{"id":1119577,"date":"2026-06-25T01:25:22","date_gmt":"2026-06-25T01:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1119577\/"},"modified":"2026-06-25T01:25:22","modified_gmt":"2026-06-25T01:25:22","slug":"brexit-wie-wuerden-die-briten-in-einem-neuen-referendum-abstimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1119577\/","title":{"rendered":"Brexit: Wie w\u00fcrden die Briten in einem neuen Referendum abstimmen?"},"content":{"rendered":"<p>  Von&amp;nbsp<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/profile\/1970\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alessio Dell&#8217;Anna<\/a>&amp;nbsp&amp;&amp;nbsp<b>video by L\u00e9a Becquet<\/b><\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            24\/06\/2026 &#8211; 7:15 MESZ\n            <\/p>\n<p>Kaum etwas h\u00e4tte den zehnten Jahrestag des Brexit-Votums \u2013 und das anschlie\u00dfende Chaos \u2013 symboltr\u00e4chtiger markieren k\u00f6nnen als der R\u00fccktritt eines weiteren britischen Premiers.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Sir Keir Starmer ist bereits der sechste Regierungschef, der seit dem Referendum vom 23. Juni 2016 abtritt. Das damalige Votum hat die britische Politik grundlegend ver\u00e4ndert und in ganz Europa Schockwellen ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Darauf folgte ein Jahrzehnt politischer Verbitterung und Dauerkrisen. Beide traditionellen Gro\u00dfparteien Gro\u00dfbritanniens gingen schwer gezeichnet daraus hervor.<\/p>\n<p>Die Mitte-links-Partei Labour tut sich nach ihrem Sieg bei der Wahl 2024 schwer, politisch Tritt zu fassen. Die rechtskonservative Partei der Tories steht derweil politisch auf der Roten Liste: Sie wird von Nigel Farages rechtsau\u00dfen stehender &#8222;Reform&#8220;-Partei bedr\u00e4ngt und schleppt 14 Regierungsjahre voller Krisen, Skandale und Sparprogramme mit sich.<\/p>\n<p>Unter dem lauten innenpolitischen Get\u00f6se vollzieht sich jedoch noch etwas anderes: Das Vereinigte K\u00f6nigreich und die EU r\u00fccken offenbar langsam wieder n\u00e4her zusammen.<\/p>\n<p>Vor zehn Jahren stimmten 52 % f\u00fcr den Austritt aus der EU. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: 53 % der Britinnen und Briten sind daf\u00fcr, dass ihr Land wieder der Union beitritt. Rund 37 % w\u00fcrden dies nach eigener Aussage mit Nachdruck unterst\u00fctzen, 16 % sind schon eher daf\u00fcr, wie eine Umfrage von Best for Britain, einer auf Brexit-Fragen spezialisierten Forschungsplattform, zeigt.<\/p>\n<p>Welche konkreten Schritte unternimmt das Vereinigte K\u00f6nigreich in Richtung EU?<\/p>\n<p>Die &#8222;Rejoin&#8220;-Bewegung dominiert inzwischen. Ein Grund: 23 % derjenigen, die damals f\u00fcr den Brexit stimmten, haben ihre Meinung ge\u00e4ndert. Allerdings sind auch 17 % der damaligen &#8222;Remainer&#8220; umgeschwenkt. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist unter der &#8222;nachwachsenden&#8220; j\u00fcngeren Generation die EU beliebter als bei den \u00c4lteren.<\/p>\n<p>Es geht jedoch nicht nur um Umfragewerte oder freundlichere H\u00e4ndedr\u00fccke zwischen Staats- und Regierungschefs. Auch auf der Ebene konkreter Politik passiert etwas.<\/p>\n<p>So tritt das Vereinigte K\u00f6nigreich 2027 wieder dem EU-Studentenaustauschprogramm Erasmus+ bei.<\/p>\n<p>Britische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kehren zudem in das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der EU zur\u00fcck. Sie k\u00f6nnen wieder F\u00f6rdergelder aus Horizon Europe, dem wichtigsten Forschungs- und Innovationsprogramm der Union, beantragen.<\/p>\n<p>Beh\u00e4lt die pro-europ\u00e4ische Stimmung in Gro\u00dfbritannien ihren Schwung?<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Meinung im Vereinigten K\u00f6nigreich bewegt sich zwar wieder in Richtung Kontinent. Gleichzeitig entsteht ein Paradox, das die EU-Hoffnungen bei der n\u00e4chsten Parlamentswahl zunichtemachen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nigel Farages Reform Party liegt laut der j\u00fcngsten YouGov-Umfrage stabil und mit klarem Abstand vorn, bei 24 %. Labour und die Konservativen kommen jeweils auf etwa 19 % und liegen damit Kopf an Kopf.<\/p>\n<p>Die meisten Reform-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hler haben ihre Haltung zum Brexit nicht revidiert. Im Gegenteil: Eine Mehrheit von 55 % will nicht nur, dass Gro\u00dfbritannien au\u00dferhalb der EU bleibt. Sie bef\u00fcrwortet laut der Best-for-Britain-Umfrage sogar, die Beziehungen zu Br\u00fcssel noch weiter zu entflechten.<\/p>\n<p>Wie es also weitergeht, ist nach Starmers R\u00fcckzug und der offenen Nachfolgefrage derzeit kaum absehbar. <\/p>\n<p>Auch Anand Menon, Direktor des Forschungsinstituts &#8222;UK in a Changing Europe&#8220;, wei\u00df auf unsere Frage keine Antwort: &#8222;Ich glaube, das h\u00e4ngt davon ab, was geopolitisch geschieht, ob der aktuelle Neustart gelingt und wer der n\u00e4chste Premierminister wird.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspAlessio Dell&#8217;Anna&amp;nbsp&amp;&amp;nbspvideo by L\u00e9a Becquet Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 24\/06\/2026 &#8211; 7:15 MESZ Kaum etwas h\u00e4tte den zehnten Jahrestag&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1119578,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,13935,222509,158,13,5554,14,15,25019,12,3992,4649,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":["post-1119577","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-brexit","tag-euronews-vergleich","tag-europaeische-union","tag-headlines","tag-keir-starmer","tag-nachrichten","tag-news","tag-referendum","tag-schlagzeilen","tag-uk","tag-umfrage","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116808145179013058","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1119577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1119577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1119577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1119578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1119577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1119577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1119577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}