{"id":1117348,"date":"2026-06-24T04:15:22","date_gmt":"2026-06-24T04:15:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117348\/"},"modified":"2026-06-24T04:15:22","modified_gmt":"2026-06-24T04:15:22","slug":"loerrach-braunschweig-pfiffige-dressings-in-der-salatschuessel-so-gehts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117348\/","title":{"rendered":"L\u00f6rrach\/Braunschweig | Pfiffige Dressings in der Salatsch\u00fcssel &#8211; so geht`s"},"content":{"rendered":"<p>L\u00f6rrach\/Braunschweig (dpa\/tmn) &#8211; Eine Bowl mit Salat ist im Sommer leicht und erfrischend. Der Salatso\u00dfe geb\u00fchrt dabei die Hauptrolle, auch wenn sie oft vernachl\u00e4ssigt wird und fertige Mischungen in der Sch\u00fcssel landen. \u00abErst gut angemacht, wird aus allen Zutaten ein Salat\u00bb, erkl\u00e4rt Kochbuchautorin Tanja Dusy aus L\u00f6rrach (Baden-W\u00fcrttemberg).\u00a0<\/p>\n<p>Das Dressing kommt zwar erst zum Schluss dazu, aber es entscheidet \u00fcber den Geschmack. Es kann schlicht mit Essig und \u00d6l sein oder cremig mit Mayo, Sahne oder anderen Milchprodukten.<\/p>\n<p>Mehr als nur Erg\u00e4nzung<\/p>\n<p>In ihrem Kochbuch \u00abAlways Fully Dressed\u00bb zeigt Clem Haxby, K\u00fcchenchefin bei Londons Salat-Kette \u00abThe Salad Project\u00bb, wie So\u00dfen oder Vinaigretten einen einfachen Salat in ein raffiniertes Gericht verwandeln. Wenn sie Salate kreiert, denkt sie zuerst \u00fcber die passende So\u00dfe nach.\u00a0<\/p>\n<p>Dabei ist f\u00fcr die Expertin Ausgewogenheit das Wichtigste. \u00abIch bin \u00fcberzeugt, dass man meisterhafte Dressings zaubern kann, wenn man die Komponenten Salz, S\u00e4ure, Fett und S\u00fc\u00dfe in Harmonie zusammenbringt\u00bb, schreibt sie.<\/p>\n<p>Keine italienische Erfindung<\/p>\n<p>Wer denkt, das Dressing sei eine italienische Erfindung, irrt. \u00abDie Italiener kennen eigentlich kein Dressing. Auf dem Tisch stehen immer Balsamico, gutes Oliven\u00f6l, Meeressalz und eine Pfefferm\u00fchle\u00bb, sagt Feinkosth\u00e4ndler und Balsamico-Experte Uwe Tippmann aus Braunschweig.<\/p>\n<p>Das typische Dressing sei erst mit Fast Food aus Amerika nach Italien gekommen. Anger\u00fchrte Salatso\u00dfen oder italienische Kr\u00e4utermischungen sind dort nach wie vor kaum verbreitet. \u00abDas h\u00f6chste des italienischen Topping-Genusses sind eine &#8222;Salsa Yogurt&#8220; oder zum Meeresfr\u00fcchte-Salat eine &#8222;Salsa Cocktail&#8220;\u00bb, so der Fachmann.<\/p>\n<p>Selbst machen lohnt sich: Die 4 Must-haves \u00a0<\/p>\n<p>\u00abDressings fertig zu kaufen, geht gar nicht\u00bb, findet Tanja Dusy. In industriell hergestellten Salatso\u00dfen sind oft Konservierungsstoffe, Geschmacksverst\u00e4rker und viel Zucker enthalten. Selbst machen lohnt sich also nicht nur f\u00fcr den Geldbeutel.\u00a0<\/p>\n<p>Die Faustregel des britischen \u00abSalad Project\u00bb f\u00fcr ein gelungenes Dressing lautet: 5 Prozent Salz, 30 Prozent S\u00e4ure, 55 Prozent Fett und 10 Prozent S\u00fc\u00dfe.<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Must-have Salzigkeit: Durch Salz erhalten die Zutaten im Salat mehr Biss und Geschmack. Salzigkeit m\u00fcsse dabei nicht immer nur durch Meeres- oder Speisesalz kommen. Man kann sie auch durch Kapern, Salzzitronen, Parmesan, Miso-Paste oder Sojaso\u00dfe beimischen. Und warum nicht auch p\u00fcrierten Feta nutzen? Oder Sardellen? Klein gemixt sind die oft auch eine Geheimzutat in einer Sauce hollandaise.<\/li>\n<li>Must-have S\u00e4ure: \u00abOhne S\u00e4ure ist ein Dressing charakterlos\u00bb, so Autorin Clem Haxby. F\u00fcr eine gute Bindung sorgen Aceto Balsamico, Apfelessig, Zitrone, Limette, Reisweinessig, Rot- oder Wei\u00dfweinessig.\u00a0<\/li>\n<li>Must-have Fett: Fett als Geschmacksverst\u00e4rker rundet mit vielen Aromen bis hin zu erdigen und nussigen Noten ab. Kaltgepresstes Oliven\u00f6l, Naturjoghurt, Cr\u00e8me fra\u00eeche, saure Sahne, Kokosmilch, ger\u00f6stetes Sesam\u00f6l, Avocado\u00f6l oder Tahin, eine Paste aus Sesamsamen, eignen sich daf\u00fcr.<\/li>\n<li>Must-have S\u00fc\u00dfe: \u00abIn der richtigen Dosierung sollte die S\u00fc\u00dfe in einem guten Dressing eigentlich kaum wahrnehmbar sein\u00bb, sagt Clem Haxby. S\u00fc\u00dfe bringen feinster Zucker, brauner Vollrohrzucker, Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft, Mirin oder Granatapfelsirup.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Loblied auf den Klassiker<\/p>\n<p>\u00abDie ultimative Salatso\u00dfe ist f\u00fcr mich die Vinaigrette. Sie ist unglaublich wandelf\u00e4hig\u00bb, sagt Tanja Dusy. F\u00fcr die Essig-\u00d6l-So\u00dfe nimmt sie einen leichten Wei\u00dfweinessig, ein kaltgepresstes Oliven\u00f6l, Salz und Pfeffer. Soll die Vinaigrette s\u00fc\u00dflicher sein, schafft sie dies mit einer Prise Zucker, Honig oder Ahornsirup. Ihr Tipp: \u00abIch gebe immer wie bei der franz\u00f6sischen Variante etwas Senf dazu.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr Profikoch und Blogger Thomas Sixt aus Ronningen bei Hannover muss das Verh\u00e4ltnis von Essig und \u00d6l stimmen. \u00abW\u00e4hrend fr\u00fcher ein Teil Essig zu vier Teilen \u00d6l gelehrt wurde, will man heute eine leichtere und bek\u00f6mmlichere Vinaigrette\u00bb, sagt er.\u00a0<\/p>\n<p>Dazu verr\u00fchrt er Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Senf mit dem Schneebesen in einer Sch\u00fcssel. Dominiert der Essig, verd\u00fcnnt Sixt mit etwas Wasser. Dann gie\u00dft er das \u00d6l ein, bis die Mischung emulgiert. Grunds\u00e4tzlich gilt: Um Fette mit Wasser oder Essig zu verbinden, ben\u00f6tigt man einen Emulgator. Diese Funktion \u00fcbernimmt in diesem Fall der Senf.<\/p>\n<p>Sommerliches Balsamico-Dressing<\/p>\n<p>Die Wahl des Dressings ist eine Frage des Geschmacks und auch der Jahreszeit. Tanja Dusy empfiehlt darauf zu achten, was Textur und Geschmack des Salates vertragen. Eine einfache Vinaigrette passt zu Blattsalaten, Gem\u00fcsesalat und Wurstsalat. Der Klassiker l\u00e4sst sich aber auch mit Kr\u00e4utern, Schalotten, Fr\u00fchlingszwiebeln, klein gehackten Tomaten, Kapern oder Anchovis aufpeppen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen milden Salat eignet sich ein intensives Dressing. \u00abAber man sollte darauf achten, dass es den Salat nicht \u00fcbert\u00f6nt\u00bb, r\u00e4t die Autorin. Bei einem herben Salat mit Radicchio spielt sie gern mit Fruchts\u00fc\u00dfe wie etwa Orange. \u00abDer Ausgleich der Bitterkeit ist die S\u00fc\u00dfe\u00bb, sagt die Fachfrau.<\/p>\n<p>Einen Sommersalat toppt Uwe Tippmann mit einem Balsamico-Himbeer-Dressing. F\u00fcr zwei Personen verr\u00fchrt er 2 EL kaltgepresstes Oliven\u00f6l mit 6 EL dickfl\u00fcssigem Aceto Balsamico und 3 TL kernlosem Himbeergelee. Gew\u00fcrzt wird mit Salz und Pfeffer. Dann verteilt er frische Himbeeren auf dem Salat und betr\u00e4ufelt alles mit der fruchtigen So\u00dfe.<\/p>\n<p>Cremiges zu St\u00fcckigem<\/p>\n<p>St\u00fcckigen Salaten mit Kartoffeln, Nudeln oder Gem\u00fcse verpasst Tanja Dusy eine cremige So\u00dfe mit Joghurt, Sauerrahm, Skyr oder anderen Milchprodukten. Ihr Knusper-Gnocchisalat bekommt ein mit dem Stabmixer fein p\u00fcriertes Dressing aus griechischem Joghurt, mittelscharfem Senf, Wei\u00dfweinessig, kaltgepresstem Oliven\u00f6l und frischem Basilikum. Getr\u00e4ufelt wird es \u00fcber mit Knoblauch, Oregano, Paprikapulver, Salz und Pfeffer gew\u00fcrzten und im Backofen gegarten Paprikast\u00fccken, Gnocchi aus dem K\u00fchlregal und Rucola.<\/p>\n<p>Der ber\u00fchmte Caesar-Salat bekommt bei Clem Haxby eine leicht ver\u00e4nderte W\u00fcrze. Ihr Chipotle-Caesar-Dressing besteht aus geriebenem Parmesan, zerdr\u00fccktem Knoblauch, Meeressalz, Mayonnaise, Worcesterso\u00dfe, Wei\u00dfweinessig, frisch gepresstem Zitronensaft, Pfefferk\u00f6rnern, einer Prise Cayennepfeffer und ger\u00e4uchertem Paprikapulver. Alle Zutaten in einem Mixer p\u00fcrieren und bei Bedarf mit etwas Wasser verd\u00fcnnen. In einem Schraubglas oder luftdichtem Beh\u00e4lter h\u00e4lt sich die So\u00dfe im K\u00fchlschrank bis zu einer Woche.<\/p>\n<p>Dressing auf Vorrat<\/p>\n<p>Eine einfache Vinaigrette ohne Zwiebeln und Kr\u00e4uter kann mehrere Wochen im K\u00fchlschrank aufbewahrt werden. Dabei gilt als Faustregel: Die Zutaten je nach Bedarf vervielfachen, in ein sauberes Schraubglas f\u00fcllen, aufsch\u00fctteln und in den K\u00fchlschrank stellen. Bei Bedarf herausnehmen und wieder gut sch\u00fctteln.\u00a0<\/p>\n<p>Viele andere Dressings halten sich im K\u00fchlschrank gut bis zu zwei Tage. \u00abAuch Dressings mit Mayonnaise k\u00f6nnen im K\u00fchlschrank problemlos 24 Stunden aufbewahrt werden\u00bb, sagt Tanja Dusy.<\/p>\n<p>Wer seinen vorbereiteten Salat au\u00dfer Haus essen will, sollte die So\u00dfe in einem extra Beh\u00e4ltnis mitnehmen. Damit der Genuss knackig und frisch ist, das Dressing erst kurz vor der Essenspause dar\u00fcber geben. Guten Appetit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"L\u00f6rrach\/Braunschweig (dpa\/tmn) &#8211; Eine Bowl mit Salat ist im Sommer leicht und erfrischend. 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