebungen und neue wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>Seit 2017 hat sich die Zahl ausl\u00e4ndischer Investitionen fast halbiert. EY sieht hohe Kosten, B\u00fcrokratie und fehlende Reformen als Ursachen \u2013 und warnt vor weiterem Bedeutungsverlust ohne grundlegenden Kurswechsel.<\/p>\n<p>Das Engagement von US-<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/Unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Unternehmen<\/a> in Deutschland geht einer Analyse zufolge rapide zur\u00fcck. Im Jahr 2024 sank die Zahl ihrer Investitionsprojekte um 27 Prozent auf 90. \u201eIn anderen L\u00e4ndern fiel das Minus bei den US-Investitionsprojekten deutlich weniger drastisch aus \u2013 unter den Top-Standorten <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europas<\/a> verzeichnete Deutschland den st\u00e4rksten Einbruch\u201c, teilte der Chef der Pr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft EY, Henrik Ahlers, mit. So sank die Zahl der US-Projekte in ganz Europa etwa nur um elf Prozent.<\/p>\n<p>Der Standort <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/usa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">USA<\/a> sei offenbar auf Kosten der europ\u00e4ischen L\u00e4nder gest\u00e4rkt worden. Eine Besserung der Lage sei nicht zu erwarten \u2013 im Gegenteil: \u201eDie aggressive und erratische Zollpolitik der US-Regierung hat zu einer massiven Verunsicherung bei Gro\u00dfunternehmen weltweit gef\u00fchrt, die angesichts der unklaren Rahmenbedingungen vorerst ihre Investitionspl\u00e4ne auf Eis legen.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"quote-with-author__quote\">\n<p>\t\t\t\t\tDie aggressive und erratische Zollpolitik der US-Regierung hat zu einer massiven Verunsicherung bei Gro\u00dfunternehmen weltweit gef\u00fchrt.\n\t\t\t\t<\/p><\/blockquote>\n<p>Zugleich gewinnen nach der Analyse andere Akteure an Bedeutung: Erstmals avancierte China zum wichtigsten Investor in Deutschland. 96 Projekte (minus drei Prozent) von Unternehmen aus der Volksrepublik hat EY im vergangenen Jahr hierzulande gez\u00e4hlt \u2013 und damit mehr als aus den USA. Deutschland war der Studie zufolge das mit Abstand beliebteste Ziel in Europa f\u00fcr chinesische Investoren.<\/p>\n<p>Projektzahl seit 2017 fast halbiert<\/p>\n<p>Insgesamt sank die Zahl ausl\u00e4ndischer Investitionsprojekte in Deutschland auf 608 \u2013 ein R\u00fcckgang um 17 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2011. Die h\u00f6chste Zahl ausl\u00e4ndischer Investitionen in den Standort verzeichnete EY mit 1124 Vorhaben 2017. Seitdem sei die Zahl kontinuierlich gesunken \u2013 insgesamt um 46 Prozent. Kein anderer gr\u00f6\u00dferer europ\u00e4ischer Standort habe einen derartig starken R\u00fcckgang verzeichnet.\u00a0<\/p>\n<p>Europaweit sank die Zahl der Neuansiedlungs- und Erweiterungsprojekte, die ausl\u00e4ndische Investoren begonnen oder durchgef\u00fchrt haben, um f\u00fcnf Prozent auf 5383. Auch in <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/frankreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Frankreich<\/a> und Gro\u00dfbritannien sank die Zahl \u2013 beide L\u00e4nder bleiben in der Rangliste aber deutlich vor Deutschland.\u00a0<\/p>\n<p>EY f\u00fchrt die Studie seit 2006 durch. Daf\u00fcr wurden demnach Investitionsprojekte ber\u00fccksichtigt, die zur Schaffung neuer Standorte und neuer Arbeitspl\u00e4tze f\u00fchren. Andere Investitionen wie Beteiligungen, Fusionen und Unternehmensk\u00e4ufe wurden nicht erfasst. Angaben zum Investitionsvolumen macht EY nicht.<\/p>\n<p>Ahlers: Deutschland verliert an Boden<\/p>\n<p>Aus Ahlers Sicht hat Deutschlands in den vergangenen Jahren massiv an Attraktivit\u00e4t verloren \u2013 und daf\u00fcr gebe es seit Jahren zahlreiche Gr\u00fcnde. \u201eW\u00e4hrend andere europ\u00e4ische L\u00e4nder ihre Hausaufgaben gemacht haben und beispielsweise die Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung vorangetrieben und an ihrer Willkommenskultur f\u00fcr Unternehmen gearbeitet haben, verliert Deutschland an Boden\u201c, teilte er mit. Hohe Steuern und Arbeitskosten, teure Energie, B\u00fcrokratie und nun auch die nachhaltig schw\u00e4chelnden Konjunktur schreckten Investoren aus dem Ausland zunehmend ab.<\/p>\n<p>Der EY-Chef sieht Reformen als zentralen Hebel, um den Standort Deutschland wieder zu st\u00e4rken. Das milliardenschwere Investitionspaket der neuen schwarz-roten Bundesregierung und B\u00fcrokratieabbau k\u00f6nnten \u201edie aktuelle Abw\u00e4rtsspirale stoppen und wieder eine Aufbruchstimmung erzeugen\u201c. <\/p>\n<p>Entscheidend seien aber vor allem verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen, niedrigere Steuern und schnellere Genehmigungen.<\/p>\n<p>Firmen aus Deutschland sind vor allem in Mittel- und Osteuropa aktiv<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ausl\u00e4ndisches Kapital Deutschland zunehmend meidet, investieren deutsche Unternehmen der Studie zufolge verst\u00e4rkt im europ\u00e4ischen Ausland \u2013 besonders in Mittel- und Osteuropa. Die Zahl deutscher Investitionsprojekte in dieser Region stieg 2024 um 22 Prozent. Insgesamt t\u00e4tigten deutsche Firmen 633 Investitionsprojekte in Europa \u2013 ein Plus von zwei Prozent. Mit 942 schoben demnach nur US-Unternehmen mehr Projekte an.<\/p>\n<p class=\"has-text-align-right\">dpa\/lo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Henrik Ahlers, Deutschlandchef von EY, warnt: Deutschland verliert im internationalen Wettbewerb zusehends an Boden. picture alliance \/ SVEN&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111724,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,41904,666,30,13,9951,1376,14,3923,15,3921,12,3945],"class_list":{"0":"post-111723","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-digitalwirtschaft","15":"tag-geld","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-investitionen","19":"tag-investoren","20":"tag-nachrichten","21":"tag-nachrichten-aus-deutschland","22":"tag-news","23":"tag-news-aus-deutschland","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-wirtschaftswachstum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114510142182343743","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111723"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111723\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111724"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}