{"id":1117989,"date":"2026-06-24T10:23:17","date_gmt":"2026-06-24T10:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117989\/"},"modified":"2026-06-24T10:23:17","modified_gmt":"2026-06-24T10:23:17","slug":"jugendstudie-junges-europa-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1117989\/","title":{"rendered":"Jugendstudie \u201eJunges Europa\u201c 2026"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die Bilanz wirkt ern\u00fcchternd. Ein gro\u00dfer Teil junger Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er ist unzufrieden mit der Demokratie in ihrem jeweiligen Land. Nur rund ein Viertel ist zufrieden. Auch die Zukunftsaussichten der befragten 16- bis 26-J\u00e4hrigen sind pessimistischer als noch vor einigen Jahren. Das sind zentrale Erkenntnisse der zehnten Jugendstudie \u201eJunges Europa\u201c der TUI-Stiftung. \u201eDie Ergebnisse der Studie zeigen keine Abkehr junger Menschen von der Demokratie\u201c, betont zwar der Politikwissenschaftler Thorsten Faas von der Freien Universit\u00e4t Berlin, der die Untersuchung wissenschaftlich begleitet hat. Junge Menschen seien aber unzufriedener geworden mit dem Funktionieren der Demokratie, h\u00e4tten weniger Vertrauen in politische Akteure und st\u00fcnden wirtschaftlich unter Druck. \u201eUnd und jetzt erodiert auch das Vertrauen in die Demokratie.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Viele junge Menschen blicken demnach verunsichert in die Zukunft. Truels Reichardt, Kinderbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, erkl\u00e4rt unserer Redaktion: \u201eAuch die permanenten K\u00fcrzungsdiskussionen zu den sozialen Sicherungssystemen l\u00f6sen in der jungen Generation massive Unsicherheit aus.\u201c Daneben seien junge Menschen durch ein anhaltendes Hoch psychischer Belastungen und Erkrankungen, die immer deutlicheren Auswirkungen der Klimakrise oder eine sich etwa durch KI ver\u00e4ndernde Arbeitswelt belastet.<\/p>\n<p>Vertrauen in die Demokratie l\u00e4sst nach      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nur noch die H\u00e4lfte der Befragten h\u00e4lt die Demokratie f\u00fcr die beste Staatsform. Und die \u00dcberzeugung, dass sie anderen Systemen \u00fcberlegen ist, nimmt laut Studie sp\u00fcrbar ab. \u201eJunge Menschen messen die Demokratie st\u00e4rker an ihren Ergebnissen\u201c, erkl\u00e4rt Thorsten Faas. Die h\u00f6chsten Zustimmungswerte f\u00fcr die Demokratie verzeichnen Deutschland (35 Prozent) und Gro\u00dfbritannien (39 Prozent).<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die eigenen Zukunftsaussichten sch\u00e4tzen junge Menschen pessimistischer ein. Nur jeder vierte der 16- bis 26-J\u00e4hrigen in Europa glaubt, dass es ihrer Generation einmal besser gehen wird als der ihrer Eltern. Und nur rund die H\u00e4lfte der Befragten gibt an, optimistisch in die Zukunft zu blicken. 2017 sagten dies noch 70 Prozent. \u201eZukunftserwartungen haben sich eingetr\u00fcbt, wirtschaftliche Sicherheit ist wichtiger geworden, und das Vertrauen in politische Institutionen und demokratische Handlungsf\u00e4higkeit ist belastet\u201c, sagt Mike Brauner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der TUI-Stiftung.<\/p>\n<p>Grundbed\u00fcrfnisse wichtiger      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Junge Menschen stehen heute vor anderen Herausforderungen, sagt Ralph Edelh\u00e4u\u00dfer (CDU), Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, auf Anfrage unserer Redaktion. \u201eH\u00e4rter arbeiten zu m\u00fcssen als die vorangegangenen Generationen, Wohnraummangel, Klimawandel, Krieg in Europa und Angst vor sozialem Abstieg &#8211; diese Sorgen besch\u00e4ftigen die Jugendlichen, mit denen ich k\u00fcrzlich im Gespr\u00e4ch war.\u201c Daher d\u00fcrften politische Entscheidungen nicht zulasten der J\u00fcngeren getroffen werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Politische Freiheitsrechte treten f\u00fcr junge Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er gegen\u00fcber Grundbed\u00fcrfnissen wie Gesundheit laut TUI-Studie in den Hintergrund. Auch hierzulande zeigt sich diese Verschiebung. Vor vier Jahren z\u00e4hlte noch rund ein Drittel (34 Prozent) der jungen Befragten die freie politische Meinungs\u00e4u\u00dferung zu den wichtigsten Bestandteilen pers\u00f6nlicher Freiheit. Aktuell sind es nur noch 28 Prozent. Dagegen sind jungen Menschen vor allem gleiche Chancen, unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Sexualit\u00e4t, sozialer oder ethnischer Herkunft (41 Prozent) sowie k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit (36 Prozent) wichtig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dennoch zeigen die Ergebnisse der Jugendstudie: \u201eDie Generation Z ist keine homogene Gruppe\u201c, erkl\u00e4rt Politikwissenschaftler Faas. \u201eMehr als in anderen Altersgruppen sehen wir unterschiedliche Perspektiven.\u201c Und im Vergleich zur Gesamtbev\u00f6lkerung (41 Prozent) blicken junge Menschen (57 Prozent) in Deutschland heute etwas zuversichtlicher in ihre Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bilanz wirkt ern\u00fcchternd. Ein gro\u00dfer Teil junger Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er ist unzufrieden mit der Demokratie in ihrem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1117990,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1836],"tags":[236213,3364,146,29,30065,663,3952,236214,30,46,121721,1411,236211,30752,11748,17593,21019,1889,236212,236215],"class_list":["post-1117989","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hannover","tag-abkehr","tag-de","tag-demokratie","tag-deutschland","tag-erwartungen","tag-europa","tag-europaeer","tag-europaeerinnen","tag-germany","tag-hannover","tag-jugendstudie","tag-niedersachsen","tag-pessimistischer","tag-politische","tag-studie","tag-vertrauen","tag-viertel","tag-zukunft","tag-zukunftsaussichten","tag-zukunftserwartungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116804596781678796","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1117989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1117989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1117989\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1117990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1117989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1117989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1117989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}