{"id":111858,"date":"2025-05-15T06:36:12","date_gmt":"2025-05-15T06:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111858\/"},"modified":"2025-05-15T06:36:12","modified_gmt":"2025-05-15T06:36:12","slug":"ukraine-verhandlungen-in-der-tuerkei-ohne-putin-und-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/111858\/","title":{"rendered":"Ukraine-Verhandlungen in der T\u00fcrkei ohne Putin und Trump"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 15.05.2025 08:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Bis zuletzt hatte Russlands Pr\u00e4sident Putin eine Teilnahme an den Verhandlungen mit der Ukraine offen gelassen. Doch nun ist klar: Er schickt nur Berater aus der zweiten Reihe. Auch US-Pr\u00e4sident Trump sah von einer Reise in die T\u00fcrkei ab.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Wochenende hatte Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin selbst direkte Verhandlungen mit der Ukraine vorgeschlagen. Die sollen heute in der T\u00fcrkei beginnen. Der Kremlchef wird dabei aber nicht mit am Verhandlungstisch sitzen. Und auch US-Pr\u00e4sident Donald Trump wird nicht in die T\u00fcrkei reisen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBis zuletzt hatte Moskau offen gelassen, wer f\u00fcr die russische Seite an den Verhandlungen teilnehmen wird. Noch am Mittwochvormittag hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow betont, die Entscheidung werde dann bekanntgegeben, wenn Putin die entsprechenden Anweisungen gegeben habe. Am Abend ver\u00f6ffentlichte der Kreml schlie\u00dflich die Liste mit den Namen seiner Delegation &#8211; und entt\u00e4uschte damit Hoffnungen auf Gespr\u00e4che auf h\u00f6chster Ebene.<\/p>\n<p>    Pr\u00e4sidentenberater Medinski an Spitze der Delegation<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben Putin geh\u00f6rt auch der russische Au\u00dfenminister Sergej Lawrow nicht zu der Delegation, die f\u00fcr Russland verhandeln soll. Stattdessen soll sie von Pr\u00e4sidentenberater Wladimir Medinski angef\u00fchrt werden. Der einstige Kulturminister gilt eher als politisches Leichtgewicht und wird international f\u00fcr die Verbreitung von Kreml-Propaganda kritisiert. So vermittelte der 54-J\u00e4hrige in Schulb\u00fcchern eine unter Historikern umstrittene Sichtweise der russischen und ukrainischen Geschichte. Wissenschaftler und Kremlkritiker werfen ihm bewusste F\u00e4lschungen und Geschichtsklitterung vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist nicht das erste Mal, dass Medinski f\u00fcr Russland verhandeln soll. Auch 2022 war er an den <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-russland-verhandlungen-117.html\" title=\"Russland und die Ukraine verhandeln in Istanbul\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">damaligen Gespr\u00e4chen zur Beendigung des Krieges<\/a> beteiligt, die ebenfalls in der T\u00fcrkei stattfanden, aber am Ende ohne Ergebnis blieben.<\/p>\n<p>    Unklarheit \u00fcber Gespr\u00e4chsbeginn<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben Medinski schickt Moskau seinen stellvertretenden Au\u00dfenminister Michail Galusin und Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin in die T\u00fcrkei, zudem z\u00e4hlt Igor Kostjukow, Leiter des russischen Milit\u00e4rgeheimdienstes GRU, zur Delegation. An den Gespr\u00e4chen sollen des Weiteren Experten des Verteidigungsministeriums, des Generalstabs, des Au\u00dfenministeriums und der Pr\u00e4sidialverwaltung teilnehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie russische Delegation kam laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Morgen in Istanbul an. Berichten der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge k\u00f6nnten die Verhandlungen gegen 10 Uhr Ortszeit, also 9 Uhr deutscher Zeit, beginnen und im Dolmabah\u00e7e-Palast unter Ausschluss der Presse stattfinden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete allerdings \u00fcber widerspr\u00fcchliche Angaben seitens der Ukraine. Es sei sich bisher nicht auf einen offiziellen Beginn der Gespr\u00e4che geeinigt worden, zitierte Reuters Andriy Kovalenko, Mitglied des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine.<\/p>\n<p>    Selenskyj: Putins Krieg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit der Besetzung der Delegation bleibt der Kreml weit hinter der Forderung zur\u00fcck, auf die der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj immer wieder gedr\u00e4ngt hatte, seit Putin direkte Verhandlungen ins Spiel gebracht hatte. N\u00e4mlich dass er pers\u00f6nlich direkt mit dem russischen Staatschef verhandeln wolle. Es sei Putins Krieg, betonte Selenskyj mehrfach, darum werde er in der T\u00fcrkei auf den Kreml-Chef warten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOb Putins Absage Einfluss auf die Teilnahme der Ukraine an den Verhandlungen hat, ist unklar. Pr\u00e4sident Selenskyj machte sich am Mittwochabend zumindest auf den Weg in die T\u00fcrkei &#8211; und relativierte seine Forderung nach Gespr\u00e4chen auf h\u00f6chster Ebene. &#8222;Die Ukraine ist zu jedem Format von Verhandlungen bereit und wir haben keine Angst vor Treffen&#8220;, betonte Selenskyj in einer Videobotschaft.<\/p>\n<p>    Moskau ignoriert Ultimatum f\u00fcr Waffenruhe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch eine weitere Forderung der Ukraine und der EU blieb unerf\u00fcllt: die einer Waffenruhe vor Beginn der Gespr\u00e4che in der T\u00fcrkei. Am Wochenende waren Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Polens Regierungschef Donald Tusk in die Ukraine gereist &#8211; und hatten dem Kreml ein Ultimatum gestellt. Eine 30-t\u00e4gige Waffenruhe ab Montag, sonst drohten weitere Sanktionen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMoskau antwortete mit seinem Verhandlungsangebot, eine Waffenruhe lehnte der Kreml aber ab. Die Gespr\u00e4che in der T\u00fcrkei sollten ohne Vorbedingungen gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>    US-Au\u00dfenminister Rubio reist in die T\u00fcrkei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die USA dr\u00e4ngen weiterhin auf eine 30-t\u00e4gige Waffenruhe. Trump hatte immer wieder erkl\u00e4rt, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine rasch beenden zu wollen. Bis zuletzt hatte er eine m\u00f6gliche Teilnahme an den Gespr\u00e4chen in der T\u00fcrkei offen gelassen. Nach der Absage Putins berichtete der Sender CNN jedoch, dass auch Trump auf eine Reise in die T\u00fcrkei verzichte. Der Republikaner befindet sich derzeit auf einer mehrt\u00e4gigen Reise durch den Nahen Osten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die US-Regierung reist Au\u00dfenminister Marco Rubio in die T\u00fcrkei, zun\u00e4chst allerdings zu einem Treffen der NATO-Au\u00dfenminister im t\u00fcrkischen K\u00fcstenort Antalya. Auch die Sondergesandten Steve Witkoff und Keith Kellogg sollen die USA vertreten. Der ukrainische Au\u00dfenminister Andrij Sybiha teilte in der Nacht mit, er habe sich bereits mit Rubio getroffen, um ihm die &#8222;Friedensvision&#8220; der Ukraine zu erl\u00e4utern. Zudem sei es bei dem Gespr\u00e4ch um die &#8222;Abstimmung der Positionen in dieser kritischen Woche&#8220; gegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.05.2025 08:17 Uhr Bis zuletzt hatte Russlands Pr\u00e4sident Putin eine Teilnahme an den Verhandlungen mit der Ukraine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111859,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,14,15,111,307,12,143,317],"class_list":{"0":"post-111858","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-putin","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-tuerkei","20":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114510468694027719","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111858"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111858\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}