{"id":1117319,"date":"2026-06-24T03:58:43","date_gmt":"2026-06-24T03:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117319\/"},"modified":"2026-06-24T03:58:43","modified_gmt":"2026-06-24T03:58:43","slug":"grevenbroich-25-jahre-produzentengalerie-dielaemmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117319\/","title":{"rendered":"Grevenbroich: 25 Jahre Produzentengalerie &#8222;Diel\u00e4mmer&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Am Wochenende hatte die Galerie Judith Diel\u00e4mmer etwas zu feiern. Seit 25 Jahren existiert sie in der jetzigen Form und betreibt ehrenamtliche Kulturarbeit durch regelm\u00e4\u00dfige Ausstellungen. Zum Jubil\u00e4um lud man mit einer Gemeinschaftsausstellung der Galeriemitglieder in deren R\u00e4ume auf der Karl-Oberbach-Stra\u00dfe. Die N\u00e4he zur Erft brachte am hei\u00dfen Samstagnachmittag keine echte K\u00fchlung, so dass die Getr\u00e4nke sehr begehrt waren.<br \/>Noch vor Beginn des Festprogramms erz\u00e4hlte Werner Franzen die Geschichte dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Vereinigung, die f\u00fcr die Stadt Grevenbroich ein bedeutsames kulturelles Signal setzt und deshalb als gemeinn\u00fctzig anerkannt ist. Franzen geh\u00f6rt zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern von Judith Diel\u00e4mmer. Da ist einmal der seltsame Name: \u201eJudith sollte unsere erste Tochter eigentlich hei\u00dfen, aber stattdessen kam Philipp. Und DieL\u00e4mmer war meine erste Werkstatt, also das Dilemma. Am Anfang lief unsere private Kunsteinrichtung prima, aber dann gab es finanzielle Probleme.\u201c<br \/>Die L\u00f6sung aus der Klemme brachten zahlreiche Kolleginnen und Kollegen. Sie schlugen 2001 die Gr\u00fcndung einer Produzentengalerie vor. Alle beteiligten K\u00fcnstler stellen ihre neuen Werke seither dort aus. \u201eWir nehmen auch Fremde\u201c, betont Franzen. Einmal im Monat trifft sich die gesamte Gruppe und beredet alles. Wenn ein K\u00fcnstler aus der Region auff\u00e4llt, sucht man den Kontakt, und am Ende findet sich jedes Jahr ein neuer Kunstpreistr\u00e4ger der Galerie Judith DieL\u00e4mmer.<br \/>Janne Gronen, als Galeriemitglied von Anfang an dabei, erg\u00e4nzt: \u201eWir kommen aus verschiedenen Orten und kennen uns insgesamt gut in der regionalen Kunstszene aus.\u201c Insgesamt umfasst die Gruppe rund 20 Mitglieder. <br \/>Die Maler, Bildhauer, Fotografen und Gestalter wollen avantgardistische Kunst pr\u00e4sentieren. Viele Disziplinen kommen hier zusammen. Der sch\u00f6ne Katalog zum 20-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um z\u00e4hlt einige Beispiele auf: Inge Harms widmet sich Objekten wie zum Beispiel Schmuck, aber auch der Fotografie und Performances. Helga Weidenm\u00fcller pr\u00e4sentiert Installationen. Malen, Zeichnen und Fotografie sind Techniken, die Uwe Dressler bevorzugt anwendet. Mit Fotografie besch\u00e4ftigt sich auch Dieter St\u00fcrmann, au\u00dferdem mit Installationen und Objekten, die Werner Franzen ebenfalls angeht. Janne Gronen hat neben der Malerei au\u00dferdem Textarbeiten in ihrem Repertoire. Im Schnitt z\u00e4hlt eine Ausstellung \u00fcber die Dauer von vier Wochen rund 100 Besucher.<br \/>Zwar geht es nicht um Kommerz \u2013 ohne Geld geht es aber auch nicht. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung seien die Kosten von mehr als 6000 Euro im Jahr, sagen die K\u00fcnstler, die viel eigene Zeit in die Gestaltung der Ausstellungen, Unterhalt und Instandhaltung investieren. Zumal die K\u00fcnstler finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Kann man von der Arbeit leben? \u201eWenn man gut verheiratet ist, schon\u201c, meint Werner Franzen und blinzelt fr\u00f6hlich mit den Augen. Jedenfalls freut sich die Galerie immer \u00fcber Kunstf\u00f6rderer, die die Arbeit mit einer Spende unterst\u00fctzen.<br \/>Die Jubil\u00e4umsausstellung hei\u00dft \u201eAppelkitsch\u201c. Das ist auch das Logo der Gruppe: \u201eEr symbolisiert f\u00fcr uns die Sch\u00f6nheit des Restes, meist weggeworfen, aus dem aber kraftvoll Neues erw\u00e4chst. Ohne Apfelkerne keine neuen B\u00e4ume, keine Weiterentwicklung.\u201c Mit ihren Ausstellungen wollen die Galeriemitglieder weniger in die Vergangenheit zur\u00fcckschauen als vielmehr einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit aktuellen und zuk\u00fcnftigen gesellschaftlichen Themen vor Ort leisten: \u201eDie Apfelstadt Grevenbroich und die gesamte Region stecken in tiefgreifenden Prozessen der Umstrukturierung. Selbstverst\u00e4ndlich gewordene Gewohnheiten m\u00fcssen neu hinterfragt werden. Vielleicht reicht es nicht mehr aus, den Apfel einfach vom Baum fallen zu lassen. Vielleicht ist es an der Zeit, erneut vom Baum der Erkenntnis zu essen.\u201c<br \/>F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/vernissage\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vernissage<\/a> hatte man sich einiges einfallen lassen. Zur Begr\u00fc\u00dfung erschien Steffen B\u00fcttgenbach als Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Grevenbroich. Es gab eine spannende Tombola mit Gl\u00fcckskarten und Kunstpreisen sowie Musik der Gruppe Cruel Beauty, zum ersten Mal in neuer Formation. Und nat\u00fcrlich viel zu trinken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Wochenende hatte die Galerie Judith Diel\u00e4mmer etwas zu feiern. 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