{"id":1117676,"date":"2026-06-24T07:23:18","date_gmt":"2026-06-24T07:23:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117676\/"},"modified":"2026-06-24T07:23:18","modified_gmt":"2026-06-24T07:23:18","slug":"spuren-von-cyberangriffen-fuehren-oft-nach-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117676\/","title":{"rendered":"Spuren von Cyberangriffen f\u00fchren oft nach Russland"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Spuren von Cyberangriffen f\u00fchren oft nach Russland<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Deutschland ist nach Einsch\u00e4tzung eines Cybersicherheits-Experten im europ\u00e4ischen Vergleich das am st\u00e4rksten von Ransomware-Angriffen betroffene Land. Spuren von Cyberkriminellen f\u00fchrten zudem h\u00e4ufig nach Russland, sagte der Cyber-Fachmann Christian D\u00f6rr vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Dort kommen heute Vertreter von Sicherheitsbeh\u00f6rden zu einer Konferenz f\u00fcr nationale Cybersicherheit zusammen, darunter das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Bei Ransomware-Angriffen handelt es sich um Schadsoftware, die Daten und Systeme verschl\u00fcsselt. Ziel der Cyberkriminellen ist es, L\u00f6segeld zu erpressen.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dferer Zuwachs bei Ransomware-Attacken<\/p>\n<p>\u201eDeutschland ist europaweit der Hotspot f\u00fcr Ransomware\u201c, sagte D\u00f6rr. Der Zuwachs dieser Angriffe sei fast doppelt so gro\u00df wie im zweitst\u00e4rksten betroffenen EU-Land Frankreich. \u201eL\u00f6segeldforderungen der Kriminellen liegen im Schnitt bei Hunderttausenden von Euro. Dazu kommt die wochenlange Ausfallzeit, bis wieder alles l\u00e4uft. Das kann ein Unternehmen in den Konkurs zwingen.\u201c<\/p>\n<p>D\u00f6rr: Deutschland h\u00e4ngt bei Sicherheit hinterher<\/p>\n<p>Was sind Gr\u00fcnde daf\u00fcr? Da es in Deutschland zahlreiche hochinnovative Unternehmen und Weltmarktf\u00fchrer gebe, lie\u00dfen sich wertvolle Informationen erbeuten, sagte D\u00f6rr. Gleichzeitig hapert es ihm zufolge in Deutschland am Bewusstsein f\u00fcr Cybersicherheit. \u201eWir h\u00e4ngen seit vielen Jahren in weltweiten Vergleichen hinterher.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAktuell sehen wir die gr\u00f6\u00dfte prozentuale Zunahme bei Angriffen auf die \u00f6ffentliche Verwaltung, hier ist es strukturell besonders schwierig, gute Cybersicherheit zu machen\u201c, sagte der Cybersicherheits-Experte.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Krankenhaus wegen sensibler Daten Angriffsziel<\/p>\n<p>Gerade im Gesundheitsbereich seien L\u00f6segeldzahlungen mit Abstand am h\u00f6chsten, sagt D\u00f6rr. Der Grund: Kriminelle erbeuteten nicht nur Gesch\u00e4ftsdaten, sondern auch sensible Gesundheitsdaten von Patienten. Diese seien auf dem Schwarzmarkt besonders viel wert und Patienten k\u00f6nnten damit noch einmal zus\u00e4tzlich erpresst werden. NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz sollen den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Von-Rettungsdienst-bis-Klinik-Wer-unter-NIS2-und-KRITIS-faellt-11326363.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schutz von Kliniken und Rettungsdiensten<\/a> vor solchen Angriffen k\u00fcnftig verbessern.<\/p>\n<p>Ransomware-Attacken legten in der Vergangenheit Krankenh\u00e4user, Kommunalverwaltungen und Verkehrsbetriebe vor\u00fcbergehend lahm. Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sch\u00e4tzt die Bedrohung durch immer neue Schadprogramme und Varianten als hoch ein. Die europ\u00e4ische Cybersicherheitsbeh\u00f6rde Enisa warnt in ihrem aktuellen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Cybersicherheit-Kritische-Infrastrukturen-holen-auf-doch-Risiko-Zone-waechst-11312014.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NIS360-Bericht \u00fcber wachsende Risiken in kritischen Infrastrukturen<\/a> vor \u00e4hnlichen Entwicklungen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) bundesweit 1041 F\u00e4lle von Ransomware-Angriffen und anderen Formen von mit Erpressung verbundenem Datendiebstahl angezeigt. 2024 waren es 950 Anzeigen.<\/p>\n<p>Russland als sicherer Hafen f\u00fcr Cyberkriminelle<\/p>\n<p>Cyberkriminalit\u00e4t sei ein globales Gesch\u00e4ft, aber die Spuren f\u00fchrten sehr h\u00e4ufig nach Russland, sagte der HPI-Experte. Dort gebe es \u201ewenig Risiko f\u00fcr eine Strafverfolgung und Auslieferung\u201c, solange sich die Kriminellen ihre Opfer au\u00dferhalb Russlands suchten.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren lasse sich eine zunehmende Verquickung von Cyberkriminellen und staatlichen Akteuren beobachten. \u201eZum einen, weil Staaten dies als zus\u00e4tzliche Einnahmequelle f\u00fcr sich entdeckt haben, zum anderen aber auch, weil T\u00e4ter aus den Reihen der offensiven Cyberkrieger dieser L\u00e4nder stammen und sich nach Dienstschluss \u201anoch etwas dazu verdienen\u2018 k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dmk@heise.de\" title=\"Dirk Knop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dmk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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